Bundesmarine startet in Wilhelmshaven: Ein neuer Anfang für Deutschland!

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Wilhelmshaven markiert den Wendepunkt der Bundesmarine: Am 2. Januar 1956 treten die ersten Freiwilligen ein.

Wilhelmshaven markiert den Wendepunkt der Bundesmarine: Am 2. Januar 1956 treten die ersten Freiwilligen ein.
Wilhelmshaven markiert den Wendepunkt der Bundesmarine: Am 2. Januar 1956 treten die ersten Freiwilligen ein.

Bundesmarine startet in Wilhelmshaven: Ein neuer Anfang für Deutschland!

Am 2. Januar 2026 blicken wir zurück auf ein bedeutendes Datum in der Geschichte der Bundesmarine. Vor 70 Jahren, am 2. Januar 1956, traten in Wilhelmshaven die ersten Freiwilligen der neu gegründeten Bundesmarine an, ein Schritt, der Teil der Wiederbewaffnung Westdeutschlands war und die Integration in die NATO markierte. [NDR] berichtet, dass die damalige Gründung der Bundeswehr am 12. November 1955 den ersten Stein für die military Neuausrichtung legte.

Die ersten Soldaten, die ihren Dienst aufnahmen, waren vorwiegend Abiturienten, Seeleute und Berufsanfänger. Ihre Ankunft in Wilhelmshaven wurde von zahlreichen Schaulustigen und Journalisten verfolgt, was den symbolischen Charakter dieses Ereignisses unterstrich. Während die Marine damals lediglich improvisiert ausgestattet war – marineblaue Uniformen standen zu diesem Zeitpunkt noch nicht zur Verfügung – war dies der Auftakt zu einer neuen Ära.

Integration in die NATO und Aufbau der Marine

Die Bundesmarine musste sich auf eine gründliche Überprüfung ehemaliger Wehrmachtsoffiziere einstellen, die mögliche Verstrickungen in das Naziregime nachweisen sollten. Diese Maßnahmen waren Teil eines umfassenden Plans, die Streitkräfte als „Staatsbürger in Uniform“ in die demokratische Gesellschaft zu integrieren. In diesem Zusammenhang war auch der erste Inspekteur der Marine, Friedrich Ruge, wichtig, dessen Werdegang sowohl in der Kaiserlichen Marine als auch in der NS-Zeit lag. Der 16. Januar 1956 war ein weiterer Meilenstein, an dem die Freiwilligen ihre Ernennungsurkunden erhielten. Doch nicht alle Reaktionen waren positiv. Ein Eklat brach aus, als ein Offizier die umstrittenen NS-Großadmiräle lobte und damit in der Öffentlichkeit für Aufregung sorgte.

Ende der 1950er Jahre diente bereits eine beeindruckende Zahl von über 20.000 Soldaten in der Bundesmarine, die nun Teil der NATO-Verteidigung in Nord- und Ostsee wurde. Wilhelmshaven entwickelte sich zum größten Bundeswehrstützpunkt in Deutschland, beherbergte über 9.000 Soldaten und zivile Beschäftigte und wurde damit für die Region von entscheidender wirtschaftlicher Bedeutung.

Die Anfänge waren nicht einfach; die Marine hatte mit Munitions- und Personalmangel zu kämpfen und konnte nicht immer die gewünschte “Kriegstüchtigkeit” vorweisen, um den hohen Ansprüchen gerecht zu werden. Dennoch schickte die US-Marine alte Minenräumboote, während Zerstörer ausgeliehen wurden, um die neu formierte Marine zu unterstützen.

75 Jahre Grundgesetz und seine Bedeutung

In einem anderen, aber ebenso bedeutenden Kontext feierten wir am 23. Mai 2024 das 75-jährige Bestehen des Grundgesetzes. Dieses Jubiläum, das mit einem Staatsakt zwischen dem Reichstagsgebäude und dem Kanzleramt gefeiert wurde, erinnert uns an die feste Grundlage, die es für die Freiheit, Demokratie und das Zusammenleben in Deutschland bietet. Der Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, hob in seiner Rede die Stabilität und Anpassungsfähigkeit des Grundgesetzes hervor. Seit seiner Einführung im Jahr 1949 hat es zahlreiche Änderungen erfahren, die in 67 Änderungsgesetzen dokumentiert sind. [Stern] betont, dass insbesondere die Ewigkeitsklausel der Menschenwürde und den Prinzipien von Demokratie und Rechtsstaat Integrität garantiert.

Die Gründung der NATO am 4. April 1949, inmitten des Kalten Krieges, war ebenfalls ein Schlüsselmoment in der Geschichte der Bundesrepublik. Durch die Pariser Verträge konnte Westdeutschland 1955 der NATO beitreten, wobei auf atomare und chemische Waffen verzichtet werden musste – ein Preis, um Teil dieser sicherheitspolitischen Allianz zu werden. [HDG] erläutert, wie nationale Streitkräfte im Verteidigungsfall unter ein gemeinsames NATO-Oberkommando gestellt wurden und die Bedeutung, die diese militärische Zusammenarbeit für Westdeutschland hatte. Die NATO und die Westeuropäische Union machten es möglich, die militärischen Belange in einem engen Netzwerk zu integrieren und somit Westdeutschlands Rolle in Europa erheblich zu stärken.

In diesen historischen Rückblicken stellt sich die Frage: Wo stehen wir jetzt und wie entwickelt sich die Rolle der Bundesmarine in der gegenwärtigen sicherheitspolitischen Landschaft? Der Besuch der Fregatte “Hamburg”, die am 19. Dezember 2025 nach Wilhelmshaven einlief, zeigt, dass die Marine auch heute noch eine tragende Rolle spielt und gleichzeitig den wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt ermöglicht. Ein starkes Zeichen für die Marine und das Land.