Wolgast atmet auf: Bau der Brücke nach Usedom nimmt endlich Fahrt auf!
Die Brücke nach Usedom erhält finanzielle Zusage. Erleichterung in Pasewalk - Fertigstellung bis Ende 2028 geplant.

Wolgast atmet auf: Bau der Brücke nach Usedom nimmt endlich Fahrt auf!
Die Region rund um Wolgast kann aufatmen: Der jahrelange Kampf um die Finanzierung der neue Peenebrücke hat endlich Fortschritte gemacht. Laut nordkurier.de zeigt sich die IHK Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern erleichtert über die Fortsetzung des Brückenbaus. Bisher war die Finanzierung des Projekts ungewiss, nachdem ursprünglich 138 Millionen Euro veranschlagt wurden, die Gesamtkosten nun aber auf über 500 Millionen Euro geschätzt werden.
Schlüsselfigur in dem Finanzierungsdschungel ist Philipp Amthor, der entscheidende Impulse gegeben hat. Dank seiner Bemühungen gibt es einen Durchbruch: Der Bundeskanzler hat angekündigt, dass das Bundesfinanzministerium die benötigten Mittel freigibt. Diese Entwicklung ist besonders wichtig, denn die neue Brücke stellt das zentrale Element der Ortsumfahrung Wolgast dar und verbindet die Stadt direkt mit der beliebten Insel Usedom.
Die Bedeutung der Brücke
Die Auswirkungen dieses Projekts sind enorm. Etwa 3.000 Unternehmen auf Usedom und rund 50.000 Menschen in der Region werden von der neuen Brücke profitieren. Jährlich zieht es rund eine Million Touristen in diese schöne Region und die Brücke wird ihnen den Zugang erheblich erleichtern. Die IHK fordert daher eine Beschleunigung des Bauprozesses, um die Fertigstellung, die für Ende 2028 vorgesehen ist, nicht in Gefahr zu bringen.
Allerdings bleibt die Situation kompliziert. Laut ndr.de ist der Bund weiterhin mit erheblichen Finanzierungsproblemen konfrontiert. Das Land verhandelt deshalb über offene Fragen zur Finanzierung, während die Auftragsvergabe an Bauunternehmen auf sich warten lässt, da die abgegebenen Angebote über den Kostenschätzungen liegen.
Die Zukunft der Wolgaster Ortsumgehung
Bürgermeister Martin Schröter äußert Besorgnis über die Verzögerungen und deren Auswirkungen auf die Verkehrslage in Wolgast. Zwar wird an einem Teilstück der Ortsumgehung bereits seit knapp drei Jahren gearbeitet und der Verkehr rollt dort, doch das Kernstück, die 1,7 Kilometer lange Brücke über den Peene-Strom, steckt noch in der Planungsphase. Die städtische Verkehrssituation hat also noch ein weiter Stecken vor sich, bis die neue Hängebrücke, die mit 42 Metern die größte ihrer Art in Europa werden soll, endlich den Verkehr dauerhaft entlasten kann.
Die Fertigstellung der Wolgaster Ortsumgehung ist für Ende 2028 geplant. Doch die Finanzierungsprobleme werfen einen Schatten auf diesen Zeitrahmen. Wirtschaftsminister Wolfgang Blank appelliert daher an den Bund, die Freigabe für die finanziellen Mittel zu erteilen, um die Umsetzung dieses lebenswichtigen Projekts nicht gefährden.
In einem historischen Schritt wurde zudem im Kreistag ein Antrag der AfD zur Unterstützung des Weiterbaus angenommen, was als Novum gilt, da es die erste Zustimmung zu einem AFd-Antrag im Kreistag war. Dies könnte möglicherweise einen neuen Wind in die Diskussionen um die Brücke bringen.