Maskenpflicht im Delme Klinikum: Gegen Grippe und COVID-19 geschützt!

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Das Delme Klinikum in Delmenhorst führt angesichts steigender Atemwegserkrankungen eine Maskenpflicht auf zwei Stationen ein.

Das Delme Klinikum in Delmenhorst führt angesichts steigender Atemwegserkrankungen eine Maskenpflicht auf zwei Stationen ein.
Das Delme Klinikum in Delmenhorst führt angesichts steigender Atemwegserkrankungen eine Maskenpflicht auf zwei Stationen ein.

Maskenpflicht im Delme Klinikum: Gegen Grippe und COVID-19 geschützt!

In letzter Zeit hat sich die Situation im Delme Klinikum in Delmenhorst zugespitzt. Die Einrichtung hat aufgrund der hohen Zahl an Patientinnen und Patienten mit virusbedingten Atemwegserkrankungen eine Maskenpflicht auf zwei Stationen eingeführt. Aktuell werden dort 14 Patientinnen und Patienten behandelt, darunter 13 mit Influenza und eine Person mit COVID-19. Diese Maßnahme soll helfen, eine weitere Verbreitung der Viren zu verhindern. Geschäftsführer Christian Peters hebt hervor, wie wichtig der Einsatz von Masken ist, um Ansteckungen zu vermeiden, und es wird eine Maskenempfehlung für Mitarbeiter und Besucher in anderen Bereichen des Klinikums ausgesprochen. Trotz der hohen Auslastung der Kapazitäten ist die medizinische Versorgung weiterhin sichergestellt.

In den letzten Wochen ist die Belastung der Kliniken durch Erkältungs- und Grippekrankheiten deutlich angestiegen. Besonders in der ersten Kalenderwoche des Jahres meldeten etwa fünf Millionen Menschen in Deutschland akute Atemwegserkrankungen. Die anhaltende Grippewelle, die üblicherweise im Januar oder Februar ihren Höhepunkt erreicht, deutet darauf hin, dass mehr als 40 Prozent dieser Erkrankungen auf Influenzaviren zurückzuführen sind. Auch das ECDC warnt vor einer schwereren Grippesaison in Europa, nicht zuletzt aufgrund der neuen K-Variante des Influenzavirus.

Ein besorgniserregender Trend

Während die Grippefälle in Deutschland steigen, liest man in Berichten, dass in Italien innerhalb einer Woche rund 800.000 Grippefälle registriert wurden. Das Robert Koch-Institut (RKI) stellt fest, dass akute Atemwegsinfektionen häufig durch verschiedene Viren, darunter auch die Influenza, verursacht werden. Viele glauben, dass ein grippaler Infekt die gleiche Krankheit wie die Influenza ist, doch hier gibt es gravierende Unterschiede. Symptome wie Schnupfen, Husten und Halsschmerzen sind meist milde und treten durch zahlreiche Erreger auf, wohingegen die Influenza durch ein plötzliches Fieber und ein starkes Krankheitsgefühl gekennzeichnet ist.

Ein wichtiges Detail, das oft übersehen wird: Die Grippesaison erstreckt sich von der 40. Kalenderwoche bis zur 20. Kalenderwoche des Folgejahres, was bedeutet, dass der Winter das Hauptfeld für die Verbreitung von Influenza darstellt. Über die tatsächliche Zahl der Krankheitsfälle wird oft zu wenig berichtet, da nicht jeder Patient einen Arzt aufsucht, was zu einer Unterschätzung der Infektionszahlen führt. Daher ist eine gründliche Beobachtung und tatsächliche Erfassung der Krankheitsfälle von essenzieller Bedeutung.

Impfungen und Empfehlungen

Zur Bekämpfung der Influenza stehen Impfstoffe zur Verfügung, die insbesondere bei älteren, chronisch kranken oder immun­supprimierten Menschen Komplikationen wie Lungenentzündung vorbeugen können. Zwar gibt es gegen die meisten Erkältungsviren keine Impfungen, seit 2023 ist jedoch eine RSV-Impfung für ältere Menschen zugelassen, während ab 2024 eine RSV-Prophylaxe für Neugeborene und Säuglinge empfohlen wird.

Besucher des Delme Klinikums können täglich von 13 bis 19 Uhr kommen, wobei für Angehörige von Patientinnen und Patienten auf der Intensivstation spezielle Besuchszeiten nach Absprache gelten. Mit einer leicht angespannteren Situation und einer hohen Anzahl an erkältungsbedingten Fällen bleibt die Gesundheit der Bevölkerung ein wichtiges Thema. Wer also noch nicht gegen die saisonale Influenza geimpft ist, sollte vielleicht einen Termin vereinbaren, um sich und andere zu schützen.

Insgesamt zeigt sich, dass wir trotz der Herausforderungen, die uns die Grippewelle und Erkältungsviren stellen, stets aufmerksam und umsichtig handeln sollten, um sowohl uns als auch die gesundheitlich gefährdeten Gruppen in unserer Gesellschaft zu schützen. Informationen zu aktuellen Atemwegsviren sind auch auf den Internetseiten des RKI zu finden, das regelmäßig Berichte zur Influenza-Aktivität veröffentlicht.