BUND Niedersachsen: Klagewelle gegen Umweltschäden durch A20 und A39!
BUND Niedersachsen informiert über Klagen gegen A20 und A39. Online-Veranstaltung am 3. Dezember zu Umweltschutz und aktuellen Entwicklungen.

BUND Niedersachsen: Klagewelle gegen Umweltschäden durch A20 und A39!
In Norddeutschland brodelt es! Aktuell steht der Straßenbau in der Kritik, vor allem der Bau der Autobahnen A20 und A39, die auf erheblichem Widerstand aus der Bevölkerung stoßen. Der BUND Niedersachsen kündigt eine Prüfung der Genehmigungen der Landesstraßenbaubehörde an, um mögliche Verstöße gegen das Umweltrecht aufzudecken. Sollte sich herausstellen, dass die Genehmigungen fehlerhaft sind, wird der BUND nicht zögern, Klage einzureichen.
Am 3. Dezember 2025 findet eine Online-Veranstaltung statt, die sich mit aktuellen Entwicklungen und der politischen Gesamtsituation rund um die umstrittenen Bauvorhaben beschäftigt. Ziel ist es, den Bürgerinnen und Bürgern Transparenz zu bieten und einen Raum für Fragen zu schaffen. BUND kämpft seit Jahren erfolgreich gegen den Bau neuer Fernstraßen und will nun erneut auf juristische Mittel zurückgreifen, um Klimaschäden und die Zerstörung seltener Lebensräume zu verhindern.
Widerstand auf der Straße
Ein Großteil des Widerstands kommt aus der Lüneburger Bevölkerung, die die Projekte als Bedrohung für ihre Umwelt und Lebensqualität empfindet. Besonders brisant ist die geplante Fällung von Bäumen im Waldgebiet Lüner Holz, das für die A39 in Mitleidenschaft gezogen werden soll. Hier findet jeden dritten Sonntag im Monat eine Mahnwache statt, die auf die drohenden Eingriffe in die Natur aufmerksam macht. Immer wieder wird betont, dass es sich nicht nur um eine bauliche Maßnahme handelt, sondern um einen Eingriff in wertvolle Lebensräume.
Die A20 verläuft von Westerstede nach Bad Segeberg, während die A39 von Lüneburg nach Wolfsburg führt. Aktuell besteht die A39 aus zwei Teilstücken, während zwischen 2027 und 2030 eine „Lücke“ von 105 km neu gebaut werden soll. Diese Ansprüche haben die Gemüter erhitzt und fordern ein Umdenken beim Umgang mit der Infrastruktur.
Nachhaltigkeit im Fokus
Ein neuer Ansatz im Straßenbau könnte das Konzept der Nachhaltigkeitsbilanzierung sein, das von einem Arbeitsausschuss erarbeitet wird. Dies bedeutet, dass beim Bau und der Erhaltung von Straßen nicht nur wirtschaftliche Aspekte, sondern auch ökologische und sozial-kulturelle Faktoren Beachtung finden sollen. Dabei wird auf verschiedene Kriterien geachtet, die von den Emissionsmengen von Treibhausgasen bis hin zur Widerstandsfähigkeit der Bauweisen gegenüber dem Klimawandel reichen. Die Ergebnisse dieser Analyse sollen künftig die Grundlage für neue Straßeninfrastrukturprojekte bilden und helfen, die gesellschaftlichen Zielstellungen besser zu erreichen, wie die FGSV erläutert.
Die Diskussion um den Straßenbau in Norddeutschland ist somit nicht nur ein regionales, sondern auch ein übergeordnetes Thema, das viele Menschen zum Nachdenken anregt. Die kommenden Entwicklungen, insbesondere die Online-Veranstaltung und der weiterhin wachsende Widerstand, dürften zeigen, ob es ein Umdenken in der Politik und den betroffenen Institutionen gibt.