Hamburg investiert 100 Millionen Euro in neue Schwimmbäder!
Die Hamburger SPD und Grünen planen einen Nutzer-Beirat zur Verbesserung der Schwimm-Infrastruktur. 100 Millionen Euro Investitionen für neue Schwimmbäder.

Hamburg investiert 100 Millionen Euro in neue Schwimmbäder!
Ein frischer Wind weht durch die Hamburger Schwimmlandschaft. Die Fraktionen von SPD und Grünen setzen sich massiv für die Einrichtung eines Nutzer-Beirats ein, um die Schwimm-Infrastruktur der Hansestadt entscheidend zu verbessern. Am 10. Dezember wird in der Bürgerschaft darüber abgestimmt, wie es mit diesem Vorschlag weitergeht, der auch als Antwort auf zahlreiche Herausforderungen in der Schwimmkultur gesehen werden kann. Der Bedarf ist offensichtlich: Schwimmen ist nicht nur ein Freizeitvergnügen, sondern auch ein fester Bestandteil des schulischen Lehrplans in Hamburg.
„Wir wollen die fachliche Expertise aus den Vereinen und Verbänden, der Bäderland und den Behörden zusammenbringen“, erklärt Aske Freter von den Grünen und betont den Nutzen eines solchen Gremiums. Die sportpolitische Sprecherin der SPD, Juliane Timmermann, unterstützt den Vorschlag ebenfalls und hebt die Wichtigkeit von frühzeitiger Planung und transparenter Kommunikation hervor. Ein Nutzer-Beirat könnte als beratendes Gremium fungieren und wichtige Infrastrukturbedarfe abdecken, die bei Neubauten und Modernisierungen berücksichtigt werden müssen, ohne dabei die regulären Wasserzeiten zu vernachlässigen.
Investitionen für die Zukunft
Die Pläne sind ambitioniert: Insgesamt 100 Millionen Euro werden für den Neubau von Schwimmbädern in Hamburg-Hamm, Oberbillwerder und Fischbeker Reethen eingeplant. „Jedes Hamburger Kind im Grundschulalter soll ein kostenloses Schwimmlernangebot erhalten“, heißt es in den Anträgen, die darauf abzielen, dass am Ende der Grundschulzeit jedes Kind sicher schwimmen kann. Zudem wird eine Ausweitung der Wasserzeiten für schwimmsporttreibende Vereine, Kinderschwimmen und Rehabilitationssport angestrebt.
Die Bedeutung dieser Initiative zeigt sich auch in den Zahlen: Seit 2011 hat Hamburg über 1,1 Milliarden Euro in die sportliche Infrastruktur investiert. Die Bäderland Hamburg GmbH, als größter Anbieter von Freizeitaktivitäten in der Stadt, hat seit 1995 acht neue Bäder errichtet und investiert kontinuierlich in Stadien und Schwimmmöglichkeiten. Bis 2028 beträgt das geplante Investitionsvolumen in die Schwimminfrastruktur etwa 100 Millionen Euro.
Ein paar Herausforderungen bleiben
In der Vergangenheit hat es bedauerlicherweise Badeunfälle gegeben, wie zuletzt im Schwimmbad Süderelbe, wo Kinder aufgrund von mangelhafter Aufsicht verletzte wurden. Diese Vorfälle unterstreichen die Notwendigkeit einer verbesserten Aufsicht und Sicherheit in den Bädern.
Zusätzlich laufen weiterhin die Vorbereitungen für die Umwandlung des ehemaligen Aschbergbads. Nach dem Abschluss der notwendigen Bodenverdichtungen und der Räumung von Kampfmitteln können dort neue Sportstätten entstehen. Ein Quartierssportzentrum, das nicht nur ein neues Schwimmbad, sondern auch vielfältige Sport- und Freizeitmöglichkeiten bieten wird, ist in Planung.
Die Hamburger Bürgerinnen und Bürger dürfen gespannt sein, wie sich die Perspektiven des Schwimmsports entwickeln. Mit einem Nutzer-Beirat an der Seite und den geplanten Neubauten wird Hamburg sicherlich zu einem noch attraktiveren Ort für Schwimmer und Sportbegeisterte aller Altersgruppen.
Informationen zu den laufenden Projekten finden Sie auch in den Updates von NDR, SPD Hamburg und Hamburg.de.