Schock für Pendler: HVV erhöht Fahrpreise dramatisch um bis zu 13%!
Der HVV erhöht ab 2026 die Fahrpreise in Hamburg um bis zu 13 Prozent, begründet mit Nachholbedarf nach der Coronakrise.

Schock für Pendler: HVV erhöht Fahrpreise dramatisch um bis zu 13%!
Die Fahrpreise im Hamburger Verkehrsverbund (HVV) steigen ab dem 1. Januar 2025 deutlich an. Im Durchschnitt kommen auf die Fahrgäste rund 5,4 Prozent Mehrkosten zu, wobei einzelne Tickets sogar um bis zu 13 Prozent teurer werden. Damit reagiert der HVV auf einen Nachholbedarf, der aufgrund ruhigerer Tarifanpassungen während der Corona-Jahre entstanden ist. Diese Erhöhung ist eine Abkehr von bisherigen Preiserhöhungs-Indices, die stark an Treibstoffpreisen und Lohnerhöhungen orientiert waren. Interessanterweise wird die aktuelle Inflationsrate von über zwei Prozent nicht zur Berechnung herangezogen, was bei den Fahrgästen auf wenig Verständnis stößt.
Besonders eklatant wird die Preiserhöhung beim Nahbereichticket, das von 3,10 Euro auf 3,50 Euro (12,9 Prozent Erhöhung) steigen wird. Auch andere Ticketarten werden teurer: Die Einzelfahrt in zwei Tarifringen wird künftig mit 4,10 Euro zu Buche schlagen, was eine Erhöhung um 5 Prozent bedeutet. Für die Tageskarte wird ein neuer Preis von 8,20 Euro festgelegt, während Kurzstrecke und Kinder-Einzelfahrten von der drastischen Erhöhung ausgenommen sind. Die Entscheidung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs hoch im Kurs stehen sollte. Kritik an den Preiserhöhungen gab es bereits von der Hamburger CDU, die diese als nicht akzeptabel bezeichnet und die Gefahr einer Gefährdung der Nutzerzahlen sieht. Laut NDR plant der HVV außerdem, die beliebten 9-Uhr-Tageskarten abzuschaffen.
Preisanpassungen im Detail
Die anstehenden Preiserhöhungen sind nicht die einzigen, die die Fahrgäste im HVV in den vergangenen Jahren erlebten. Ein Blick zurück auf die Preisanpassungen seit 2019 zeigt, dass die letzten fünf Jahre bereits mit sanften Erhöhungen gezeichnet waren:
- 2019: +2,1 Prozent
- 2020: +1,3 Prozent
- 2021: +1,4 Prozent
- 2022: +1,3 Prozent
- 2023: +3,2 Prozent
- 2024: +1,8 Prozent
Die bevorstehenden Anpassungen betreffen auch die Wochen- und Monatskarten, die deutlich teurer werden. So steigt die Monatskarte im gesamten HVV-Netz von 69 Euro auf 78 Euro, während die Wochenkarte von 29 Euro auf 38 Euro klettert. Auch das Deutschlandticket wird im kommenden Jahr von 49 Euro auf 58 Euro erhöht. Das erfreuliche daran: Rund 200.000 Schüler in Hamburg nutzen bisher das kostenlose Deutschlandticket, was die vorgesehene Erhöhung von 58 auf 63 Euro besonders brisant macht.
Zusammengefasst wird die Preiserhöhung viele Hamburger*innen und Pendler*innen betreffen. Der HVV sorgt somit nicht nur für einen kräftigen Anstieg der Ticketpreise, sondern auch für einige Umstellungen im Ticketangebot. Das Prinzip „online buchen ist günstiger“ bleibt bestehen, da bei einer Buchung über das Smartphone die Preise um 7 Prozent niedriger bleiben. Diese Informationen stammen aus den aktuellen Ausführungen des HVV auf hamburg.de.
Mit all diesen Veränderungen stehen die Verkehrsbetriebe vor der Herausforderung, die Attraktivität des ÖPNV zu wahren und die Fahrgäste von den geplanten Ticketpreiserhöhungen zu überzeugen. Bleibt abzuwarten, wie der Hamburger Verkehrsverbund auf die ersten Reaktionen der Fahrgäste reagieren wird.