Neuer Strom für Mecklenburg-Vorpommern: Alte Leitung wird ersetzt!

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Neubrandenburg investiert in die Zukunft: Der Umbau der Ostsee-Havel-Leitung sichert erneuerbare Energien für die Region.

Neubrandenburg investiert in die Zukunft: Der Umbau der Ostsee-Havel-Leitung sichert erneuerbare Energien für die Region.
Neubrandenburg investiert in die Zukunft: Der Umbau der Ostsee-Havel-Leitung sichert erneuerbare Energien für die Region.

Neuer Strom für Mecklenburg-Vorpommern: Alte Leitung wird ersetzt!

Selbst in der Zeit der DDR spielte die Ostsee-Havel-Leitung eine bedeutende Rolle, indem sie Strom aus Kernkraftwerken nach Berlin transportierte. Zeit für einen Wechsel! Die alte Leitung hat ihre besten Jahre hinter sich und wird nun durch eine moderne Infrastruktur ersetzt, die nicht nur leistungsstärker ist, sondern auch grünen Strom transportieren wird. Ein Nebeneffekt: Die kommenden zehn Jahre werden in Mecklenburg-Vorpommern mit dem Neubau beschäftigt sein, wie Nordkurier berichtet.

Das Unternehmen 50Hertz plant einen Ersatzneubau der 380-Kilovolt-Freileitung, die von Lubmin über Iven bis zum Umspannwerk in Berlin-Malchow verläuft. Die bestehende Leitung stammt aus den 1970er Jahren und ist mittlerweile überlastet. Die steigende Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen erfordert eine höhere Übertragungsfähigkeit, die von 2.520 Ampere auf satte 4.000 Ampere gesteigert werden soll. Darüber hinaus wird die neue Infrastruktur über ein neues Umspannwerk in Iven angebunden, was die Effizienz weiter erhöht, so 50Hertz.

Baufortschritt und Trassenverlauf

Die Trasse verläuft größtenteils entlang der bestehenden Leitung, die demontiert wird, und wird die Siedlungen in ihrer Umgebung nicht mehr beeinträchtigen. Dennoch stehen einige Baustellen an: In den Gemeinden Wrangelsburg und Groß Teetzleben wurden alternative Trassenverläufe geprüft. Die ersten beiden Bauabschnitte – von Lubmin nach Iven (Beginn Ende 2028) und von Iven nach Altentreptow-Süd (Beginn 2029) – sind fest eingeplant. Zu gegebener Zeit werden mehrere hundert Grundstückseigentümer kontaktiert, um deren Zustimmung zur Mitnutzung des Landes zu erlangen. Als Beispiel: Eine Entschädigung von über 4.000 Euro kann für die Nutzung von 4.500 Quadratmetern gezahlt werden.

Die neuen Masten werden beeindruckende Höhen von bis zu 70 Metern erreichen und sind dank besserem Rostschutz langlebiger. Zudem wird die neue Leitung auch leiser als die alte sein – ein kleiner, aber feiner Fortschritt für die Anwohner.

Hintergrund: Die Energiewende

Aber warum all diese Anstrengungen? Die Antwort ist einfach: Die Energiewende in Deutschland verlangt nach einem stabilen Stromnetz und einem zügigen Ausbau erneuerbarer Energien. Das Bundesministerium für Wirtschaft hebt hervor, dass Marktteilnehmer und Betreiber neue Lösungen finden müssen, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Insbesondere der mögliche Kohleausstieg bis 2030 stellt eine Herausforderung dar, die wahrscheinlich den Anpassungsbedarf weiter erhöhen wird. Die Kooperation zwischen verschiedenen Netzbetreibern wird ebenfalls immer wichtiger, um mit den neuen Anforderungen Schritt zu halten.

Die Ostsee-Havel-Leitung ist somit ein essentieller Bestandteil dieses Wandels, der nicht nur die Infrastruktur modernisieren, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Situation weiterentwickelt, doch klar ist – die Zukunft wird grün!