Frauenpower für Lüneburg: Kommunalpolitik live erleben!
Der Klimaentscheid Lüneburg lädt am 3. Februar 2026 junge Frauen und Migrantinnen zur politischen Mitgestaltung in die Kommunalwahl ein.

Frauenpower für Lüneburg: Kommunalpolitik live erleben!
Frischer Wind in der Politik weht durch Lüneburg: Der Klimaentscheid Lüneburg hat eine interessante Veranstaltung ins Leben gerufen, die am Dienstag, 3. Februar 2026, stattfinden wird. Unter dem Hash-Tag „Politik für alle“ sind Frauen, junge Menschen sowie Personen mit Migrationsgeschichte eingeladen, ihre Stimme zu erheben und sich aktiv in der Kommunalpolitik zu engagieren. Die Veranstaltung beginnt um 19:00 Uhr im Avenir am Fluss, Ilmenaugarten 137c. Hier werden die Ratsmitglieder Pia Redenius von den Grünen und Janine Burkhardt von der Linken über ihre Erfahrungen in Rat und Kreistag Lüneburg berichten.
In Niedersachsen stehen 2026 Kommunalwahlen für Stadtrat und Kreistag an. Der Klimaentscheid erkennt die Notwendigkeit an, vielfältige Perspektiven in der Kommunalpolitik zu integrieren. „Es ist wichtig, dass Politiker*innen aus allen Lebensrealitäten kommen, um die Stimme der Vielfalt zu vertreten“, erklärt Kristin Jordan vom Klimaentscheid. Diese Veranstaltung soll Menschen inspirieren, die denken, Kommunalpolitik sei ein Terrain für andere.
Vielfalt als Schlüssel zur Teilhabe
Ein spannendes Projekt zur Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik lieferten die Autoren Sarah Robinson und Leonie Schütte-Silverio in ihrer Studie 2025, veröffentlicht von der EAF Berlin und dem BMBFSFJ. Darin wird analysiert, wie strukturelle Barrieren aus einer intersektionalen Perspektive betrachtet werden können. „Vielfalt wird als eine demokratische Notwendigkeit angesehen, nicht nur als Symbolpolitik“, heißt es in der Studie, die gute Praktiken und Tipps zur Teilhabe von Frauen in ihrer Vielfalt beleuchtet.
Ein zentraler Punkt der Analyse ist die Betrachtung von Diskriminierungssensibilität in der Sprache sowie der Schaffung sicherer Räume für alle. Die Studie rückt auch wichtige Themen wie Mentoring-Angebote und den Zugang zur digitalen Teilhabe ins Rampenlicht. Schließlich sind gerade Frauen mit Sorgeverantwortung, Migrationsgeschichte oder in benachteiligten sozialen Lagen häufig unterrepräsentiert.
Weitere Initiativen zur Förderung der politischen Teilhabe
Doch der Klimaentscheid ist nicht allein auf weiter Flur: Die CDU und die SPD in Lüneburg haben ebenfalls Veranstaltungen und Trainingskonzepte ins Leben gerufen, um mehr Menschen für die Kommunalpolitik zu gewinnen. Das Ziel ist klar: Es gilt, das politische Engagement in der Bevölkerung zu steigern und die Stimmen der Diversität zu bündeln.
Das Thema politische Teilhabe ist besonders relevant, da der Frauenanteil in deutschen politischen Gremien seit über 20 Jahren stagniert. Auch der Deutsche Bundestag zeigt, dass der Frauenanteil weiterhin bei einem Drittel verharrt, was laut der Bundesstiftung Gleichstellung einer dringenden Lösung bedarf.
Die Lüneburger Veranstaltung am 3. Februar 2026 wird Teil einer größeren Bewegung sein, die darauf abzielt, Menschen zu ermutigen, Verantwortung zu übernehmen und aktiv an der politischen Willensbildung teilzuhaben. Egal ob mit oder ohne Vorwissen – alle Interessierten sind herzlich eingeladen, sich zu vernetzen und Fragen zu stellen.
In der kommenden Zeit wird es weitere Gelegenheiten geben, sich über die Kommunalwahl 2026 zu informieren, darunter ein Online-Austausch am 13. Januar mit Ratsmitgliedern von Bündnis 90/Die Grünen. Es wird deutlich: In der Lüneburger Politik tut sich einiges, und die Türen stehen weit offen für alle, die mitwirken möchten.