PowerCo-Beschäftigte fordern Jobgarantie: Zukunft von Salzgitter in Gefahr!

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In Salzgitter fordert die PowerCo-Belegschaft langfristige Beschäftigungssicherung amid Tarifkonflikten und milliardenschweren Verlusten.

In Salzgitter fordert die PowerCo-Belegschaft langfristige Beschäftigungssicherung amid Tarifkonflikten und milliardenschweren Verlusten.
In Salzgitter fordert die PowerCo-Belegschaft langfristige Beschäftigungssicherung amid Tarifkonflikten und milliardenschweren Verlusten.

PowerCo-Beschäftigte fordern Jobgarantie: Zukunft von Salzgitter in Gefahr!

Unruhe macht sich breit bei PowerCo in Salzgitter, besonders nach der jüngsten Betriebsratsversammlung Ende Oktober. Die Beschäftigten fordern klare Zusagen zur langfristigen Beschäftigungssicherung. Laut automobil-produktion.de warnte Betriebsratsvorsitzender Björn Harmening vor falschen Sparsignalen, die die Zukunft der Batterieproduktion gefährden könnten. Seine Botschaft ist klar: Die Geduld der Mitarbeiter sei am Ende.

PowerCo SE, eine Tochtergesellschaft von Volkswagen, hat rund 1.200 Mitarbeitende und ist für die Entwicklung und Produktion von Batteriezellen für Elektrofahrzeuge zuständig. Trotz der Stellung als zentraler Baustein in der Elektromobilitätsstrategie von VW, gibt es in Salzgitter keine klare Beschäftigungsgarantie – ein Punkt, der den Betriebsrat alarmiert. Die Unternehmensführung meldet zwar milliardenschwere Gewinneinbrüche, die den Druck auf Investitionen und Zukunftsprojekte erhöhen, aber die Rückendeckung für die Arbeitnehmer bleibt aus.

Verfahren im Tarifkonflikt

Die Gespräche mit der IG Metall sind ins Stocken geraten. Wie igmetall.de berichtet, lehnt der VW-Konzernvorstand verbindliche Beschäftigungsgarantien ab, was die Verhandlungen zusätzlich erschwert. Bereits seit November 2024 fordert die IG Metall eine Entgeltsteigerung von 7 Prozent zur Sicherung der Kaufkraft, doch diese wäre nur mit einer Beschäftigungssicherung verknüpfbar. Alina Roß, Verhandlungsführerin der IG Metall, betont, dass die Sicherung der Arbeitsplätze als Bekenntnis zum Standort notwendig sei.

Währenddessen intensiviert der Betriebsrat den Austausch mit der Landesregierung und der Gesamtbetriebsrat. Es wird deutlich, dass die Mitarbeiter und die IG Metall substantielle Fortschritte seitens der Arbeitgeber erwarten. Auch wenn die IG Metall Gesprächsbereitschaft signalisiert, verlangen die Beschäftigten klare Zusagen, bevor sie einem Tarifabschluss zustimmen.

Die Rolle von Volkswagen

Nach einem Einigungsversuch im Dezember 2024, wie auf tagesschau.de zu lesen ist, hat Volkswagen 35.000 Stellenabbau bis 2030 angekündigt, jedoch sollen alle Werke bis dahin erhalten bleiben. Eine sozialverträgliche Umsetzung wurde in Aussicht gestellt und betriebsbedingte Kündigungen sind bis Ende 2030 ausgeschlossen. Dennoch bleibt die Unsicherheit an den Standorten bestehen, insbesondere in Salzgitter, wo eine klare Strategie und langfristige Planung fehlen.

Die laufenden Tarifverhandlungen und die Diskussionen um die Ausbildung sowie die Schaffung resilienter Strukturen zeigen, wie wichtig die lokale Wertschöpfung für die Zukunft von PowerCo und damit für die gesamte Region ist. Die Beschäftigten brauchen einen festen Stand, um die Herausforderungen der Elektromobilität meistern zu können.

Insgesamt steht PowerCo an einem entscheidenden Punkt. Die Forderungen nach einer langfristigen Beschäftigungsgarantie und klaren Standortplänen sind unumgänglich, um die Zukunft der Mitarbeitenden und die Elektromobilitätsstrategie von Volkswagen zu sichern. Ob der Konzern bereit ist, diesen Forderungen nachzukommen, bleibt abzuwarten.