Unkel gewinnt Deutschen Kita-Preis 2025: Ein Vorbild für Inklusion!
Peine feiert einen bedeutenden Erfolg beim Deutschen Kita-Preis 2025 mit dem ersten Platz für lokale Bildungsbündnisse und wertvolle Förderpreise.

Unkel gewinnt Deutschen Kita-Preis 2025: Ein Vorbild für Inklusion!
In einer feierlichen Zeremonie am 30. November 2025 wurde die inklusive Kita Unkel aus Rheinland-Pfalz zur “Kita des Jahres 2025” gekürt. Moderatorin Barbara Schöneberger und Bundesbildungsministerin Karin Prien leiteten die Veranstaltung und hoben den hohen Stellenwert frühkindlicher Bildung hervor. Prien betonte, dass die bevorstehende Senkung der Kinderzahlen auch als Chance für eine Verbesserung der Betreuungsqualität gesehen werden kann. Zudem wurden dringende Forderungen nach mehr Kitaplätzen in unterstützungsbedürftigen Regionen laut, denn viele Familien benötigen dringend Unterstützung in den Übergangsphasen des Lebens.
Der Gewinn der Kita Unkel, die mit 25.000 Euro Preisgeld belohnt wurde, hebt einen besonderen Fokus auf Inklusion und individuelle Förderung hervor. Die Einrichtung arbeitet eng mit dem Heilpädagogisch-Therapeutischen Zentrum Neuwied zusammen. Ein Therapiehund namens Karl spielt dabei eine entscheidende Rolle: Er kann epileptische Anfälle erkennen und trägt so zur Sicherheit der Kinder bei. Die Kids der Kita haben bereits große Pläne für das Preisgeld, denn sie wollen ein Elefantengehege und Pferde finanzieren.
Preisträger und ihre Projekte
Aber nicht nur die Kita des Jahres konnte strahlen. Der erste Platz in der Kategorie “Lokales Bündnis für frühe Bildung des Jahres” ging an die Präventionsketten im Landkreis Peine in Niedersachsen, die ebenfalls mit 25.000 Euro bedacht wurden. Deren Ziel ist es, Kinder und Familien in Übergangsphasen umfassend zu unterstützen. In der Kategorie “Kita des Jahres” belegte die Kita St. Nikolaus aus Rheinland-Pfalz den zweiten Platz und erhielt 15.000 Euro. Den gleichen Betrag konnte der Blau-Weiße Bewegungsraum aus Bochum für sich verbuchen, der den zweiten Platz in der Kategorie “Lokales Bündnis für frühe Bildung” belegte.
In Schleswig-Holstein durfte sich die Kindertagesstätte Moordamm über den dritten Platz in der Kategorie “Kita des Jahres” freuen, während das Bündnis “Familienbildung im Landkreis Mühldorf am Inn” in Bayern ebenfalls den dritten Platz erzielte. Die Anerkennungspreise wurden an zehn weitere Kitas und Bündnisse vergeben, die jeweils 1.000 Euro erhielten.
Gemeinsame Anstrengungen für bessere Bildung
In ihrer Rede hob Annegret Kramp-Karrenbauer, Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, die Bedeutung von Professionalität und Zusammenarbeit im Bildungsbereich hervor. Sie nennt die Einführung eines Qualitätsentwicklungsgesetzes als notwendig, um die Standards in Kitas weiter zu verbessern. Der gesamte Preisfonds des Deutschen Kita-Preises belief sich in diesem Jahr auf stolze 110.000 Euro, was die Anerkennung und Wertschätzung für die Leistungen in der frühkindlichen Bildung unterstreicht.
Abschließend sei erwähnt, dass bereits eine nächste Bewerbungsrunde für den Deutschen Kita-Preis ab Mitte Januar 2026 ins Haus steht. Für alle Interessierten bietet das Bundesministerium für Bildung und Forschung zusammen mit der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung vielfältige Informationen zur Weiterentwicklung der Kinderbetreuung an, die in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden soll, und darauf hinweist, wie wichtig diese Institutionen für unsere Gesellschaft sind. Die Webseite des Ministeriums hält dazu aktuelle Informationen bereit.