Zukunft des Staatstheaters: Unruhe und Intendantenwechsel in Parchim!

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Schwerin sieht Unruhe am Staatstheater aufgrund auslaufender Verträge. Zukünftige Entwicklungen im Ensemble und Intendantenwechsel stehen an.

Schwerin sieht Unruhe am Staatstheater aufgrund auslaufender Verträge. Zukünftige Entwicklungen im Ensemble und Intendantenwechsel stehen an.
Schwerin sieht Unruhe am Staatstheater aufgrund auslaufender Verträge. Zukünftige Entwicklungen im Ensemble und Intendantenwechsel stehen an.

Zukunft des Staatstheaters: Unruhe und Intendantenwechsel in Parchim!

Am Mecklenburgischen Staatstheater brodelt es gewaltig: Die Unsicherheit über die Zukunft des Schweriner Schauspielensembles wirft Fragen auf. Die Verträge laufen aus und stellen nicht nur die Schauspieler vor Herausforderungen, sondern sorgen auch für Unruhe im gesamten Theaterbetrieb. Wie die Nordkurier berichtet, steht das Junge Staatstheater Parchim besonders im Blickpunkt, da Intendant Thomas Ott-Albrecht in den Ruhestand geht und viele Fragen zur Nachfolge noch unbeantwortet sind.

Große Bedenken tauchten bei einer jüngst abgehaltenen Personalversammlung auf. Angesprochen wurde der mögliche Stellenabbau, der die Gemüter erhitzte. Die Antworten auf diese drängenden Fragen ließen jedoch zu wünschen übrig. Währenddessen haben sich drei junge Schauspieler dazu entschieden, ihre Verträge nicht zu verlängern, was weitere Sorgen um das Ensemble aufwirft. Doch die Theaterleitung versichert, dass es für andere Ensemblemitglieder aktuell keine Pläne für Nichtverlängerungen gibt.

Herausfordernde Zeiten stehen bevor, denn die nächste Saison wird als sehr anspruchsvoll eingeschätzt. Das Schweriner Theater wird voraussichtlich im Theaterzelt spielen müssen, was den gewohnten Kulturbesuchern einiges abverlangt. Geplant sind immerhin vier Neuproduktionen sowie ein Weihnachtsprogramm und kleinere Veranstaltungen. Ein Highlight wird die zweisprachige Produktion zum 100. Geburtstag in Zusammenarbeit mit der Fritz-Reuter-Bühne sein.

Fusion und ihre Folgen

Ein Kernpunkt der Unruhe ist das Misstrauen, das aus der Fusion der Theater in Schwerin und Parchim entstanden ist. Im Jahr 2016 haben die beiden Häuser zusammengefunden, um als Mecklenburgisches Staatstheater zu arbeiten. Damals wurde der Vertrag in einer vierstündigen Marathon-Sitzung unterzeichnet, was schon einiges über die Komplexität dieser Fusion aussagt. Diese Kultur-MV genannte Fusion hat seitdem das Bild der Theaterlandschaft stark verändert, was von vielen Parchimern als Verlust der Eigenständigkeit empfunden wird. Skeptisch wird auch der Plan betrachtet, mehr Aufführungen in der M*Halle in Schwerin zu haben, was in Parchim nicht gerade Begeisterung weckt.

Der Verein der Parchimer Theaterfreunde wird bei der Nachbesetzung des Intendanten einbezogen, was einen positiven Schritt darstellen könnte. Auch das Kulturministerium hat zugesichert, dass die Zuschüsse für das Theater erhöht werden und der Stellenplan unverändert bleibt, was für Erleichterung sorgen könnte. So sind die 26 Mitarbeiter des Jungen Staatstheaters, die sich im Rahmen des Stellenplans bewegen, zwar sicher, doch dennoch gibt es Pläne, technische Mannschaften zu verstärken und in der Theaterpädagogik für die Spielzeit 2026/27 neue Einstellungen vorzunehmen.

Schlossfestspiele 2026

Während die Zukunft der Häuser noch ungewiss ist, bleibt der kulturelle Hochgenuss nicht aus. Für den Sommer 2026 sind die Schlossfestspiele im Mecklenburgischen Staatstheater angesetzt, die ein buntes Programm versprechen. Darunter sind hochkarätige Veranstaltungen wie die internationale Ballettgala „Connexion #5“ und Brechts „Die Dreigroschenoper". Die Festspiele finden an verschiedenen Orten in der UNESCO-Welterbestadt Schwerin statt, darunter Schlossinnenhof, Theaterzelt und Freilichtmuseum Mueß. Vorverkauf startet Ende November und könnte sowohl die Region als auch Kulturfreunde von weit her anziehen, um sich an den vielfältigen Aufführungen zu erfreuen.

Die kommende Zeit wird entscheidend sein – sowohl für die Ensembles als auch für die Theaterlandschaft in Mecklenburg-Vorpommern. Die Herausforderungen sind groß, doch die Vorfreude auf kulturelle Highlights bleibt bestehen.