Einsturzgefahr in Oldenburg: Tiefgarage muss schnellstmöglich saniert werden!

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Stadt Oldenburg prüft Einsturzgefahr einer Tiefgarage. Stabilisierungsmaßnahmen werden zügig umgesetzt, Fertigstellung bis 2029 geplant.

Stadt Oldenburg prüft Einsturzgefahr einer Tiefgarage. Stabilisierungsmaßnahmen werden zügig umgesetzt, Fertigstellung bis 2029 geplant.
Stadt Oldenburg prüft Einsturzgefahr einer Tiefgarage. Stabilisierungsmaßnahmen werden zügig umgesetzt, Fertigstellung bis 2029 geplant.

Einsturzgefahr in Oldenburg: Tiefgarage muss schnellstmöglich saniert werden!

In Oldenburg ist das Thema Einsturzgefahr einer tiefgelegenen Garage ins Gerede gekommen. Diese befindet sich unter einer viel befahrenen Hauptstraße, und die Stadt hat nun ernsthafte Maßnahmen angekündigt, um Schlimmeres zu verhindern. Wie NDR berichtet, wurde eine akute Gefährdung durch die Bewertung der Bausubstanz durch einen Prüfstatiker festgestellt. Die Stadtverwaltung zeigt sich alarmiert und Stadtrat Holger Denckmann hat mit einem raschen Umsetzungsplan auf die Notsituation reagiert.

Die Stadt Oldenburg wird im Januar 2026 eine Stahlhilfskonstruktion einbauen, um die Stabilität der Tiefgarage zu sichern. Diese Maßnahmen sind notwendig, da die Decken und Wände erhebliche Mängel aufweisen. Bis zur endgültigen Sanierung wird ein engmaschiges Monitoring-System zur Überwachung der Tiefgarage eingerichtet, um die Sicherheit der angrenzenden Museen und Wohn- sowie Geschäftshäuser zu gewährleisten.

Langfristige Sanierung geplant

Der lange Weg zur umfassenden Sicherheit wird nicht einfach. Seit 2019 sind Parkplätze in der doppelstöckigen Tiefgarage wegen Sicherheitsbedenken gesperrt. Aktuell sind von 500 Stellplätzen lediglich 75 nach wie vor nutzbar; der Rest ist aufgrund von Stabilitätsproblemen gesperrt. Die Rund 425 gesperrten Stellplätze haben bereits eine provisorische Abstützung erhalten.

Die Stadt hat die Gefahr offenbar lange unterschätzt, und die Sicherungsmaßnahmen wurden hinausgezögert. Der Prüfstatiker hatte bereits im Mai 2025 auf die Dringlichkeit der Sanierung hingewiesen. Für die grundlegende Sanierung werden umfangreiche Baumaßnahmen notwendig sein, die mindestens bis 2029 andauern könnten, mit geschätzten Gesamtkosten von 44,5 Millionen Euro.

Kosten und Finanzierung

Der Stadtrat hat bereits für 2025 insgesamt 1,85 Millionen Euro eingeplant und für 2026 weitere 4,5 Millionen Euro. Ein Teil der finanziellen Mittel könnte durch Städtebauförderungen in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro abgedeckt werden. Laut Experten wird eine Verfüllung der Tiefgarage mit Beton oder Sand zur Stabilisierung nicht möglich sein, da dies den Untergrund zusätzlich belasten würde.

Die Herausforderungen, vor denen die Stadt steht, sind nicht nur eine Frage von Kapazitäten und Kosten, sondern auch von Sicherheit für die Bürger:innen und den Erhalt der angrenzenden Kulturstätten. Die betroffenen Gebäude stammen aus den Jahren zwischen 1958 und 1972 und könnten möglicherweise mit mangelhaften Trägern errichtet worden sein. Der Landkreis hat vorerst Entwarnung gegeben, jedoch sollten Autofahrer vorsichtig sein und nicht alle Fahrzeuge die darüberliegende Brücke befahren.

Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiter entwickeln wird, doch eines ist sicher: Die Stadt Oldenburg hat „ein gutes Händchen“ für zügige Lösungen an der Hand, und die Sicherheit ihrer Bürger:innen hat oberste Priorität.