Bremerhaven setzt Maßstab: Erster Autotransporter erhält Landstrom!
Bremerhaven feiert die Premiere der Landstromversorgung für Autotransporter, um Emissionen zu reduzieren und nachhaltige Hafenlogistik zu fördern.

Bremerhaven setzt Maßstab: Erster Autotransporter erhält Landstrom!
In Bremerhaven wird ein neues Kapitel in der Hafenlogistik aufgeschlagen. Mit der heutigen Inbetriebnahme der Landstromversorgung für den Autotransporter “Lake Shirasagi” der Reederei Wallenius Wilhelmsen ist dieses Schiff das erste seiner Art, das während des Aufenthalts im Hafen mit grüner Energie versorgt wird. Diese Premiere, die die Schifffahrt in Europa nachhaltig veränderen könnte, wird am Montag um 13 Uhr feierlich eingeweiht, zu der auch die Wirtschaftssenatorin von Bremen, Kristina Vogt, sowie Vertreter von Bremenports, Wallenius Wilhelmsen und der BLG Logistics erwartet werden, wie Bremen T-Online berichtet.
Das Ziel dieser innovativen Maßnahme? Eine signifikante Reduzierung der Emissionen, vor allem CO2, Stickoxide und Feinstaub, sowie die Verminderung von Lärm im Hafen. Der BLG Auto-Terminal in Bremerhaven ist nicht nur einer der größten Autoumschlagplätze der Welt, sondern auch für die Schaffung von rund 7.000 Arbeitsplätzen verantwortlich, die direkt oder indirekt mit der Fahrzeuglogistik verbunden sind.
Schritt in die grüne Zukunft
Die Einführung von Landstrom ist Teil einer umfassenden Strategie der bremischen Häfen, die auf langfristige Emissionsreduktion abzielt. In den letzten Jahren wurde verstärkt in neue Technik investiert, unterstützt durch Fördermittel. Diese Initiative wird die Hoffnung genährt, dass auch andere Reedereien die Nutzung von Landstrom während der Liegezeit als Standard übernehmen. Bremens Wirtschaftssenatorin betont diese Notwendigkeit, indem sie Landstrom als eine effektive Maßnahme zur Senkung von Emissionen im Hafenbetrieb bezeichnet, wie in Bremenports detailliert ausgeführt wird.
Die Bedeutung dieser Entwicklung wird auch von der Reederei Höegh Autoliners unterstrichen. Ihr CEO Andreas Enger hebt die wertvolle Partnerschaft mit Bremerhaven hervor, die entscheidend für die Erreichung von Klimazielen ist. Der gemeinsame Schritt in Richtung Dekarbonisierung wird durch eine ähnliche Vereinbarung mit MSC für die Containerkaje ergänzt.
Wachsende Nachfrage und neue Standards
Die Aussichten für die Nutzung von Landstrom in Bremerhaven sind vielversprechend. Die Nachfrage wächst. Höegh Autoliners hat sich freiwillig verpflichtet, Landstrom zu nutzen, was auch als Anreiz für andere Reedereien gesehen wird. Neuere Schiffe der Reederei, wie die “Aurora”-Klasse, sind nicht nur landstromfähig, sondern auch „ammonia-ready“ und mit Photovoltaik ausgestattet, um den Anforderungen des Klimaschutzes gerecht zu werden.
Zu den bereits in Planung befindlichen Landstromanlagen gehören drei an den Containerterminals sowie eine für Kreuzfahrtschiffe an der Columbuskaje. Senatorin Vogt fordert nun faire Rahmenbedingungen für die Nutzung von Landstrom, was bezahlbaren grünen Strom und einen ausgebauten Netzausbau umfasst. Auch das wachsende Interesse weiterer Reedereien an der Landstromversorgung zeigt, dass Bremerhaven auf dem besten Weg ist, neue Maßstäbe in der Hafenlogistik zu setzen, wie Bremenports eindrucksvoll darstellt.