Trauer um Fabian (8): Mordfall aus Güstrow bleibt ungelöst!
Der Fall des 8-jährigen Fabian aus Güstrow: Er verschwand und wurde tot aufgefunden. Die Ermittlungen laufen, jedoch ohne Verdächtige.

Trauer um Fabian (8): Mordfall aus Güstrow bleibt ungelöst!
Im norddeutschen Güstrow herrscht tiefe Trauer nach dem gewaltsamen Tod des achtjährigen Fabian, der vor drei Wochen spurlos verschwunden war. RTL berichtet, dass die Ermittler trotz intensiver Suche und umfassender Maßnahmen weiterhin ohne Tatverdächtigen dastehen. Das Schicksal des kleinen Jungen hat nicht nur seine Familie, sondern die gesamte Gemeinde in Mitleidenschaft gezogen.
Fabians Leiche wurde am 14. Oktober 2025 von einer Spaziergängerin in der Nähe eines Waldes bei Klein Upahl gefunden. Eine rechtsmedizinische Untersuchung bestätigt, dass das Kind Empfänglichkeit von Gewalteinwirkung zeigte. „Die Obduktion fand am 15. Oktober statt“, berichtet der erfahrene Rechtsmediziner Fred Zack, der an den Ermittlungen beteiligt ist und über 40 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet hat. Details zu den genauen Umständen des Todes bleiben aufgrund ermittlungstaktischer Gründe jedoch rar, um die laufenden Ermittlungen nicht zu gefährden.
Ermittlungen im Gange
Harald Nowack, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Rostock, stellt klar, dass ein Sexualdelikt, das in solch tragischen Fällen oft vermutet wird, ausgeschlossen werden kann. „Die Ermittlungen laufen weiter, und wir haben bereits einige Zeugen vernommen“, lässt er verlauten. Doch die Qualität der Zeugenaussagen bleibt auch in dieser Situation von höchster Priorität. Zu viele Informationen könnten die Konsistenz der Aussagen beeinträchtigen und die Ermittlungen behindern.
In den letzten Wochen kam es zu mehreren Durchsuchungen, unter anderem am 20. Oktober in einem landwirtschaftlichen Betrieb in Zehna und am 23. Oktober in einem Entsorgungsunternehmen, wobei die Einsatzkräfte in Schutzanzügen vor Ort waren. Bis dato konnte jedoch noch kein Verdächtiger identifiziert werden, was die Frustration unter den Anwohnern weiter steigert.
Eine Gemeinde in Trauer
Die Trauerfeier für Fabian wird am Donnerstag stattfinden und zahlreiche Menschen aus der Umgebung werden sich die letzte Ehre erweisen. Die Gemeinschaft ist erschüttert, und viele fragen sich, wie es zu solch einem grausamen Verbrechen kommen konnte. „Das Fehlen von Festnahmen bedeutet nicht, dass keine Hinweise existieren. Wir stehen weiterhin in Kontakt mit den Ermittlern“, so Kriminalexpertin Alexandra Rietz.
In Deutschland ist die Kriminalität zwar insgesamt gesunken, wie die Polizeiliche Kriminalstatistik 2024 zeigt, jedoch sind gewaltsame Verbrechen, insbesondere gegen das Leben, nach wie vor ernste Themen. Im Jahr 2024 wurden 285 Mordopfer verzeichnet. Es ist erschreckend zu sehen, wie selbst die kleineren Gemeinden betroffen sind, wenn man bedenkt, dass in diesem Jahr bislang 14 Mordfälle weniger als im Vorjahr registriert wurden. Solche Zahlen machen bewusst, wie prävalent Gewalt in unserer Gesellschaft nach wie vor ist.
Könnten die Ergebnisse der intensiven Ermittlungen im Fall Fabian möglicherweise das Licht der Wahrheit ans Tageslicht bringen? Nur die Zeit wird es zeigen. Die Abschottung der Ermittler mag zunächst entmutigend erscheinen, doch sie könnte auch den Schlüssel zur Aufklärung liefern.