E-Scooter-Unfälle in Niedersachsen steigen rasant: Ein Alarmsignal!

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Unfälle mit E-Scootern in Oldenburg steigen 2024 um 97% auf 63. Polizei rechnet für 2025 mit weiteren Zunahmen.

Unfälle mit E-Scootern in Oldenburg steigen 2024 um 97% auf 63. Polizei rechnet für 2025 mit weiteren Zunahmen.
Unfälle mit E-Scootern in Oldenburg steigen 2024 um 97% auf 63. Polizei rechnet für 2025 mit weiteren Zunahmen.

E-Scooter-Unfälle in Niedersachsen steigen rasant: Ein Alarmsignal!

Die E-Scooter sind längst ein gewohntes Bild auf Niedersachsens Straßen, doch die Entwicklung der Unfallzahlen lässt aufhorchen. Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Unfälle mit E-Scootern in Niedersachsen um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden 1.777 E-Scooter-Unfälle registriert, wie das NDR berichtet. Im Vergleich dazu kam es zu fast 13.000 Fahrrad-Unfällen, was den Anteil der E-Scooter-Unfälle am Gesamtunfallgeschehen eher gering erscheinen lässt.

Besonders betroffen sind Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren, wie die örtliche Polizei feststellt. Dabei handelt es sich in der Mehrheit der Fälle um selbstverschuldete Unfälle, die oft ohne Beteiligung anderer Verkehrsteilnehmer geschehen. Ein klarer Hinweis darauf, dass hier einige dazulernen müssen.

Unfallzahlen in Städten

Ein genauerer Blick auf die einzelnen Städte zeigt deutlich, wo die Probleme liegen. In Braunschweig wurden 2024 81 Unfälle verzeichnet, ein Anstieg von 66 im Jahr 2023. In Oldenburg fiel die Bilanz mit 63 Unfällen (im Vorjahr 32) ebenfalls negativ aus, während Göttingen von 39 auf 76 Unfälle kletterte. Hildesheim hat sich nur wenig verändert und bleibt mit 49 Unfällen stabil (46 im Vorjahr).

Stadt Unfälle 2023 Unfälle 2024
Braunschweig 66 81
Oldenburg 32 63
Göttingen 39 76
Hildesheim 46 49

Interessant ist dabei, dass es in den meisten Fällen zu leichten bis schweren Verletzungen kam, jedoch keine tödlichen Unfälle zu beklagen sind. Dies ist natürlich eine erfreuliche Nachricht, könnte aber auch mit fehlenden Sicherheitsvorkehrungen zusammenhängen, denn einen Helm müssen E-Scooter-Fahrer nicht tragen.

Sicherheitsvorkehrungen und Regelungen

Die Polizei rechnet zudem mit einem weiteren Anstieg der E-Scooter-Unfälle im Jahr 2025. Eine detaillierte Statistik dafür wird Anfang 2026 von den Polizeidirektionen erstellt. Die Regeln für die Nutzung von E-Scootern sind klar: Jugendliche ab 14 Jahren dürfen fahren, jedoch bieten einige Leihunternehmen erst ab 18 Jahren E-Scooter an. Zudem sind diese Fahrzeuge auf Gehwegen und in Fußgängerzonen verboten, sie müssen Radwege, Radfahrstreifen oder Fahrradstraßen nutzen. Weiterhin gilt, dass auf jedem E-Scooter nur eine Person fahren darf.

Die Promillegrenze ist mit der für Autofahrer identisch: Im Bereich von 0,5 bis 1,09 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit, ab 1,1 Promille wird es zur Straftat. Für Fahranfänger unter 21 Jahren und beim Führerscheinneuling gilt sogar eine 0,0 Promille-Grenze. Darüber hinaus ist eine Haftpflichtversicherung samt Versicherungsplakette Pflicht, auch wenn das Tragen eines Helms nicht vorgeschrieben ist, wie t-online zusammenfasst.

In Hildesheim sind die Vorschriften streng: E-Scooter dürfen nur in bestimmten Bereichen geparkt werden, anderenfalls drohen zusätzliche Gebühren. Die Polizei hat bereits Kontrolltage eingeführt, um die Sicherheit zu erhöhen und auf die Regeln hinzuweisen. Dies zeigt, dass hier wirklich etwas anliegt – die Sicherheit unserer Verkehrsteilnehmer steht an oberster Stelle.

Zumindest in Wiesmoor wurden E-Scooter zum guten Nutzen eingesetzt: Die Feuerwehr nutzt diese Fahrzeuge für schnelle Einsätze, etwa bei der Personensuche. Auch hier wird sichtbar, dass die Mobilität der E-Scooter in bestimmten Situationen durchaus ihren Wert hat.