Baugenehmigungen in Hamburg: Rekordzuwachs trotz Wohnungsnot!
Altona verzeichnet steigende Baugenehmigungen in Hamburg. Rund 893 neue Wohnungen genehmigt, aber der Bedarf bleibt hoch.

Baugenehmigungen in Hamburg: Rekordzuwachs trotz Wohnungsnot!
In Hamburg hat der Wohnungsbau frischen Wind bekommen! Bis Ende Oktober 2025 wurden in der Hansestadt fast 20 Prozent mehr Baugenehmigungen erteilt als im Vorjahr. Genauer gesagt wurden 4.748 Genehmigungen vergeben, was jedoch weniger als die Hälfte des von Senat gesetzten Ziels von 10.000 ist. Ein Lichtblick ist der Bezirk Wandsbek, der dabei mit 1.624 genehmigten Wohnungen den höchsten Anteil ausmacht. Auch Eimsbüttel (886), Hamburg-Mitte (725) und Altona (509) sind stark vertreten. Interessanterweise blieb die Hafencity in diesem Jahr ohne genehmigte Bauprojekte.
Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnet Hamburg 750 zusätzliche genehmigte Wohnungen, was einem respektablen Plus von 19 Prozent entspricht. Der Direktor des Verbands norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW), Andreas Breitner, mahnt jedoch zur Eile: “Wir haben noch einen langen Weg vor uns, um die angespannte Wohnsituation in Hamburg zu entschärfen.” In Deutschland fehlen Hunderttausende Wohnungen – es bleibt also eine große Aufgabe, hier abzuholen und effektiv gegen die Wohnungsnot vorzugehen.
Sozialwohnungen im Aufwind
Ein besonders erfreuliches Detail ist die Zunahme von Sozialwohnungen. 2024 wurden 3.092 Sozialwohnungen bewilligt, was die höchste Anzahl in den letzten fünf Jahren darstellt. Fast die Hälfte der 6.710 genehmigten Einheiten in diesem Jahr war öffentlich gefördert. Die Gesamtzahl der genehmigten Wohnungen seit 2011 beläuft sich nun auf bemerkenswerte 138.932. In den vergangenen zwölf Monaten stieg die Zahl der genehmigten Wohneinheiten um 1.306 – ein Anstieg von 24,2 Prozent.
Wenn wir uns die Aufschlüsselung der genehmigten Wohneinheiten 2024 anschauen, ergibt sich folgendes Bild:
| Bezirk | Genehmigte Wohneinheiten |
|---|---|
| Wandsbek | 1.952 |
| Hamburg-Mitte | 1.274 |
| Altona | 893 |
| Hamburg-Nord | 1.179 |
| Eimsbüttel | 605 |
| Bergedorf | 194 |
| Harburg | 544 |
| Vorbehaltsgebiete | 69 |
Die Bauqualität im Fokus
Besonders interessant ist der neue Hamburg-Standard, der eine kostengünstigere Bauweise mit dünneren Decken und Wänden sowie ohne Tiefgaragen fördert. Dies könnte dazu beitragen, die Baukosten zu senken und somit mehr Wohnraum zu schaffen. Ein Beispiel ist das Neubauprojekt in Billstedt, wo jedoch Baugrundstücke fehlen. Hier wird eine Initiative für kostenreduziertes Bauen ins Leben gerufen, zunächst im Wilhelmsburger Rathausquartier.
Zusammengefasst zeigt sich: Der Wohnungsbau in Hamburg hat Momentum gewonnen, doch die Herausforderung bleibt, die wachsende Nachfrage nach Wohnraum nachhaltig zu bedienen. Wegen der angespannten Lage müssen Politik und Branche noch enger zusammenarbeiten. Die Weichen sind gestellt – jetzt heißt es, zügig ans Werk zu gehen!