Mädchenhaus Oldenburg: Gemeinsam stark gegen Handysucht und Cybermobbing!
Das Mädchenhaus Oldenburg bietet Medienkompetenz und Unterstützung für Mädchen, um digitale Medien verantwortungsvoll zu nutzen.

Mädchenhaus Oldenburg: Gemeinsam stark gegen Handysucht und Cybermobbing!
Im Mädchenhaus Oldenburg wird Mädchen und jungen Frauen ein sicherer Raum geboten, um mit der digitalen Welt kompetent und selbstbewusst umzugehen. In Zeiten, in denen jeder vierte Jugendliche in Deutschland Anzeichen einer Handysucht zeigt, ist dies stärker denn je gefragt. NDR berichtet, dass die Prävention besonders wichtig ist, da der Umgang mit Medien für viele Jugendliche herausfordernd ist. Die Medienpädagogin Annika Bremer hebt hervor, dass viele Hilfsangebote für Jungen konzipiert sind, wohingegen Mädchen oft in den Hintergrund gedrängt werden. Deshalb hat sich das Mädchenhaus zum Ziel gesetzt, die digitale Selbstbehauptung und Medienkompetenz von Mädchen in den Vordergrund zu rücken.
Am Puls der Zeit
Die digitale Welt ist fester Bestandteil des Alltags unserer Jugendlichen. Sie bringt jedoch auch Herausforderungen mit sich, wie das vermehrte Konfrontiertwerden mit geschlechtsspezifischen Rollenbildern und den damit verbundenen Erwartungen. Im MädchenTreff, der im Rahmen des Mädchenhauses stattfindet, stehen technische Geräte wie Tablets und ein Smartboard zur Verfügung. Hier lernen die Teilnehmerinnen spielerisch, wie sie mit Technik und Medien umgehen können, während sie gleichzeitig ein positives digitales Erlebnis schaffen. Das Mädchenhaus Oldenburg hat es sich zur Aufgabe gemacht, Mädchen zu empowern und ihnen zu helfen, digitale Medien kritisch und verantwortungsvoll zu nutzen.
Woche ohne Handys
Ein spannendes Format war das kürzlich durchgeführte Digital Detox Wochenende, bei dem die Teilnehmerinnen herausgefordert wurden, auf Handys und technische Geräte zu verzichten. Das Ziel? Zu lernen, ihre Freizeit ohne die ständigen Ablenkungen des digitalen Raums zu gestalten und die eigenen Bedürfnisse ohne Medieneinfluss zu entdecken. Viele Mädchen äußerten, dass sie oft Schwierigkeiten hätten, sich selbst zu regulieren und den Drang zu verspüren, online zu sein, was unterstreicht, wie wichtig solche Angebote sind.
Ein sicherer Ort
In der sicheren Umgebung des Mädchenhauses können die Teilnehmerinnen auch Erfahrungen mit Cybermobbing und negativen Erlebnissen in sozialen Medien teilen. Es ist alarmierend, dass jeder vierte Jugendliche bereits einmal mit fremden Erwachsenen über das Internet in Kontakt getreten ist, wobei diese Zahl unter Mädchen noch höher ist. Hier setzt die Medienpädagogik an, indem sie thematische Einheiten zu verantwortungsvollem Verhalten in sozialen Netzwerken anbietet und Mädchen dabei unterstützt, ein Bewusstsein für ihre digitale Identität zu entwickeln.
Prävention im Fokus
Ein weiteres bedeutendes Projekt ist das Präventionsprogramm „Medienhelden“, welches bereits im Jahr 2015 mit dem zweiten Platz des Europäischen Preises für Kriminalprävention ausgezeichnet wurde. Es zielt darauf ab, Cybermobbing unter Kindern und Jugendlichen zu verhindern. Das Programm bietet eine Vielzahl von Methoden zur Stärkung der Medienkompetenz und behandelt zentrale Themen wie Internetsicherheit und empathisches Verhalten, welche für alle Jungen und Mädchen von hoher Relevanz sind. Wie dokumentiert wird, ist dieses Manual für Lehrkräfte anwendbar und enthält zahlreiche Ressourcen, die die Umsetzung im Unterricht erleichtern.
Die Initiative des Mädchenhauses Oldenburg erleben die Jugendlichen als wichtigen Baustein für ihre mentale Gesundheit. Durch die gezielte Förderung der Medienkompetenz wird ihnen nicht nur ein kritischer, sondern auch ein selbstbestimmter Umgang mit digitalen Medien ermöglicht. Ein Ort, wo Mädchen nicht nur lernen, sondern auch Gemeinschaft erleben und Selbstbewusstsein entwickeln können.