Hamburg erhöht Müllgebühren: Bürger müssen tiefer in die Tasche greifen!

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Ab Januar 2026 steigen in Hamburg städtische Gebühren für Müll und Abwasser. Haushalte müssen mit höheren Kosten rechnen.

Ab Januar 2026 steigen in Hamburg städtische Gebühren für Müll und Abwasser. Haushalte müssen mit höheren Kosten rechnen.
Ab Januar 2026 steigen in Hamburg städtische Gebühren für Müll und Abwasser. Haushalte müssen mit höheren Kosten rechnen.

Hamburg erhöht Müllgebühren: Bürger müssen tiefer in die Tasche greifen!

Ab dem 1. Januar 2026 müssen sich die Hamburger Bürger:innen auf steigende Gebühren gefasst machen. Der Senat hat beschlossen, dass die Müllabfuhrgebühren sowie die Kosten für die Abwasserentsorgung merklich ansteigen werden. Neben einer Erhöhung der Gebühren für bewegliche Mülltonnen um 3,4 % wird es auch einen kräftigen Sprung bei den 100-Liter-Restmüllsäcken geben, die um 16,7 % auf 3,50 Euro klettern. Besonders auffällig ist die Erhöhung von 140 % für die 100-Liter-Laubsäcke, die nun 2,40 Euro kosten. Entgegen dieser Preiserhöhungen bleiben die Sperrmüllgebühren stabil, während sich die Abwasserentsorgungsgebühren ebenfalls erhöhten, konkret von 2,41 auf 2,49 Euro pro Kubikmeter Schmutzwasser und von 0,83 auf 0,86 Euro pro Quadratmeter für Niederschlagswasser. Diese steigenden Gebühren sind durch Faktoren wie höhere Personal- und Zinskosten sowie steigende Abschreibungen begründet. Dadurch erwarten städtische Behörden eine durchschnittliche Mehrausgabe von rund 8 Euro pro Haushalt und Jahr. Dieser Maßnahmenkatalog wurde vom Hamburger Senat am 3. Dezember 2024 beschlossen, wie ndr.de berichtet.

Was sind die Hintergründe dieser Preiserhöhungen?

Inflation und höhere Tariflöhne spielen eine zentrale Rolle, wie Finanzsenator Andreas Dressel (SPD) erklärt. Zudem erhöhen sich die Kosten für die Gehwegreinigung um im Schnitt 5,6 Prozent, was für ein Einfamilienhaus zusätzliche 7,20 Euro Kosten im Jahr bedeutet. Somit belaufen sich die zusätzlichen Ausgaben für die Müllentsorgung insgesamt auf etwa 12 Euro pro Jahr für einen durchschnittlichen Haushalt, inklusive der Entsorgung des Regenwassers über das städtische Sielnetz, was nochmals etwa 10 Euro kostet. Diese Maßnahmen sollen die Stadt und ihre öffentlichen Unternehmen in die Lage versetzen, Mehreinnahmen im zweistelligen Millionenbereich zu generieren.

Zusätzliche Gebührensteigerungen

Nicht nur für die Müllentsorgung steigen die Kosten. Auch die Gebühren für die Verwahrung von Fundsachen und die Zweckentfremdung von Wohnraum werden erhöht. Während die Gebühren für Fundsachen den tatsächlichen Kosten angepasst werden, sieht Hamburg bei der Zweckentfremdung von Wohnraum eine Steigerung von bis zu 45 % vor. Die Gebühren für die Reinigung öffentlicher Wege jedoch bleiben stabil.

Im Vergleich zu anderen Städten gibt es in Hamburg auch bedeutende Unterschiede bei den Gebühren für die Müllentsorgung. Laut einer Untersuchung aus Nordrhein-Westfalen steigen die Müllgebühren im Schnitt um 2,5 %. Einige Städte verzeichnen sogar extreme Anstiege, wie Mechernich mit +30 % oder Herford mit +16 %. In Hamburg bleibt die Gebührenpolitik jedoch vorsichtiger, was nicht zuletzt auch mit den kritischen Stimmen des Bundes der Steuerzahler in Nordrhein-Westfalen zu tun hat. Diese warnen vor einer „kalkulatorischen Mehrbelastung“ durch die Kommunen. Der jährlich steigende Bedarf an Abschreibungen und neue gesetzliche Anforderungen tragen ebenfalls zu den Kostenerhöhungen bei, wie man in wdr.de nachlesen kann.

Zusammengefasst bedeutet dies: Die Hamburger Stadtverwaltung hat ein gutes Händchen beim Berechnen der Gebühren bewiesen, doch die Bürger:innen müssen sich auf ein etwas strafferes Budget einstellen. Die kommenden Jahre könnten somit für viele Familien eine interessante Herausforderung darstellen.