Gebühren in Delmenhorst steigen: So viel müssen Sie 2026 zahlen!

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Delmenhorst plant 2026 Gebührenanpassungen in Abfall, Straßenreinigung und Bestattung. Entdecken Sie die Details zur Kostensteigerung.

Delmenhorst plant 2026 Gebührenanpassungen in Abfall, Straßenreinigung und Bestattung. Entdecken Sie die Details zur Kostensteigerung.
Delmenhorst plant 2026 Gebührenanpassungen in Abfall, Straßenreinigung und Bestattung. Entdecken Sie die Details zur Kostensteigerung.

Gebühren in Delmenhorst steigen: So viel müssen Sie 2026 zahlen!

In Delmenhorst zeichnen sich Veränderungen ab, die nicht nur die Stadtkassen füllen, sondern auch die Geldbörsen der Bürger:innen belasten werden. Ab dem Jahr 2026 sind höhere Gebühren in mehreren Bereichen von Abfallreinigung über Straßenreinigung bis hin zu Bestattungen geplant. Die Stadtverwaltung spricht von einer “spürbaren allgemeinen Kostensteigerung”, was bei Bau- und Umweltausschuss auf Zustimmung stieß. Hier wurden die Erhöhungen einstimmig beschlossen, was zeigt, dass der Handlungsbedarf erkannt wurde, doch ob die Haushalte begeistert von den neuen Gebühren sind, steht auf einem anderen Blatt. Der Weser-Kurier berichtet, dass die Gebühren für die Straßenreinigung um fast 19 Prozent auf 1,82 Euro pro Quadratmeterwurzeleinheit steigen werden. Mit Winterdienst sind es sogar rund 33 Prozent mehr, was die Kosten auf 3,61 Euro treibt.

Besonders betroffen sind hier die Alleinstehenden, die künftig etwa 99 Euro (vorher 75 Euro) für die Straßenreinigung und den Winterdienst berappen müssen. Bei mehreren Bewohnern gestaltet sich das Bild ebenfalls ungemütlich: Für zwei Personen liegt die Abfallgebühr bei 258 Euro und für vier Personen sogar bei 365 Euro. Diese Erhöhung resultiert aus den gestiegenen Entsorgungskosten und den Betriebskosten, die allein auf 371.000 Euro summiert werden.

Winterdienst und Abfallgebühren steigen

Die anvisierten Kosten für den Winterdienst für 2026 belaufen sich auf satte 800.000 Euro, wobei rund 611.000 Euro von den Grundstückseigentümern getragen werden müssen. Etwas ermunternd mag die Tatsache erscheinen, dass die Kosten für eine normale Bestattung auf dem Friedhof Bungerhof um 3,5 Prozent sinken werden, doch diese Nachricht wird wohl von den deutlich steigenden Gebühren überlagert. Die Entsorgungsgebühr für Schmutz- und Regenwasser wird ebenfalls leicht ansteigen und die Gesamtkosten für Haushalte in Delmenhorst erhöhen sich erheblich.

Besonders bedenklich äußerte sich Gerold Runge im Zusammenhang mit den Kosten für den Winterdienst, welche vor allem landwirtschaftliche Betriebe stark treffen könnten. Hier warnt er vor einer hohen finanziellen Belastung, die für viele in der Region zu einer Herausforderung werden kann. Der Bürger, insbesondere die Alleinstehenden, wird bei den künftigen Gebühren um 38 Euro mehr mit Winterdienst und 22 Euro ohne zusätzlichen Aufwand belastet.

Änderungen bei der Grundsteuer im Anmarsch

Nicht nur in Delmenhorst, sondern auch deutschlandweit bringt die anstehende Grundsteuerreform zahlreiche Neuerungen mit sich. Ab 2025 wird die Grundsteuer neu geregelt, wie beispielsweise Wohneigentum NRW feststellt. Diese Reform könnte zu “Belastungsverschiebungen” führen, für die einige Eigentümer mehr und andere weniger zahlen müssen. Mit einer Erhöhung der Hebesätze rechnen viele Städte – in Niedersachsen haben rund ein Drittel der Kommunen längst Hebesätze festgelegt, die über den aufkommensneutralen Sätzen liegen. Dies könnte in Delmenhorst ebenfalls eine Rolle spielen, besonders da die Grundsteuer eine wesentliche Einnahmequelle für die Kommunen darstellt.

Zusammengefasst heißt das für die Delmenhorster Bürger:innen: Gebührenanpassungen und eine mögliche Erhöhung der Grundsteuer stehen an, was die finanzielle Planung für viele Bürger:innen erschweren könnte. Es bleibt zu hoffen, dass die erhofften Mehreinnahmen der Stadt durch die Erhöhungen in die nötigen Entwicklungen investiert werden, um die Lebensqualität in Delmenhorst nicht nur zu bewahren, sondern auch zu verbessern. Ein Blick auf die Tagesschau zeigt, dass viele Kommunen in Deutschland im Jahr 2024 bereits von den Mehreinnahmen profitieren konnten – ob dies auch in Delmenhorst der Fall sein wird, bleibt abzuwarten.