Metronom streicht Fahrten: Was bedeutet das für Pendler in Norddeutschland?

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Metronom dünstet ab dem 3. November 2025 seinen Fahrplan für die Strecken Hamburg-Lüneburg-Uelzen und Bremen-Rotenburg-Hamburg aus.

Metronom dünstet ab dem 3. November 2025 seinen Fahrplan für die Strecken Hamburg-Lüneburg-Uelzen und Bremen-Rotenburg-Hamburg aus.
Metronom dünstet ab dem 3. November 2025 seinen Fahrplan für die Strecken Hamburg-Lüneburg-Uelzen und Bremen-Rotenburg-Hamburg aus.

Metronom streicht Fahrten: Was bedeutet das für Pendler in Norddeutschland?

Die Bahnreisenden in Norddeutschland müssen sich ab heute auf einige unliebsame Änderungen einstellen. Wie butenunbinnen.de berichtet, hat Metronom seinen Fahrplan aufgrund eines dringenden Mangels an fahrbereiten Zügen ausgedünnt. Diese Umstellung betrifft insbesondere die Strecken Bremen-Rotenburg-Hamburg sowie Hamburg-Lüneburg-Uelzen. Betroffen sind die Linien RE3, RB31, RE4 und RB41.

Leider fallen während der Woche von Montag bis Freitag zahlreiche Zugfahrten ersatzlos aus. Dieses beispiellose Maßnahmenpaket, das bis zum 13. Dezember 2025 gültig ist, nennt sich Stabilisierungsfahrplan und hat das Ziel, die Verlässlichkeit im Bahnverkehr zu erhöhen und kurzfristige Ausfälle zu minimieren.

Hintergründe des Fahrplanwechsels

Die Gründe für diese drastische Maßnahme liegen in der mangelnden Verfügbarkeit von Zügen, die von Alstom, dem zuständigen Unternehmen für die Instandhaltung, bereitgestellt werden. Derzeit sind von den benötigten 27 Fahrzeugen nur 22 einsatzbereit, was zu einer Kürzung von wöchentlich 16 Fahrten führt, wie ndr.de berichtet. Längere Materialbeschaffungszeiten und ungeplante Instandhaltungsarbeiten sind die Hauptursachen für diesen Mangel.

Von extremen Schäden an den Fahrzeugen, wie einem Oberleitungsschaden und einem umgestürzten Baum, sind ebenfalls zwei Züge betroffen, die voraussichtlich in den ersten Novembertagen wieder betriebsbereit sein sollen. Alstom hat zugesichert, die verbleibenden Fahrzeuge vor Jahresende zur Verfügung zu stellen, um der aktuellen Misere abzuhelfen.

Maßnahmen zur Entschärfung der Situation

Um die unerwünschte Situation etwas zu entschärfen, arbeitet die Landesnahverkehrsgesellschaft (LNVG) an der Beschaffung von Ersatzfahrzeugen und hat Metronom sogar zusätzliche Fahrzeuge angeboten. Letzteres prüft derzeit den Einsatz dieser Fahrzeuge, während die LNVG plant, diese Regelung auch im Rahmen von Schadensersatzforderungen gegenüber Alstom geltend zu machen.

Metronom rät Fahrgästen, sich regelmäßig über die elektronischen Fahrplanauskünfte zu informieren. Die Änderungen werden vor allem Pendler und Reisende betreffen, die auf eine zuverlässige Anbindung zwischen den Regionen angewiesen sind. In einer Zeit, in der Mobilität hoch im Kurs steht, zeigt sich erneut, wie verwundbar der Bahnverkehr sein kann.

Wir hoffen, dass die verantwortlichen Parteien schnell eine Lösung finden, um die Auswirkungen der Ausfälle zu minimieren und den Fahrgästen bald wieder eine reibungslose und verlässliche Reise zu ermöglichen.