Delmenhorst plant transparente Haushaltsberatungen: So wird gespart!

Transparenz: Redaktionell erstellt und geprüft.
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Oberbürgermeisterin Petra Gerlach plant transparente Haushaltsberatungen für 2026 in Delmenhorst, um Einsparungen zu erzielen.

Oberbürgermeisterin Petra Gerlach plant transparente Haushaltsberatungen für 2026 in Delmenhorst, um Einsparungen zu erzielen.
Oberbürgermeisterin Petra Gerlach plant transparente Haushaltsberatungen für 2026 in Delmenhorst, um Einsparungen zu erzielen.

Delmenhorst plant transparente Haushaltsberatungen: So wird gespart!

In Delmenhorst stehen die Zeichen auf Veränderung: Oberbürgermeisterin Petra Gerlach (CDU) hat für die Haushaltsberatungen 2026 klare Maßnahmen angekündigt, um die finanzielle Situation der Stadt zu verbessern. Die Pläne sehen eine umfassende Bürgerbeteiligung vor, um Transparenz zu schaffen und die Bürger aktiv in den Prozess einzubeziehen, wie Weser-Kurier berichtet. Im Fokus steht ein riesiges Defizit von über 41 Millionen Euro, was die Verwaltung unter Druck setzt, Einsparungen zu erzielen.

Die Herausforderung, mit der zahlreiche Kommunen heute konfrontiert sind, ist alles andere als neu. Besonders in Zeiten, in denen das Budget durch steigende Kosten und stagnierende Einnahmen belastet wird, wie KGSt erläutert. Krisen wie die Pandemie, Energieknappheit und Inflation verschärfen die Situation deutlich. Ein flexibles und durchdachtes Management der Haushaltsplanung ist, gerade jetzt, unerlässlich.

Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung

Im Rahmen der Haushaltskonsolidierung hat die Stadt Delmenhorst ein Maßnahmenpaket von 3,28 Millionen Euro vorgestellt. Dazu gehört unter anderem eine Mehreinnahmeerwartung aus der Hundesteuer von 110.000 Euro, welche jedoch vom zuständigen Fachausschuss in dieser Woche abgelehnt wurde. Die Verwaltung sieht sich gezwungen, Einsparungen insbesondere bei freiwilligen Leistungen umzusetzen, da die Pflichtaufgaben nicht betroffen sind.

  • Der Kinderschutzbund erhält statt 18.500 Euro lediglich 5.000 Euro.
  • Die Förderung der Schwangerschaftsberatung der Caritas wird von 10.000 Euro auf 5.000 Euro gekürzt.
  • Das Hood-Training wird mit nur 2.000 Euro unterstützt, anstatt der geplanten 17.986 Euro.

Petra Gerlach hat zwar betont, dass kein „Kahlschlag“ geplant sei, doch vielerorts legen die Bürger bereits ein skeptisches Ohr an, wenn es um die angekündigten Einsparungen geht. Die Summe aller Anträge beläuft sich auf 145.465 Euro, genehmigt werden jedoch nur 74.500 Euro. Ein solches Vorgehen wirft Fragen zur tatsächlich angestrebten Transparenz auf, da der Zuschussliste der Verwaltung nicht öffentlich zugänglich ist.

Die Rolle der Bürger

Ein zentraler Punkt in Gerlachs Plan ist die Einbeziehung der Bürger. In Anbetracht der hohen Defizite wird es immer wichtiger, die Stimme der Bürger in den Entscheidungsprozess einzubeziehen. Dieser Ansatz ist nicht nur eine Möglichkeit, die finanzielle Lage in den Griff zu bekommen, sondern fördert auch das Vertrauen der Bürger in die Verwaltung.

Der Druck, die Haushaltskonsolidierung erfolgreich zu meistern, stellt für viele Kommunen eine dauerhafte Herausforderung dar. Reformkompass berichtet, dass viele Städte versuchen, durch interkommunale Zusammenarbeit Einsparungen zu erzielen. Doch auch hier gibt es verschiedene Ansichten: Während die SPD in Vienenburg Kürzungen bei freiwilligen Leistungen ablehnt, sieht die CDU Einsparpotenziale innerhalb des Stellenplans, aber dennoch wird eine Balance zwischen Einsparungen und der Bereitstellung von Dienstleistungen gefordert.

Die kommenden Monate werden entscheidend dafür sein, wie die Stadt Delmenhorst auf die Herausforderungen reagiert. Mit einem offenen Dialog zwischen Verwaltung und Bürgern könnte es gelingen, gemeinsam Lösungen zu finden und dabei die notwendigen Einsparungen zu erreichen, ohne dabei die Lebensqualität zu gefährden. Es bleibt spannend, welche Wege die Stadt noch einschlagen wird, um aus der finanziellen Schieflage herauszukommen.