Spaziergänger im Landkreis Aurich: Jagdunfall schockt die Region!

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Zwei Spaziergänger wurden bei einer Jagd in Aurich leicht verletzt. Polizei ermittelt gegen Jägerin wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Zwei Spaziergänger wurden bei einer Jagd in Aurich leicht verletzt. Polizei ermittelt gegen Jägerin wegen fahrlässiger Körperverletzung.
Zwei Spaziergänger wurden bei einer Jagd in Aurich leicht verletzt. Polizei ermittelt gegen Jägerin wegen fahrlässiger Körperverletzung.

Spaziergänger im Landkreis Aurich: Jagdunfall schockt die Region!

Was für ein Vorfall bei einer Treibjagd in Ostfriesland! Zwei Spaziergänger wurden am Samstagnachmittag in Großefehn, Landkreis Aurich, leicht verletzt, als sie von Schrotkugeln getroffen wurden. Laut t-online.de handelte es sich um eine 42-jährige Frau und einen 45-jährigen Mann. Glücklicherweise drangen die Kugeln nicht in ihre Körper ein. Die Polizei ermittelte bereits am Tatort und fand die Jagdgesellschaft, zu der eine 40-jährige Jägerin gehörte, die zugab, den Schuss abgegeben zu haben.

Die hinterlassenen Verletzungen waren nicht zu unterschätzen: Die Frau wurde am Kopf getroffen, während der Mann einen Schuss am Arm abbekam. Als Folge des Vorfalls wird gegen die Jägerin wegen fahrlässiger Körperverletzung ermittelt. Solche Jagdunfälle sind in Deutschland leider keine Seltenheit. Laut dem Jagdverband ereignen sich immer wieder gravierende Vorfälle. So erschoss etwa ein Jäger in Mecklenburg-Vorpommern einen anderen im Januar, und ein 66-jähriger Mann starb im April bei einer Wildschweinjagd in Nordrhein-Westfalen durch einen unbeabsichtigten Schuss.

Das brisante Thema Jagdunfälle

Die Zahlen lassen aufhorchen. In Deutschland gibt es rund 384.500 Jäger mit legalem Waffenbesitz und schätzungsweise 5,8 Millionen legale Waffen. In den letzten Jahren kam es wiederholt zu schweren Jagdunfällen, was Fragen aufwirft. Oftmals stehen die Waffenbesitzer allerdings nicht im Fokus der Berichterstattung. So sind viele Jagdunfälle laut Abschaffung der Jagd nicht nur tragische Einzelfälle, sondern werden häufig auch durch menschliches Versagen verursacht.

Ein besonders erschreckender Fall ereignete sich im September 2023, als ein 29-jähriger Jäger in Iserlohn eine schlafende Obdachlose erschoss. Er steht nun wegen Mordes aus Heimtücke vor Gericht, nachdem er gestanden hat, gezielt auf die Frau geschossen zu haben. Diese Vorfälle werfen ein Schatten auf die gesamte Jägerschaft und rufen die Frage nach der Verantwortung und den Sicherheitsaspekten bei der Jagdausübung laut werden.

Kontrollen und staatliche Maßnahmen

Die Regulierung des Waffenbesitzes wird ebenfalls kritisch betrachtet. Bundesweit sind Ende 2023 etwa 5,02 Millionen Waffen legal im Besitz von Bürgern. In Bayern alleine besitzen rund 205.000 Personen über 1,13 Millionen Waffen. Doch die Kontrollmechanismen sollten schärfer ausfallen. In Mecklenburg-Vorpommern wurden bei 7.174 Waffenkontrollen nur 2.960 Personen angetroffen, was alarmierend ist. Bei fast jeder vierten Kontrolle gab es Beanstandungen, die oft die Aufbewahrung der Waffen betrafen. Diese ungenügenden Maßnahmen fördern nicht nur ein gefährliches Umfeld, sondern könnten auch die Zahlen von Jagdunfällen weiter in die Höhe treiben.

So bleibt zu hoffen, dass die aktuellen Ereignisse und Statistiken zu einem Umdenken führen, sowohl bei den Jägern als auch bei den zuständigen Behörden. Es liegt eine Verantwortung bei jedem Einzelnen, um sicherzustellen, dass die Jagd nicht auf Kosten von Menschenleben geht.