Kangarani kritisiert Zustände an der Groner Landstraße bei Stern TV
Ehsan Kangarani, CDU-Oberbürgermeisterkandidat, diskutiert bei "Stern TV" die Wohnsituation in Göttingen am 6. November 2025.

Kangarani kritisiert Zustände an der Groner Landstraße bei Stern TV
Bei einem Besuch der RTL-Sendung „Stern TV“ nahm Ehsan Kangarani, CDU-Oberbürgermeisterkandidat und Vorsitzender des Göttinger Bauausschusses, Stellung zu einem brisanten Thema: den katastrophalen Wohnbedingungen in einem Komplex an der Groner Landstraße in Göttingen. In der Diskussion ging es um die Verantwortung für die maroden Zustände, wobei Stadtverwaltung und Vermieter sich gegenseitig die Schuld zuschoben. Kangarani betonte, dass es zwar Gesetze gebe, doch die Situation sei alles andere als einfach zu klären, was auch Göttinger Tageblatt analysiert hat.
Im selben Atemzug schlug der Moderator Steffen Hallaschka vor, das Gebäude für unbewohnbar zu erklären. Kangarani erklärte, dass die Stadt in den letzten Jahren bereits viel Arbeit in die Klärung der Angelegenheit gesteckt habe. Doch wie Sebastian Fesser, ein Eigentümer im Wohnkomplex, anmerkte, würde im Falle einer Unbewohnbarkeit ein Flüchtlingsproblem für die 600 Bewohner entstehen.
Die Wurzeln Göttingens
Die Problematik rund um den Wohnkomplex an der Groner Landstraße ist nur ein Teil der Geschichte dieser bemerkenswerten Stadt. Göttingen, mit seinen Wurzeln, die bis ins Jahr 953 n. Chr. zurückreichen, wurde ursprünglich als Gutingi erwähnt. Archäologische Funde deuten darauf hin, dass die Region bereits im 7. Jahrhundert besiedelt war. Die Grona-Burg, die im Jahr 915 dokumentiert wurde, diente als Ottonischer Kaiserpalast und markiert eine Zeit des Aufschwungs für die Stadt.
Im Jahr 1351 trat Göttingen der Hanse bei, und obwohl die Stadt ihre Blütezeit im Mittelalter erlebte, war sie auch von politischen Konflikten geprägt, wie die Machtkämpfe zwischen den lokalen Adligen zeigen. Diese Geschichte hat dazu geführt, dass Göttingen heute nicht nur auf ein stolzes Erbe zurückblickt, sondern auch auf eine lebendige akademische Tradition, die mit der Gründung der Universität Göttingen im Jahr 1737 ihren Höhepunkt fand, wie auf Wikipedia nachzulesen ist.
Kultur und Wissenschaft
Göttingen ist auch heute noch stark von seinem Studenten- und Wissenschaftsleben geprägt. Die Stadt hat über 44 Nobelpreisträger hervorgebracht und beherbergt eine der ältesten Universitäten Deutschlands. Das klassizistische Hauptgebäude der Universität im Stadtzentrum ist nicht nur ein architektonisches Highlight, sondern auch ein Symbol für den wissenschaftlichen Ruhm der Stadt. Jährlich zieht das Internationale Händel-Festival zahlreiche Besucher an und bereichert das kulturelle Leben, wie auf Germany Travel beschrieben wird.
Die Altstadt mit ihren mittelalterlichen Stadtmauern und vielen historischen Gebäuden, wie die St. Albani Kirche, erzählt von der langen Geschichte der Stadt, während die Gänseliesel vor dem Alten Rathaus ein beliebtes Wahrzeichen und ein beliebtes Fotomotiv für Touristen ist.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Göttingen nicht nur eine Stadt mit einer reichen Vergangenheit, sondern auch eine Stadt der Herausforderungen ist. Ehsan Kangarani hebt mit seiner klaren Positionierung die Notwendigkeit hervor, die Verantwortung für die Lebensumstände der Bewohner zu klären und zeigt damit auch seinen politischen Ehrgeiz auf. Es bleibt abzuwarten, welche Entscheidungen getroffen werden und wie sie die Zukunft dieses historischen Standorts formen werden.