Bolsonaro inhaftiert: 27 Jahre Haft für versuchten Staatsstreich!
Der ehemalige brasilianische Präsident Jair Bolsonaro beginnt am 26.11.2025 eine 27-jährige Haftstrafe wegen versuchtem Staatsstreich.

Bolsonaro inhaftiert: 27 Jahre Haft für versuchten Staatsstreich!
Jair Bolsonaro, der ehemalige Präsident Brasiliens, hat am 25. November 2025 seine 27-jährige Haftstrafe angetreten. Diese Strafe ist das Ergebnis seiner Verurteilung wegen einer gescheiterten Machtergreifung nach den Wahlen 2022, bei denen er deutlich gegen Luiz Inácio Lula da Silva unterlag. Der Oberste Gerichtshof des Landes, unter der Leitung von Richter Alexandre de Moraes, hat beschlossen, dass Bolsonaro die Strafe im Gefängnis verbringen muss, da die Gefahr einer Flucht nicht zu ignorieren war. Bolsonaro, der bis zuletzt unter Hausarrest stand, war in den vergangenen Monaten oft in den Schlagzeilen gewesen, nicht zuletzt wegen eines gescheiterten Versuchs, seinen elektronischen Überwachungs-Anhänger mit einem Lötkolben zu zerstören.
Zudem berichtet Le Monde, dass Bolsonaro am 11. September 2025 für schuldig befunden wurde, eine „kriminelle Organisation“ geleitet zu haben, die den Staatsstreich plante. Die Richter werteten eine "Angstkrise" und die damit verbundene Manipulation seines Überwachungsgeräts als Versuche, der Haft zu entkommen. Diese Vorfälle haben schließlich dazu geführt, dass das Gericht entschloss, ihn wieder in Untersuchungshaft zu nehmen.
Seit dem 26. November ist Bolsonaro nun im Komplex der brasilianischen Bundespolizei untergebracht, wo er in einer kleinen Zelle von etwa 12 Quadratmetern lebt. Trotz der Isolation besitzt er einige Annehmlichkeiten: Klimaanlage, einen Fernseher und ein privates Badezimmer. Ein ehemaliger Sicherheitschef von Bolsonaro hat sich jedoch in die USA abgesetzt und wird nun als Flüchtiger behandelt, während fünf seiner ehemaligen Mitarbeiter ebenfalls Haftstrafen zwischen 19 und 26 Jahren antreten müssen.
Politische Auswirkungen und gesundheitliche Probleme
Bolsonaro, der während seiner Präsidentschaft von 2019 bis 2022 immer wieder für Kontroversen sorgte, wird derzeit als „psychologisch devastiert“ beschrieben. Viele Bürger und Experten beobachten, wie sich die politische Landschaft Brasiliens ohne seine dominierende Rolle entwickeln könnte. Sein ehemaliger Rivale Lula, der ebenfalls aufgrund von Korruptionsvorwürfen inhaftiert war, wurde vor kurzem rehabilitiert, was die politische Dynamik in Brasilien weiter beeinflusst.
Laut La Presse wird die Zukunft der brasilianischen Rechten durch diesen Machtwechsel ungewiss. Bolsonaro, nun der vierte Präsident Brasiliens, der inhaftiert ist, hinterlässt eine Lücke in der politischen Landschaft, die möglicherweise nicht so leicht zu füllen sein wird. Das Fehlen seines einflussreichen Charakters könnte sich auf die Mobilisierung seiner Anhänger auswirken und die gesellschaftlichen Spannungen weiter verschärfen.
In einer Zeit, in der das Vertrauen in die Institutionen und die Demokratie in Brasilien getestet wird, wird Bolsonaro nicht nur als Einzelperson, sondern auch als Symbol für die Herausforderungen gesehen, die das Land bewältigen muss. Die nächsten Monate versprechen, turbulent zu werden, während sich die politischen Wellen immer weiter aufstaus. Ob die brasilianische Demokratie aus dieser Krise gestärkt hervorgeht, bleibt abzuwarten.