Hausbesitzerin verurteilt: Gewalt gegen Squatter im Bassin d'Arcachon!

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Karine Lellouche wurde für die illegale Vertreibung eines Squatters in Bordeaux verurteilt. Details zur Strafe und Hintergründe.

Karine Lellouche wurde für die illegale Vertreibung eines Squatters in Bordeaux verurteilt. Details zur Strafe und Hintergründe.
Karine Lellouche wurde für die illegale Vertreibung eines Squatters in Bordeaux verurteilt. Details zur Strafe und Hintergründe.

Hausbesitzerin verurteilt: Gewalt gegen Squatter im Bassin d'Arcachon!

Ein skandalöser Vorfall in Andernos, einer kleinen Stadt im französischen Departement Gironde, sorgt derzeit für Aufregung. Am 28. November 2025 wurde die 55-jährige Karine Lellouche vor dem Strafgericht in Bordeaux verurteilt. Grund für die Anklage war ihre Komplizenschaft zu schwerer Gewalt, die zu Verletzungen von bis zu acht Tagen führte. Lellouche hatte in einem verzweifelten Versuch, einen illegalen Squatter aus ihrem geerbten Familienhaus zu vertreiben, zwei Handlanger engagiert.

Der Squatter, Carlos Passerieux, lebte seit Monaten ohne Erlaubnis in dem Anwesen, das Lellouche 2020 nach dem Tod ihres Vaters geerbt hatte. Ihre finanzielle Lage war angespannt, denn sie benötigte den Verkaufserlös des Hauses, um drängende Erbschaftssteuern zu begleichen und drohenden Zwangsversteigerungen zu entkommen. Ein Immobilienentwickler hatte bereits Interesse an dem Grundstück angemeldet, was die Situation für Lellouche weiter verschärfte.

Der dramatische Vorfall

Lellouche erklärte, sie habe für 5.000 Euro Unbekannte engagiert, um Passerieux “weit wegzubringen”. Doch anstatt dass die beiden Handlanger, Medhi Sebite und Christian Epesse Titi, den Squatter unauffällig vertreiben konnten, warteten sie in dem Haus, während Passerieux nicht anwesend war. Einer der Handlanger war mit einer Tränengaspatrone bewaffnet. Die Situation eskalierte, als die Gendarmerie alarmiert wurde und gegen 16 Uhr eintraf, um die beiden Handlanger festzunehmen.

In der Folge gestanden Sebite und Titi, dass sie von Lellouche beauftragt worden waren, das Haus zu befreien. Der Squatter selbst forderte 1.000 Euro für körperliche und 2.000 Euro für seelische Schäden, was die bereits angespannte Lage weiter anheizte. Die Staatsanwältin, Juliette Boy, bezeichnete die Angelegenheit als „Entführungsprojekt“ und forderte eine dreijährige Haftstrafe mit Bewährung für Lellouche.

Die Urteile und ihre Konsequenzen

Schließlich wurde Lellouche zu einem Jahr Haft mit einfacher Bewährung verurteilt. Ihre Handlanger erhielten schärfere Strafen: Sebite bekam ein Jahr Haft, davon zehn Monate ohne Bewährung, und Titi wurde zu 15 Monaten verurteilt, von denen zwölf Monate ohne Bewährung sind. Zudem wurden alle drei zu einer gemeinsamen Entschädigung von 1.200 Euro für Passerieux verurteilt, aufgeteilt in 600 Euro für Gerichtskosten sowie je 300 Euro für körperliche und seelische Schäden. Lellouches Anwältin äußerte Erleichterung über die milden Strafen im Vergleich zu den Forderungen der Staatsanwaltschaft, war aber mit dem Urteil alles andere als zufrieden.

Die gesamte Situation wirft ein Licht auf die Herausforderungen, mit denen Eigentümer in ähnlichen Lagen konfrontiert sind. Seit dem Inkrafttreten der neuen Anti-Squat-Gesetze 2025 ist der Umgang mit illegalen Mietern komplizierter denn je. Mehr Informationen dazu, wie Eigentümer mit solchen Situationen umgehen können, finden sich auf trouvervotreavocat.com.

In vielen Fällen führt die Aussicht auf Zwangsversteigerungen, die als staatliches Mittel zur Durchsetzung offener Geldforderungen durch die Verwertung von Immobilien dienen, zu ernsthaften finanziellen Sorgen für die Eigentümer. Die rechtlichen Rahmenbedingungen hierfür müssen umfassend bekannt sein, um besonnen handeln zu können. Weitere Details dazu sind bei zurecht.de nachzulesen.

Die Entwicklungen rund um Karine Lellouche und den Squatter beleuchten einmal mehr die angespannten Verhältnisse zwischen Mietern und Eigentümern, die aktueller nicht sein könnten.