Neue Niederflurbusse starten: Bessere Mobilität für alle!
Zum Jahresbeginn 2026 ersetzen moderne Niederflurbusse in Göttingen alte Modelle und verbessern Barrierefreiheit und Komfort.

Neue Niederflurbusse starten: Bessere Mobilität für alle!
Im Jahr 2026 startet man bei uns mit einer erfreulichen Neuerung für den öffentlichen Nahverkehr: Zum Jahresbeginn werden auf der Landesbuslinie 160, die von Göttingen über Ebergötzen nach Duderstadt führt, drei moderne Niederflurfahrzeuge in Betrieb genommen. Diese neuen Busse ersetzen die vorherigen Modelle und bringen nicht nur eine erhebliche Verbesserung des Fahrgastkomforts mit sich, sondern setzen auch neue Maßstäbe in der Barrierefreiheit. Wie meineregion365.de berichtet, erfüllen die Fahrzeuge moderne Umwelt-, Komfort- und Sicherheitsstandards, was sie zur idealen Wahl für eine zukunftsorientierte Mobilität macht.
Die Förderung dieser neuen Fahrzeugflotte kommt aus dem Land Niedersachsen, das pro Bus 92.000 EUR zur Verfügung stellt. Der Stückpreis der Fahrzeuge liegt bei 282.500 EUR. „Ein hervorragendes Geschäft für die Region“, freut sich Doreen Fragel, die Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung. Denn die neuen Busse bieten nicht nur mehr Platz, sondern sind auch ein bedeutender Schritt zur Schaffung eines leistungsfähigeren und inklusiveren öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in Niedersachsen, wie Daniel Göbeke von der LNVG betont.
Barrierefreiheit im Fokus
Die neuen Fahrzeuge sind darauf ausgelegt, den Bedürfnissen aller Fahrgäste gerecht zu werden. Insbesondere der vergrößerte Mehrzweckbereich für Rollstuhlnutzer und mobilitätseingeschränkte Personen wurde von Marco Schnieder von den BarriereScouts Göttingen als entscheidender Fortschritt hervorgehoben. „Dieser Schritt ist wichtig für die Teilhabe von Menschen mit Behinderung“, so Schnieder. Das stetige Streben nach Barrierefreiheit im öffentlichen Verkehr ist nicht nur eine gesetzliche Pflicht, wie das Personenbeförderungsgesetz (PBefG) vorschreibt, sondern auch ein echtes Qualitätsmerkmal, das die Lebensqualität aller Nutzer verbessert.
Mobilität ist ein grundlegendes Bedürfnis und entscheidend für die gesellschaftliche Teilhabe. Die UN-Behindertenrechtskonvention fordert, dass der Zugang zu Verkehrsmitteln gewährleistet wird, um eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. In einer modernen Gesellschaft ist es unerlässlich, dass Mobilitätsangebote für alle zugänglich sind, wie auch die Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur betont. Häufig haben gerade Menschen mit Behinderung Schwierigkeiten im öffentlichen Verkehr, sei es aufgrund unzureichender Zugänglichkeit von Fahrzeugen oder Haltestellen.
Ein Blick in die Zukunft
Mit der Einführung der neuen Busse wird ein wichtiges Signal gesetzt: Hier wird nicht nur für die Gegenwart, sondern auch für die Zukunft gedacht. Das Ziel, einen barrierearmen und komfortablen Nahverkehr zu schaffen, der den Bedürfnissen aller Bürger gerecht wird, rückt in greifbare Nähe. „Wir haben hier wirklich die Chance, die Mobilität in unserer Region nachhaltig zu verbessern“, erklärt Rainer Rosenthal, Geschäftsführer von Scheithauer-Reisen. Die positiven Erfahrungen von Jonas Morgenroth, dem Vorsitzenden der Selbsthilfe Körperbehinderter Göttingen e.V., bestätigen diesen Ansatz und zeigen, dass die neuen Busse im Alltag bereits jetzt viele Vorzüge bieten.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Die neue Busflotte setzt nicht nur technische Standards, sondern auch ein Zeichen für Inklusion und gesellschaftliche Verantwortung. Letztlich profitieren alle von einem barrierefreien Öffentlichen Personenverkehr, der den Ansprüchen einer zunehmend diversen Gesellschaft gerecht wird. Die Veränderungen, die das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) mit sich bringt, werden dabei helfen, die Mobilität weiter zu verbessern und langfristig mehr Lebensqualität für alle zu schaffen.