Rekordzahl an Bärenangriffen in Japan: Regierung ruft zur Jagd auf!
Neubrandenburg: Aktuelle Nachrichten über tödliche Bärenangriffe in Japan, Maßnahmen der Regierung und demografische Herausforderungen.

Rekordzahl an Bärenangriffen in Japan: Regierung ruft zur Jagd auf!
Japan steht vor einer dramatischen Situation: Mit einer Rekordzahl an tödlichen Bärenangriffen sind die Ängste in der Bevölkerung stark angestiegen. In diesem Jahr wurden landesweit bereits 13 Menschen durch Bären getötet, was die höchste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen darstellt. Dabei sind viele andere Menschen durch Begegnungen mit den Tieren verletzt worden. Die Zentralregierung sieht nun Handlungsbedarf und ermutigt ehemalige Polizeibeamte sowie Berufssoldaten, Jagdscheine zu erwerben, um den dringend benötigten Unterstützungskräften für die Jagd auf Bären zur Seite zu stehen. Nordkurier berichtet, dass die strengen Waffengesetze gelockert wurden und Polizisten nun mit Gewehren auf Bären schießen dürfen, um die Gefahr zu mindern.
Die Zunahme dieser gefährlichen Begegnungen ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen. Zum einen gibt es einen zunehmenden Nahrungsmangel in den Bergwäldern, was den Druck auf die Bären erhöht. Klimawandel und der Rückgang der Bucheckern tragen zu dieser Situation bei. Zum anderen gibt es demografische Herausforderungen: Die ländlichen Gebiete entvölkern sich, während die Bevölkerung altert. In den nördlichen Präfekturen Iwate und Akita finden die meisten der tragischen Vorfälle statt. Auch die Präfektur Fukushima hat bereits von zwei tödlichen Übergriffen berichtet, darunter ein Angriff auf ein älteres Ehepaar vor ihrem Haus.
Geplante Maßnahmen der Regierung
Um gegen die wachsende Gefahr vorzugehen, kündigte Umweltminister Hirotaka Ishihara an, die Ausbildung der Jäger zu verstärken und die Kontrolle der Bärenpopulation zu verbessern. Bereits in diesem Jahr gab es über 200 gemeldete Begegnungen zwischen Menschen und Bären, viele endeten mit Verletzungen. Die Zunahme dieser Vorfälle um mehr als 40% im Vergleich zum Vorjahr zeigt, dass die Situation ernst ist. Um diese Herausforderung in den Griff zu bekommen, plant die Regierung verschiedene Maßnahmen, darunter zusätzliche Schulungen für kommunale Jägerteams und die Implementierung besserer Frühwarnsysteme. Sumikai berichtet, dass auch Überwachungssysteme erprobt werden, um die Wanderbewegungen der Bären zu beobachten.
Die Regierung plant zudem, die Bevölkerung aufzuklären und die Regulierung von Lebensmitteln und Abfällen im ländlichen Raum zu verbessern, um die Bären fernzuhalten. Langfristig möchte man ökologische Pufferzonen zwischen Siedlungen und Wildgebieten wiederherstellen, um eine bessere Koexistenz von Mensch und Tier zu fördern. Die Herausforderungen sind groß, da die Zahl der lizenzierten Jäger von 520.000 in den 1980er-Jahren auf etwa 130.000 gesunken ist und das Durchschnittsalter der Jäger mittlerweile über 60 Jahre liegt. Dies könnte zu einer Lücke im Wildtiermanagement führen, die es dringend zu schließen gilt.
Eine weitere besorgniserregende Entwicklung zeigt sich in der Reaktion der Bevölkerung. Der Gouverneur von Akita, Kenta Suzuki, hat bereits den Einsatz von Soldaten gefordert, um die Sicherheitslage zu verbessern. Während das Militär bei der Aufstellung von Lebendfallen und dem Abtransport getöteter Bären unterstützt, schießt es selbst keine Bären. Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi unterstreicht, dass das Leben der Menschen bedroht ist und dass die Regierung nun alles in ihrer Macht Stehende tun muss, um die Sicherheit der Bürger zu garantieren. Nordkurier hebt hervor, dass auch die verstärkte Kontrolle über Agrarflächen und die Rückhaltung von Lebensmitteln im Freien wichtig sind, um das Risiko weiterer Angriffe zu minimieren.
In dieser alarmierenden Situation ist eine dringende Lösung gefragt. Die Sicherstellung der Sicherheit der Menschen und ein besseres Management der Bärenpopulation müssen Hand in Hand gehen, um das Problem auf lange Sicht zu lösen und die gefährlichen Begegnungen zu minimieren.