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Am 28. Dezember 2025 haben sich die Pläne für den urbanen Mega-Funpark am Sportplatz des Hermann-Billung-Gymnasiums (HBG) in Celle zerschlagen. Bei einer Informationsveranstaltung im Juni 2023 in der Alten Exerzierhalle zeigte sich bereits, dass das öffentliche Interesse an dem Projekt und die Einbindung der Bürger nicht ausreichend waren. Wie Celler Presse berichtet, befand sich das Projekt von Beginn an im Schlingerkurs und scheiterte am geplanten Standort, was zu Unmut und Unverständnis in der Bevölkerung führte.

In der letzten Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Bauen war die Tagesordnung eher dünn, und dass das Projekt vor dem Aus stand, war für viele Anwesende offensichtlich. Der Schulbetrieb und die Anforderungen an den Sportunterricht standen im Widerspruch zur angestrebten öffentlichen Freizeitnutzung des Platzes. Schulleiter Alexander Hein äußerte, dass es an einer Einbindung in die Gespräche gefehlt habe. Damit blieb die Sichtweise der Schüler und des Schulelternrats außen vor.

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Probleme bei der Planung

Die Stadtverwaltung hatte nach einem Antrag der AfD im November 2024 ein Konzept für den Funpark entwickelt. Doch die Umgestaltung des HBG-Sportplatzes stieß nicht nur auf Freude, sondern auch auf Kritik. Wichtige Absprachen mit dem Landkreis und der Schulleitung wurden versäumt. Der Landrat Axel Flader hatte versucht, zwischen Stadt und Schule zu vermitteln, doch die Verwaltung zog sich schlussendlich vom Vorhaben zurück.

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Insgesamt waren die Projektkosten mit rund 2,9 Millionen Euro veranschlagt worden. Für die Erstellung des Konzepts wurden bereits 22.000 Euro aufgebracht. Die Stadt Celle ist laut Vorschrift verpflichtet, Schulen geeignete Sportanlagen bereitzustellen, weshalb der Schulleiter plant, ein Anforderungsprofil für die schulische Sportanlage zu entwickeln.

Bürgerbeteiligung und Stadtentwicklung

Das Scheitern des Funparks wirft auch ein Licht auf das Thema Bürgerbeteiligung. Im Rahmen der Stadtentwicklung ist die aktive Mitgestaltung durch die Bürger nicht nur wünschenswert, sondern wird zunehmend gefordert. So beschreibt Bürgergesellschaft, dass der frühzeitige Dialog zwischen Bürgern und Kommunen entscheidend ist. In dieser Hinsicht bleibt zu hoffen, dass zukünftige Initiativen im Stadtbereich mehr Raum für Mitgestaltung und Einbindung der Bevölkerung bieten.

Während der Funpark-Projekt gescheitert ist, gibt es jedoch auch positive Nachrichten. Die Stadtwerke Celle haben im Juli ein Bürgerbeteiligungsprojekt gestartet, in dessen Rahmen die Bürger in Solarprojekte investieren können, um von attraktiven Konditionen zu profitieren. Dies könnte ein Schritt in Richtung einer stärkeren Einbindung der Bevölkerung und damit auch eine Hoffnung für zukünftige Stadtentwicklungsprojekte sein.