Schreckmoment auf B104: Jäger trifft versehentlich Fahrschulauto!

Ein Fahrschulauto wurde in Mecklenburg-Vorpommern von einem Jagdprojektil getroffen. Der Vorfall ereignete sich am 28. August 2025.

Ein Fahrschulauto wurde in Mecklenburg-Vorpommern von einem Jagdprojektil getroffen. Der Vorfall ereignete sich am 28. August 2025.
Ein Fahrschulauto wurde in Mecklenburg-Vorpommern von einem Jagdprojektil getroffen. Der Vorfall ereignete sich am 28. August 2025.

Schreckmoment auf B104: Jäger trifft versehentlich Fahrschulauto!

Am Mittwochabend hat ein unglücklicher Vorfall auf der B104 zwischen Cambs und Brahlstorf für einen gehörigen Schrecken gesorgt. Ein 21-jähriger Jäger hatte auf einem angrenzenden Feld auf einen Rehbock geschossen, als ein Projektil das Fahrschulauto eines 19-jährigen Fahrschülers und seines 61-jährigen Fahrlehrers traf. Glücklicherweise blieben die beiden unversehrt, berichten die Nordkurier.

Der Vorfall ereignete sich gegen 20 Uhr, als die Fahrschulklasse durch die ländliche Gegend fuhr. Ein lauter Knall überraschte die Insassen und sorgte sofort für Alarmstimmung. Die Kugel traf die rechte hintere Tür des Fahrzeugs, drang jedoch nicht ins Innere ein. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, um den genauen Hergang des Vorfalls zu klären. Der Fall beschäftigt aktuell die Sicherheitsbehörden im Landkreis Ludwigslust-Parchim.

Ermittlungen wegen fahrlässiger Gefährdung

Die Polizei untersucht den Vorfall wegen des Verdachts auf einen „fahrlässigen, gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr“. Da das Projektil nicht ins Innere des Wagens eindrang, blieb das schwerwiegendste Unglück aus. Die Fahrschüler und der Fahrlehrer waren zunächst geschockt, konnten aber glücklicherweise unverletzt aus dem Fahrzeug steigen. Die Ermittler beabsichtigen, die Kugel aus der Autotür zu bergen und weitere Befragungen durchzuführen, um das Geschehen genau zu rekonstruieren.

Kreisjägermeister Wilfried Röpert äußerte sein Bedauern über den Vorfall und warnte vor den Risiken, die beim Schießen im Gelände auftreten können. Es bleibt abzuwarten, welche Munition der Jäger verwendet hat, was die Entwicklung des Falls zusätzlich spannend macht. Entsprechende Fragen zur Herkunft des Jägers und zu den Sicherheitsvorkehrungen bei Jagdabwendungen beschäftigen ebenfalls die Polizei.

Hintergrund zur jagdlichen Sicherheit

Dieser Vorfall wirft wichtige Fragen zur Sicherheit im Umgang mit Schusswaffen auf, besonders da Deutschland mehr als 384.500 legale Jäger verzeichnet, sowie 1,4 bis 1,5 Millionen zusätzliche legale Waffenbesitzer. Trotz ihrer Kenntnisse sind Jagdunfälle nicht unüblich. Laut dem Jagdverband sind Jagdunfälle durch Schusswaffen, obwohl nicht immer gesondert ausgewiesen, Teil der Gesundheitsberichterstattung des Bundes.

Die Behörden werden nach Abschluss der Ermittlungen den Fall an die Staatsanwaltschaft in Schwerin weiterleiten. Bis dahin bleibt die örtliche Gemeinschaft in einem Zustand der Unsicherheit. Vieles hängt davon ab, wie die Ermittlungen weiter verlaufen, und das Bewusstsein für die Sicherheit bei der Jagd wird spätestens jetzt wieder in den Vordergrund rücken müssen.