Mordfall Fabian: Anwalt zieht Parallelen zum Fall Rebecca Reusch

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Im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow sitzt eine tatverdächtige Frau in U-Haft; die Ermittlungen laufen weiter.

Im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow sitzt eine tatverdächtige Frau in U-Haft; die Ermittlungen laufen weiter.
Im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow sitzt eine tatverdächtige Frau in U-Haft; die Ermittlungen laufen weiter.

Mordfall Fabian: Anwalt zieht Parallelen zum Fall Rebecca Reusch

Im Fall um den Mord an dem achtjährigen Fabian aus Güstrow, der am 14. Oktober leblos in einem Wassertümpel bei Klein Upahl entdeckt wurde, gibt es aktuelle Entwicklungen. Eine 29-jährige Frau, die als dringend tatverdächtig gilt, wurde am 6. November festgenommen und sitzt seither in Untersuchungshaft. Diese Festnahme erfolgte vor dem Hintergrund, dass die Ermittler bereits länger einen Blick auf die Frau geworfen hatten. Ihr Verteidiger, Andreas Ohm, beleuchtet die Situation mit einer warnenden Stimme und zieht Parallelen zum Fall der vermissten Rebecca Reusch, die 2019 in den Schlagzeilen war. In dieser Causa wurde ein Verdächtiger zwar festgenommen, jedoch nie schuldig gesprochen. FR.de berichtet, dass Ohm betont, dass ein dringender Tatverdacht nicht automatisch die Schuld der Beschuldigten bedeutet und die Indizien, die zu ihrem Haftbefehl führten, noch eingehend geprüft werden müssen.

Zu einem anderen Blickwinkel kommt Christine Habetha, die Anwältin von Fabians Mutter. Ihre Einschätzung ist eine ganz andere: Sie sieht den Haftbefehl als auf „gerichtsverwertbaren Tatsachen“ basierend. Die Tatverdächtige selbst hat bislang geschwiegen und brach nach ihrer Festnahme in Tränen aus. Es bleibt unklar, welche Motivation hinter dieser schrecklichen Tat steckt, zumal die Polizei vermutet, dass Fabian nicht am Fundort getötet wurde.

Ermittlungen und Hinweise

Die Ermittlungen sind nach wie vor in vollem Gange, und die Polizei wertet aktuell Hinweise aus der Fernsehsendung „Aktenzeichen XY“ aus. Ein wichtiger Aspekt, der in den Fokus rückt, ist ein verkohlter Handschuh, der in der Nähe des Fundorts von Fabians Leiche gefunden wurde und nun zur weiteren Aufklärung des Verbrechens beitragen soll. Wahrscheinlich wurde der Körper des Jungen angezündet, um eventuell vorhandene Spuren zu verwischen, was die Ermittler vor eine erneute Herausforderung stellt. Die Kriminalpolizei hat den Verdacht geäußert, dass Fabian möglicherweise an einem anderen Ort getötet wurde, bevor sein Leichnam abgeladen wurde.

Vor dem Hintergrund der allgemeinen Kriminalitätsentwicklung in Deutschland, die laut der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) des Bundeskriminalamts 2024 eine Abnahme der registrierten Straftaten verzeichnet, hat die Bevölkerung dennoch ein gewisses Sicherheitsgefühl verloren. Obwohl die Statistik zeigt, dass Verbrechen gegen das Leben wie Mord und Totschlag nur 0,1 % der Fälle ausmachen, bleibt die Angst vor solchen Taten präsent; besonders in Stadtstaaten wie Berlin, Bremen oder Hamburg sind die Menschen laut Statista Statista einem höheren Risiko ausgesetzt, Opfer eines Verbrechens zu werden.

Der Fall Fabian stellt besonders dramatische Fragen auf, nicht nur aufgrund der Art des Verbrechens, sondern auch durch die Art und Weise, wie Ermittlungen durchgeführt werden und möglicherweise auch von der öffentlichen Wahrnehmung beeinflusst werden. Die kommenden Wochen werden entscheidend sein, um die Verstrickungen und wahre Hintergründe dieses tragischen Vorfalls weiter aufzudecken.