Katastrophe in Neubrandenburg: Zugunglück fordert drei Leben!
Am 23. November 1985 ereignete sich in Neubrandenburg ein schwerer Eisenbahnunfall mit zahlreichen Verletzten und Todesfällen.

Katastrophe in Neubrandenburg: Zugunglück fordert drei Leben!
Am 23. November 1985 ereignete sich ein tragischer Eisenbahnunfall in Neubrandenburg, der bis heute in den Köpfen der Menschen präsent ist. Dies war nicht nur ein unglückliches Ereignis, sondern eine der schlimmsten Katastrophen im Bahnverkehr der DDR in den 1980er Jahren. Die schreckliche Szene, als sich die Sitzbänke lösten und auf die Fahrgäste zukamen, bleibt unvergessen.
Zu dieser Zeit war eine junge Frau namens K. mit ihrer Familie im Zug unterwegs, als der Unglückszug unter einer Brücke nach Trollenhagen fuhr. Die Situation eskalierte schnell: Während ihr Mann und sie versuchten, ihre Kinder zu retten, wurde sie selbst schwer verletzt. Ihre anschließende Behandlung im Bezirkskrankenhaus Neubrandenburg dauerte zehn Tage. Bei diesem Unfall verloren drei Menschen ihr Leben, und zwanzig weitere wurden verletzt, darunter fünf schwer.
Die Katastrophe im Detail
Der Unfall war die Folge eines Zusammenstoßes zwischen einem Rangierzug und einem Güterzug mit Personenbeförderung. Der GmP-Zug hatte 25 Passagiere an Bord und war um 14:27 Uhr von Friedland abgefahren. Gleichzeitig fanden auf der eingleisigen Strecke Rangierarbeiten statt, die zu gefährlichen Missverständnissen zwischen dem Fahrdienstleiter und dem Schichtleiter führten.
Erfreulicherweise erkannten die Lokführer der Züge rechtzeitig die drohende Kollision und sprangen vor dem Aufprall ab. Diese schnelle Reaktion verhinderte möglicherweise noch schlimmere Konsequenzen. Dennoch wurde der materielle Schaden auf rund 550.000 Mark geschätzt, während etwa 87.000 Mark für zusätzliche Sachschäden anfielen. Die große Gefahr kam von auslaufenden 27.000 Litern Benzin und 63.000 Litern Kerosin, die ins Erdreich gelangten.
Rettung und Reaktion
Die Rettungsaktion begann nur fünf Minuten nach dem Unfall, doch die Feuerwehr hatte es schwer, die Verletzten zu erreichen. Einige betroffene Passagiere mussten bis zu zwei Stunden auf ihre Transportmittel ins Krankenhaus warten. Solche Wartezeiten sind in Krisensituationen besonders alarmierend und setzen die Rettungsdienste unter enormen Druck.
Die Ermittlungen nach dem Unglück konzentrierten sich stark auf den Fahrdienstleiter und den Schichtleiter, die daraufhin in Untersuchungshaft genommen wurden. Letztlich wurde der Schichtleiter zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Für die Betroffenen war diese Katastrophe nicht nur eine Frage der Verantwortung, sondern auch eine schmerzhafte Erinnerung, die mit einem Verlust von Vertrauen in das Bahnwesen verbunden war.
In den Tagen nach dem Unglück blieb die Strecke zwischen Neubrandenburg und Friedland gesperrt, während umfassende Aufräumarbeiten durchgeführt wurden. Diese umfassten die Beräumung der defekten Lokomotiven und Waggons sowie den Austausch von 1500 Kubikmetern mit Benzin verseuchtem Boden, was die Dramatik der Situation zusätzlich verdeutlicht.
Für weitere Informationen über andere Eisenbahnunfälle in Deutschland und deren Hintergründe können Sie einen Blick auf die Seite von Wikipedia werfen, die eine umfassende Liste bietet: Eisenbahnunfälle in Deutschland.
Am 23. November jährt sich die Katastrophe nun zum 40. Mal, und wir gedenken der Opfer und der tapferen Rettungskräfte, die an diesem schicksalhaften Tag im Einsatz waren. Ihr Engagement und ihre Schnelligkeit haben vielen das Leben gerettet. Die Erinnerung an diesen Tag bleibt lebendig, und wir hoffen, dass aus diesen tragischen Ereignissen Lehren gezogen werden, um zukünftige Unfälle zu verhindern.