Bremen im Fokus: ESA-Konferenz plant Rekordbudgets für die Raumfahrt!

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Bremen richtet am 26. und 27. November 2025 die ESA-Ministerratstagung aus, um die Zukunft der europäischen Raumfahrt zu diskutieren.

Bremen richtet am 26. und 27. November 2025 die ESA-Ministerratstagung aus, um die Zukunft der europäischen Raumfahrt zu diskutieren.
Bremen richtet am 26. und 27. November 2025 die ESA-Ministerratstagung aus, um die Zukunft der europäischen Raumfahrt zu diskutieren.

Bremen im Fokus: ESA-Konferenz plant Rekordbudgets für die Raumfahrt!

Am 26. und 27. November versammelt sich die europäische Raumfahrtgemeinschaft in Bremen. An diesem bedeutenden Treffen der ESA-Ministerratstagung unter der Leitung von Josef Aschbacher wird beschlossen, wie die nächsten drei Jahre der Raumfahrt in Europa gestaltet werden. Der Fokus liegt auf der Sicherstellung der Unabhängigkeit Europas in der Raumfahrt und der Verhinderung der Abwanderung von Talenten und Unternehmen aus dieser zukunftsträchtigen Branche. Welt berichtet, dass Bremen als bedeutender Raumfahrstandort gilt, mit etwa 140 Unternehmen, darunter große Akteure wie Airbus und ArianeGroup, die zusammen jährlich vier Milliarden Euro erwirtschaften.

Deutschland hat bei dieser Konferenz die wertvolle Rolle des Ratsvorsitzes übernommen. Es wird ein Budget von satten 22 Milliarden Euro für die ESA angestrebt – ein klarer Anstieg im Vergleich zum bisherigen Etat von 17 Milliarden Euro. Dabei wird ein höherer deutscher Beitrag als der zuletzt bewilligte Betrag von 3,5 Milliarden Euro erwartet. Die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg und Bremen setzen sich für sechs Milliarden Euro ein und sehen positive Signale von der Bundesregierung, was die Finanzierung angeht.

Strategische Ziele und Herausforderungen

Die Erwartungen an die bevorstehende Ministerratskonferenz könnten nicht höher sein: Neben den finanziellen Entscheidungen geht es um die zentrale Frage, wie Europa in der Raumfahrt gegenüber den USA aufholen kann. Aktuell macht Europa lediglich 10 Prozent der globalen Investitionen in diesen Sektor aus, obwohl unsere europäische Industrie 20 Prozent des globalen Marktes abdeckt. BDLI hebt hervor, dass die Konferenz als Wendepunkt in der europäischen Raumfahrtstrategie angesehen wird und die Notwendigkeit betont, einen unabhängigen Zugang zum All zu sichern.

In der geopolitischen Situation ist vor allem die Abhängigkeit von anderen Staaten ein drängendes Thema. Europa braucht einen eigenen Zugang zur bemannten Raumfahrt, besonders nach dem Wegfall der russischen Sojus-Raketen. Die Abhängigkeit zeigt sich auch bei der Erreichung des Mondes – aktuell sind wir auf die USA angewiesen. Hier könnte ein starkes nationales Raumfahrtprogramm von 500 Millionen Euro, wie es im BDLI-Positionspapier vorgeschlagen wird, Abhilfe schaffen.

Investitionen in die Zukunft

Zur Konferenz werden etwa 500 Teilnehmende aus 23 Mitgliedsstaaten erwartet, darunter Minister sowie Mitarbeiter nationaler Raumfahrtagenturen. Die Investitionsprioritäten des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie schließen insbesondere den Ausbau des Copernicus-Programms zur Umwelt- und Katastrophenüberwachung sowie die Weiterentwicklung der Ariane 6 Rakete ein. Zusätzlich werden Innovationen in der Satellitennavigation und Krisenkommunikation gefordert, um eine starke und resiliente Raumfahrtindustrie zu gewährleisten.

Die Investitionen, die durch diese Beschlüsse fließen, stellen nicht nur ein wirtschaftliches Geschäft dar. Sie stärken auch die Innovationskraft und Schlüsselkompetenzen der deutschen Raumfahrtnation. Statista stellt außerdem fest, dass der Bedarf an Investitionen in die Raumfahrt sogar noch weiter wachsen wird. Die Zukunft Europas im All steht also auf der Kippe, und die bevorstehenden Entscheidungen in Bremen könnten entscheidend für die Souveränität unseres Kontinents sein.