Kabeldiebe schlagen wieder zu: E-Ladesäulen in Stralsund demoliert!
Unbekannte Täter haben in Stralsund E-Ladesäulen beschädigt, was zu einem Gesamtschaden von 82.000 Euro führte. Ermittlungen laufen.

Kabeldiebe schlagen wieder zu: E-Ladesäulen in Stralsund demoliert!
Stralsund sieht sich erneut mit einem besorgniserregenden Anstieg von Vandalismus konfrontiert. In den vergangenen zwei Monaten wurden insgesamt 22 Ladesäulen für Elektroautos im Landkreis Vorpommern-Rügen gezielt zerstört. Laut NDR haben unbekannte Täter die Kupferkabel dieser Ladesäulen abgetrennt und entwendet, was nicht nur für einen massiven finanziellen Schaden sorgt, sondern auch das Vertrauen in die Infrastruktur von E-Autos stark beeinträchtigt.
Besonders alarmierend ist der Schaden, der allein in der Nacht zu Donnerstag auf 32.000 Euro geschätzt wird. Von den insgesamt 22 Ladesäulen wurden 14 bereits Ende September und Anfang Oktober beschädigt. Aktuell wurden acht Ladesäulen auf einem Parkplatz eines Einkaufszentrums in Lüssow demoliert. Alle Ladesäulen stehen auf öffentlich zugänglichen Flächen, was die Angriffe besonders dreist erscheinen lässt.
Dieflüsse auf die E-Mobilität
Die Herausforderungen für die Elektromobilität nehmen zu, wie die Zunahme von Kabeldiebstählen im gesamten Bundesgebiet zeigt. Laut Tagesschau hat EnBW in diesem Jahr bereits über 900 Kabeldiebstähle an mehr als 130 Schnellladestandorten in Deutschland verzeichnet. Diese Vorfälle gefährden nicht nur die Nutzung von Elektrofahrzeugen, sondern belasten auch die Anbieter mit enormen Kosten.
Die Kosten pro Diebstahl liegen zwischen 2.500 und 5.000 Euro. Hinzu kommen Ausfallzeiten der Ladestationen, die mehrere Tage betragen können. Elektrizitätsanbieter werden gezwungen, mehr in Sicherheitsmaßnahmen zu investieren, um sich vor weiteren Vorfällen zu schützen. Dazu gehören unter anderem robustere Kabelsysteme und Echtzeit-Überwachungstechnologien.
Regionaler Kontext
Die aktuellen Vorfälle in Stralsund sind Teil eines landesweiten Trends. Während in den Vorjahren Kabeldiebstähle noch rar waren, zeigen die Statistiken einen besorgniserregenden Anstieg. Anbieter wie EWE Go berichten ebenfalls von einem Anstieg in den mittleren bis hohen zweistelligen Bereich an Diebstählen. Ionity meldet rund 30 gestohlene Kabel in Deutschland und über 100 in Europa in diesem Jahr.
Die Kriminalpolizei hat in Stralsund bereits Ermittlungen wegen des Verdachts des besonders schweren Diebstahls und der Sachbeschädigung aufgenommen. Die örtlichen Vertreter tun gut daran, Maßnahmen zum Schutz der E-Ladesäulen zu verstärken, um zukünftige Schäden zu verhindern. Aktuell ist jede zusätzliche Attacke auf diese Einrichtungen ein Rückschritt für die E-Mobilität in der Region.
Angesichts dieser Gegebenheiten sollten nicht nur die Behörden, sondern auch die Bürgerinnen und Bürger sensibilisiert werden. Es geht nicht nur um finanzielle Aspekte, sondern um die Förderung und den Einsatz umweltfreundlicher Mobilität, die durch solche Vorfälle massiv gefährdet wird.