Razzia in Niedersachsen: 100 Verfahren gegen Clankriminalität gestartet!

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In Niedersachsen wurden im Rahmen von Großkontrollen fast 100 Strafverfahren gegen Clankriminalität eingeleitet, mit Fokus auf illegales Glücksspiel und Steuerhinterziehung.

In Niedersachsen wurden im Rahmen von Großkontrollen fast 100 Strafverfahren gegen Clankriminalität eingeleitet, mit Fokus auf illegales Glücksspiel und Steuerhinterziehung.
In Niedersachsen wurden im Rahmen von Großkontrollen fast 100 Strafverfahren gegen Clankriminalität eingeleitet, mit Fokus auf illegales Glücksspiel und Steuerhinterziehung.

Razzia in Niedersachsen: 100 Verfahren gegen Clankriminalität gestartet!

In Niedersachsen wird kräftig aufgeräumt: Im Rahmen der sogenannten “Joint Action Days” hat die Polizei kürzlich knapp 100 Strafverfahren eingeleitet. Die intensiven Kontrollen, die in den ersten drei Novemberwochen stattfanden, konzentrierten sich vor allem auf illegales Glücksspiel und Steuerhinterziehung. Damit soll den Machenschaften krimineller Clans der Kampf angesagt werden, die ihre illegalen Geschäfte häufig hinter scheinbar legalen Betrieben verstecken. Rund 450 Einsatzkräfte waren an den großangelegten Kontrollen beteiligt und überprüften über 200 Betriebe sowie fast 700 Personen in Städten wie Hannover, Garbsen, Salzgitter-Lebenstedt, Papenburg und Osnabrück. Laut ndr.de wurden insgesamt 253 Ordnungswidrigkeiten festgestellt.

Ermittelt wird gegen eine Vielzahl an Betrieben, darunter Shisha-Bars, Imbisse, Friseursalons, Wettbüros und Autohändler, die alle ins Visier der Fahnder geraten sind. LKA-Polizeipräsident Thorsten Massinger hebt hervor, dass entschlossenes Handeln gegen die Clankriminalität und deren Strukturen benötigt wird. Weltwoche ergänzt, dass bei diesen Einsätzen besonders auf das Zusammenspiel zwischen verschiedenen Behörden Wert gelegt wird, um die Netzwerke der Kriminellen zu durchbrechen.

Rückblick auf die Clankriminalität in Niedersachsen

Die Thematik der Clankriminalität in Niedersachsen ist äußerst umstritten. Oft wird kritisiert, dass der Begriff dazu tendiert, Menschen mit Migrationshintergrund zu stigmatisieren. Dennoch zeigen die Zahlen einen besorgniserregenden Trend: Laut dem neuesten Lagebild des Landeskriminalamtes (LKA) wurden im Jahr 2024 insgesamt 3.145 Straftaten der Clankriminalität zugeordnet. Im Vergleich zu 2023 ist dies ein Rückgang von 465 Fällen, was einem Minus von 12,88% entspricht. Dennoch macht Clankriminalität nach wie vor 0,59% der gesamten polizeilichen Kriminalstatistik aus, in der im Jahr 2024 insgesamt 529.264 Straftaten gezählt wurden, wie mi.niedersachsen.de berichtet.

Die Innenministerinnen Behrens und Wahlmann weisen auf den anhaltenden Rückgang der Fallzahlen hin, warnen jedoch gleichzeitig vor einer anhaltenden Gewaltdynamik und betonen die Herausforderungen, die weiterhin im Bereich der Strafverfolgung bestehen bleiben. Insbesondere die Rohheitsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit machen einen signifikanten Teil der Delikte aus, mit 1.018 Fällen allein in diese Kategorien. Bemerkenswert ist die Zunahme bei Diebstahl unter erschwerenden Umständen, die um 25% auf 303 Fälle angestiegen ist. Die Polizei hat zudem die Vermögensabschöpfungsvorgänge erheblich gesteigert, was für die Kriminalitätsbekämpfung von entscheidender Bedeutung ist.

Die niedersächsische Regierung hat zur Bekämpfung von Clanstrukturen eine Landesrahmenkonzeption etabliert. Diese fördert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Behörden und betont die Notwendigkeit internationaler Koordination. Obwohl es keine spezifischen Hotspots für Clankriminalität in Niedersachsen gibt, bleibt die Situation angespannt, und die Polizei ist weiterhin gefordert, den kriminellen Machenschaften entschieden entgegenzutreten.