Solidarität für Maja T.: Protest gegen unmenschliche Haftbedingungen!

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Der Fall von Maja T., einer antifaschistischen Aktivistin, wirft Fragen zur Rechtsstaatlichkeit in Ungarn auf. Proteste gefordert!

Der Fall von Maja T., einer antifaschistischen Aktivistin, wirft Fragen zur Rechtsstaatlichkeit in Ungarn auf. Proteste gefordert!
Der Fall von Maja T., einer antifaschistischen Aktivistin, wirft Fragen zur Rechtsstaatlichkeit in Ungarn auf. Proteste gefordert!

Solidarität für Maja T.: Protest gegen unmenschliche Haftbedingungen!

In den letzten Monaten hat der Fall der nicht-binären antifaschistischen Aktivistin Maja T. aus Deutschland internationale Wellen geschlagen. Maja wird vorgeworfen, im Februar 2023 während des „Tag der Ehre“ in Budapest mehrere Neonazis angegriffen zu haben. Dieser Tag, der von rechtsextremen Gruppen als Gedenktag für den Ausbruchsversuch der Wehrmacht und Waffen-SS gefeiert wird, hat beim Aufeinandertreffen von Antifaschist*innen und Neonazis in Ungarn für Aufregung gesorgt. Maja T. und andere Aktivist*innen sind im „Budapest-Komplex“ angeklagt, wobei Maja am 8. Oktober 2025 in einer ungarischen Gerichtssaal auftrat, begleitet von maskierten Polizisten in Handschellen.Indymedia berichtet

Die Situation für Maja ist dramatisch. Sie verbüßt seit über 560 Tagen Isolationshaft in Ungarn, die von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen als Foltermethode betrachtet wird. Die Haftbedingungen sind laut dem Antifolterkomitee des Europarats menschenunwürdig, mit Berichten über körperliche Misshandlungen und erniedrigende Nacktkontrollen. Maja hat geäußert, dass das Gefühl, in einer Zeit zu leben, in der die Welt weitergeht, während sie stillsteht, eines der schwersten Dinge für sie sei. Trotz der Schwere der Vorwürfe und der Bedenken hinsichtlich humaner Haftbedingungen hat der deutsche Außenminister Wadephul bislang keine Fortschritte bei der Verbesserung ihrer Situation in Ungarn erzielt.

Politische Dimension des Falls

Der Fall Maja T. wirft auch eine bedeutende politische Frage auf. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat die antifaschistische Bewegung Antifa als terroristische Organisation bezeichnet, was viele als eine gezielte Kriminalisierung der Aktivisten sehen. Ein Weg zur Rechtsstaatlichkeit ist dabei nicht in Sicht: Das Bundesverfassungsgericht in Deutschland hat entschieden, dass Maja vor dem Hintergrund ihrer nicht-binären Identität und der potenziellen Unverhältnismäßigkeit der Haftbedingungen nicht in Ungarn verurteilt werden sollte. Doch während die rechtsradikale Szene an Einfluss gewann, wird Maja weiterhin mit 24 Jahren Haft bedroht, sollte sie verurteilt werden, eine Sorge, die auch ihre Familie bewegt.DW berichtet

Die kommende Verhandlung könnte entscheidend für Maja sein, und eine Demonstration am 18. Januar 2026 vor dem Hotel Mercator in Itzehoe soll Druck auf die Politik ausüben. Währenddessen wird ein Prozess in Deutschland erhofft, der bessere Bedingungen ermöglicht. Einige Aktivist*innen sprechen von einer Solidaritätsbewegung, die nicht nur lokale, sondern auch globale Dimensionen hat. Angesichts internationaler Repressionen gegen antifaschistische Bewegungen, sei es in den USA unter Trump oder in Ungarn unter Orbán, sind viele bereit, sich für die Rechte der Betroffenen einzusetzen und ihre Stimmen zu erheben.Indymedia

Gesellschaftliche Frameworks und Menschenrechte

Die politische Landschaft in Ungarn ist geprägt von Gesetzen, die gegen queere Menschen gerichtet sind. Diese Gesetze, die 2021 mit dem sogenannten „Propaganda-Gesetz“ eingeführt wurden, kriminalisieren die Darstellung von homosexualität und vielfältigen Geschlechtsidentitäten bei Minderjährigen. Diese Entwicklung trägt zur Stigmatisierung von sexuell und geschlechtlich vielfältigen Personen bei. Gergely Karácsony, der Bürgermeister von Budapest, wehrt sich gegen diese repressiven Maßnahmen und plant, die Budapest Pride als „städtische Veranstaltung“ auszurichten, trotz eines offiziellen Verbots.Amnesty International berichtet

Das ständige Überwachen und Bestrafen von queeren Identitäten in Ungarn spiegelt eine gefährliche Entwicklung wider, die sich nicht nur auf das Individuum, sondern auf die gesamte Gesellschaft auswirkt. Maja T. steht symbolisch für den Widerstand gegen diese Repressionen, und der internationale Aufruf zur Solidarität wird täglich lauter. Die Gemeinschaft erhebt sich, um zu zeigen, dass die Kämpfe für Freiheit und Gleichheit universell sind.