Vogelgrippe schlägt zu: Neuer Fall in Vorpommern-Greifswald!
Vogelgrippe-Ausbruch in Greifswald: H5N1 gefährdet Geflügelhaltung, Hygienemaßnahmen und Wachsamkeit empfohlen.

Vogelgrippe schlägt zu: Neuer Fall in Vorpommern-Greifswald!
In Gustebin, einem kleinen Ort in der Gemeinde Wusterhusen im Landkreis Vorpommern-Greifswald, gibt es besorgniserregende Nachrichten: Hier wurde ein neuer Ausbruch der Vogelgrippe festgestellt. Der Erreger, das hochansteckende H5N1-Virus, hat eine private Geflügelhaltung mit 48 Hühnern und Enten betroffen. Alle dort gehaltenen Vögel mussten aus gesundheitlichen Gründen gekeult werden, was die Verantwortung der Behörden nach sich zieht.
Die Entscheidung, keine Sperrzone um den besagten Betrieb einzurichten, basiert auf einer umfassenden Risikobewertung, die von der Kreisverwaltung durchgeführt wurde. Dennoch bleiben die bestehenden Schutz- und Überwachungszonen aufrechterhalten, um die Situation im Landkreis zu stabilisieren. Die Kreisverwaltung hat alle Geflügelhalter aufgefordert, wachsam zu sein und bei Verdacht auf Erkrankungen umgehend Kontakt mit dem Veterinäramt aufzunehmen.
Wachsame Haltung für Geflügelbesitzer
Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, wird auf strenge Hygienemaßnahmen und Sauberkeit hingewiesen. Dazu gehört, gereinigtes oder desinfiziertes Schuhwerk im Hühnerstall zu tragen. Zusätzlich gelten in mehreren Gemeinden im Landkreis aufgrund eines neuen Geflügelpest-Ausbruchs in Sassen-Trantow spezielle Aufstallungspflichten und Schutzzonen, die den Kontakt zwischen Haus- und Wildvögeln minimieren sollen.
Über die aktuelle Lage hinaus gibt es auch eine globale Dimension, über die auf der Website des NABU berichtet wird. Dort wird darauf hingewiesen, dass die Vogelgrippe weltweit zunehmend Wildvögel bedroht, insbesondere bei Kranichen. Seit Mitte Oktober 2025 sind bereits mehrere tausend verendete Kraniche in Deutschland registriert worden. Diese schönen Vögel sind zwar nicht die Hauptverursacher der Ausbrüche, jedoch anfällig, da sie sich an Rastplätzen dicht gedrängt aufhalten.
Hygiene und Kontrolle stehen im Fokus
Der NABU fordert, dass die Überwachung und Schutzmaßnahmen für Wildtierpopulationen verbessert werden. Hygienelücken in großen Mastbetrieben gelten häufig als Auslöser lokaler Ausbrüche. Das rasche Entfernen von Kadavern ist essenziell für die Minimierung der Ansteckungsgefahr, und häufig übernehmen Ehrenamtliche Naturschützer diese wichtige Aufgabe.
Internationale Perspektiven ergeben sich ebenfalls aus dem Thema. In Ungarn wurden im November 2023 zehntausende Kraniche tot aufgefunden, was auf einen massiven Ausbruch der Vogelgrippe hinweist. Die Vogelgrippe breitet sich nicht nur in Europa aus, sondern auch auf den Galapagos-Inseln gab es bereits bestätigte Infektionen. Diese Entwicklungen zeigen, dass nicht nur in Deutschland, sondern weltweit eine verstärkte Wachsamkeit und präventive Maßnahmen notwendig sind.
Als letzten Punkt ist es erwähnenswert, dass die Weltgesundheitsorganisation das Risiko für Menschen als gering einschätzt, während H5N1 zunehmend in Milchviehbetrieben in den USA auftritt, was dieser Thematik zusätzliche Brisanz verleiht.
Die Situation in Vorpommern-Greifswald bleibt angespannt, und die Verantwortung zur Vorbeugung der Ausbreitung der Vogelgrippe liegt klar bei den Geflügelhaltern und den zuständigen Behörden. Bleiben Sie informierte Geflügelhalter und achten Sie auf die Gesundheit Ihrer Tiere!
Für weitere Informationen besuchen Sie bitte die Artikel von NDR und NABU.