Chiropraktiker aus Amqui fordert milde Strafe für Kinderpornografie!

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Olivier Chagnon, Chiropraktiker in Amqui, fordert mildere Strafe für Kinderpornografie; Verfahren wird 2026 fortgesetzt.

Olivier Chagnon, Chiropraktiker in Amqui, fordert mildere Strafe für Kinderpornografie; Verfahren wird 2026 fortgesetzt.
Olivier Chagnon, Chiropraktiker in Amqui, fordert mildere Strafe für Kinderpornografie; Verfahren wird 2026 fortgesetzt.

Chiropraktiker aus Amqui fordert milde Strafe für Kinderpornografie!

In einem skandalösen Fall aus Amqui, Quebec, ist der Chiropraktiker Olivier Chagnon zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden, nachdem er wegen schwerer sexueller Delikte gegen Minderjährige schuldig gesprochen wurde. Die Verurteilung stammt aus November 2024 und umfasst vier Anklagepunkte: sexuelle Übergriffe, Berührungen sowie die Produktion und den Besitz von Kinderpornografie, wie Radio-Canada berichtet.

Das Gericht entschied, die Strafe für Chagnon erst im kommenden Jahr zu verkünden. Er hat die Strafe von einem Jahr, die gemäß dem kanadischen Strafrecht als Mindeststrafe für die Produktion von Kinderpornografie gilt, öffentlich in Frage gestellt. Laut Angaben des Staatsanwalts Simon Blanchette betrachtet Chagnon diese Strafe als unverhältnismäßig. Die rechtlichen Auseinandersetzungen zu diesem Thema werden im Jahr 2026 im Palais de Justice in Amqui fortgesetzt. Seine Anwältin, Caroline Bérubé, hat sich bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Berufliche Konsequenzen und Sicherheitsmaßnahmen

Zusätzlich zu seinen strafrechtlichen Problemen wurde Chagnon von der Ordre des chiropraticiens du Québec für drei Jahre aus dem Berufsregister ausgeschlossen, was bedeutet, dass er in dieser Zeit nicht arbeiten darf. Auch wenn er derzeit weiterhin praktizieren kann, gilt eine strikte Einschränkung, die ihm den Kontakt zu Patienten unter 18 Jahren untersagt. Der Disziplinarausschuss hat betont, dass in seinem Beruf ein absolutes Vertrauensverhältnis zwischen Chiropraktikern und Patienten erforderlich ist, weshalb diese Maßnahme notwendig ist, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. Nach Ablauf der drei Jahre wird seine Praxis dann auf fünf Jahre auf Erwachsene beschränkt, falls es zu keiner weiteren rechtlichen Auseinandersetzung kommt.

Die Taten von Chagnon ereigneten sich während einer Schwimmaktivität im Sommer 2022 und haben nicht nur strafrechtliche, sondern auch massive berufliche und gesellschaftliche Konsequenzen zur Folge. Die Identität des Opfers bleibt dabei durch eine gerichtliche Verfügung ebenfalls vollständig anonym.

Gesellschaftliche und rechtliche Reaktionen

Der Fall von Chagnon fällt in einen größeren Kontext des Kampfes gegen Kinderpornografie in Kanada. Schon im Jahr 2001 setzte die kanadische Regierung verschiedene Gesetzesvorschläge in Kraft, die sowohl die Produktion als auch den Zugang zu Kinderpornografie unter Strafe stellten. Die Justizministerin Anne McLellan betonte damals die Notwendigkeit dieser Gesetzgebung, um Kinder vor sexuellem Missbrauch zu schützen und mit den neuen Technologien Schritt zu halten, so Telepolis.

Die Debatte über eine reformierte Gesetzgebung zur Bekämpfung von sexuellen Übergriffen bleibt also äußerst aktuell, da immer wieder neue Fälle ans Licht kommen, die die Schwächen im Rechtssystem aufzeigen. Während Chagnon seine Strafe anfechtet, bleibt abzuwarten, wie der Fall weiterverlaufen wird und welche Lehren die Gesellschaft aus dieser tragischen Geschichte ziehen kann.