Trump verstärkt Nationalgarde: Sicherheit oder Politik? Proteste in DC!

Trump verstärkt Nationalgarde: Sicherheit oder Politik? Proteste in DC!
US-Präsident Donald Trump hat am 26. August 2025 eine neue Strategie zur Bekämpfung der Kriminalität in Washington D.C. angekündigt, indem er den Aufbau einer spezialisierten Einheit innerhalb der Nationalgarde anordnet. Diese Truppe soll der „Wahrung von Sicherheit und Ordnung“ in der Hauptstadt dienen. Laut nordkurier.de soll das Verteidigungsministerium die Einheit umgehend aufstellen, ausbilden und ausrüsten, um „zivile Unruhen“ landesweit zu begegnen. Gleichzeitig wird ein Online-Portal eingerichtet, um geeignete Bewerber mit Polizei- oder Militärexpertise zu rekrutieren.
Trump selbst äußert sich negativ über von Demokraten geführte Städte und behauptet, dass Kriminelle Washington überrannt hätten. Doch Polizeistatistiken zeigen, dass die Kriminalität in der Stadt rückläufig ist. Währenddessen versammeln sich immer mehr Menschen auf den Straßen Washingtons und organisieren Proteste gegen Trumps Maßnahmen, die sie als politisch motivierte Militarisierung wahrnehmen. Insgesamt sind derzeit rund 2.200 Nationalgardisten in Washington im Einsatz, patrouillieren in Ausgehvierteln und touristischen Gebieten, was bei vielen Anwohnern Bedenken auslöst.
Politische Kontroversen und Reaktionen
Die Maßnahmen Trumps, die als „Befreiungsschlag“ bezeichnet werden, finden nicht nur unter seinen Anhängern Unterstützung, sondern stoßen auch auf scharfe Kritik. Vizepräsident J.D. Vance und Verteidigungsminister Pete Hegseth stehen hinter den Nationalgardisten vor Ort, während zahlreiche Aktivisten die erhöhte Polizeipräsenz als Vorwand sehen, um vor allem arme und obdachlose Menschen zu vertreiben. Kritiker befürchten eine erdrückende, autoritäre Agenda, die demokratische Kontrollen schwächen könnte. Politikwissenschaftler argumentieren, dass Washington D.C. als Testlauf für eine solche Politik dient, die möglicherweise auch auf andere von Demokraten geführte Städte ausgeweitet wird.
Der Gouverneur von Illinois, JB Pritzker, hat Trumps Vorschläge bereits vehement kritisiert und darauf hingewiesen, dass die Kriminalität in Chicago rückläufig sei, was die Notwendigkeit für die Strukturen Trumps in Frage stelle. In diesem Kontext droht die politische Atmosphäre weiter zu eskalieren, da Trumps Vorgehen als Versuch gewertet wird, die Kontrolle über städtische Behörden zu übernehmen. Auch die Bürgermeisterin von Washington D.C., Muriel Bowser, hat die Truppenentsendungen als „unamerikanisch“ bezeichnet.
Zusätzliche Truppen und rechtliche Herausforderungen
Der Präsident hat nicht nur die Unterstützung seiner eigenen Administration, sondern auch die Hilfe republikanischer Gouverneure aus West Virginia, South Carolina und Ohio angefordert, um Soldaten zur Verstärkung nach Washington D.C. zu entsenden. Berichten zufolge werden zusätzlich 300 bis 400 Soldaten aus West Virginia und 200 aus South Carolina entsandt, um die bereits angekündigten 800 Nationalgardisten zu unterstützen, wie die Kleine Zeitung berichtet.
Angesichts dieser Entwicklungen ist es zu rechtlichen Auseinandersetzungen gekommen, da der Generalstaatsanwalt von Washington gegen die geplante Übernahme der Polizei durch die Bundesregierung klagt. Trump stützt seine Maßnahmen auf das „Home Rule Act“ und argumentiert, dass diese im Notstand notwendig sind. Hintergrund dieser politischeningreifenden Entscheidungen sind besorgniserregende Daten zur Kriminalität und Obdachlosigkeit, die dennoch von vielen Experten als parteipolitisch motiviert angesehen werden.
Für die Bewohner Washingtons bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt und ob die Stadt auch in Zukunft unter der verstärkten Präsenz der Nationalgarde stehen wird.