Tragisches Eisbaden: Mann ertrinkt beim gefährlichen Abenteuer in Wismar

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40-Jähriger ertrinkt beim Eisbaden in Wismar. Unfall führt zu Todesermittlungen; sichere Verhaltensregeln auf Eis dringend empfohlen.

40-Jähriger ertrinkt beim Eisbaden in Wismar. Unfall führt zu Todesermittlungen; sichere Verhaltensregeln auf Eis dringend empfohlen.
40-Jähriger ertrinkt beim Eisbaden in Wismar. Unfall führt zu Todesermittlungen; sichere Verhaltensregeln auf Eis dringend empfohlen.

Tragisches Eisbaden: Mann ertrinkt beim gefährlichen Abenteuer in Wismar

Ein tragischer Vorfall hat sich am Montagmorgen im frostigen Wismar zugetragen. Ein 40-jähriger Mann, der in einen zugefrorenen Teich tauchte, kam dabei ums Leben. Laut kurier.at hatte der Mann eine Kamera mit Stativ auf der Eisfläche aufgestellt, bevor er in ein eigens dafür geschlagenes Eisloch sprang. Der Zeuge, der beobachtete, dass der Mann nicht wieder auftauchte, alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Tragischerweise wurde der Leichnam des Mannes erst mehrere Stunden später aus dem Wasser geborgen.

Wie die Polizei bestätigte, fanden die Einsatzkräfte zwei Löcher in der Eisschicht und eine laufende Kamera. Auf den Videoaufnahmen ist zu sehen, dass der Mann ins Wasser sprang und nicht zurückkehrte. Um die Suche zu erleichtern, mussten die Feuerwehrtaucher die Eislöcher mit Kettensägen erweitern. Der Einsatz dauerte mehrere Stunden, und um 12:45 Uhr konnte der Mann nur noch leblos aus dem Wasser geborgen werden.

Die Familie des Verstorbenen gab an, dass er nach extremen sportlichen Herausforderungen suchte und seine Unternehmungen in Form von Videoaufnahmen an Familie und Freunde weitergab. Sie waren über sein Vorhaben am Teich informiert. Infolge des Vorfalls wurde ein Todesermittlungsverfahren eingeleitet, um die genauen Umstände zu klären.

Gefahren des Eisbadevergnügens

Die Tragödie in Wismar zeigt wieder einmal die Gefahren auf, die mit dem Betreten von zugefrorenen Gewässern verbunden sind. Wie die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) warnt, kommt es jährlich zu zahlreichen Eiseinbrüchen, häufig mit fatalen Folgen dlrg.de. Besonders Kinder sind oft betroffen, weshalb es gilt, sie frühzeitig über die Risiken aufzuklären.

Waren Sie schon einmal auf zugefrorenem Wasser unterwegs? Viele Menschen gehen sorglos auf Eisflächen, ohne die Dicke und Tragfähigkeit des Eises zu berücksichtigen. Die DLRG empfiehlt folgende Verhaltensregeln: Bei einem Eiseinbruch sollte panikfrei und schnell gehandelt werden. Prüfen Sie zuerst die Dicke des Eises, denn die Sicherheitsstandards verlangen mindestens 15 cm Eisdicke für stehende Gewässer und sogar 20 cm für fließende Gewässer. Offizielle Freigaben für Eisflächen erfolgen oft nicht, da niemand die Dicke des Eises vermisst.

Selbstrettung und Sicherheitstipps

Im Falle eines Eiseinbruchs sind einige Sofortmaßnahmen entscheidend. Die DLRG und Feuerwehr raten dazu, die Ruhe zu bewahren, um die Energie zu sparen und die Unterkühlung zu verlangsamen. Wichtig ist auch, die Aufmerksamkeit anderer zu erregen und frühzeitig Hilfe zu rufen. Ein Selbstrettungsversuch sollte nur unternommen werden, wenn man die eigenen Sicherheitsvorkehrungen beachtet.

Um das Gewicht gleichmäßig zu verteilen, sollte man sich, wenn möglich, flach auf das Eis legen und in Bauchlage zum Ufer kriechen. Bei knisterndem Eis ist darauf zu achten, in einer bestimmten Weise zu agieren: Es ist ratsam, die Arme auszubreiten und mit einem Bein nach dem anderen zurückzuziehen.

In den letzten Wochen hat die DLRG auch ihre Übungsaktivitäten verstärkt, um auf Ernstfälle vorbereitet zu sein. In Kirchheim fand zuletzt eine Übung mit bis zu 80 Einsatzkräften an den Bürgerseen statt. Diese vertiefte Ausbildung soll sicherstellen, dass die Rettungskräfte optimal geschult sind, falls es zu einem Notfall wie dem in Wismar kommen sollte swr.de.

In der kalten Jahreszeit ist mehr Vorsicht geboten denn je. Halten Sie sich an die Verhaltensregeln und genießen Sie die winterlichen Aktivitäten, aber gehen Sie stets mit Bedacht und Respekt gegenüber den Gefahren des Eises.