Nordzucker: Elektro-Lkw für Zuckerrüben - eine stille Revolution?

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Nordzucker testet in Uelzen Elektro-Lkw für den Zuckerrüben-Transport, um CO2-Emissionen zu senken. Ergebnisse und Herausforderungen detailliert.

Nordzucker testet in Uelzen Elektro-Lkw für den Zuckerrüben-Transport, um CO2-Emissionen zu senken. Ergebnisse und Herausforderungen detailliert.
Nordzucker testet in Uelzen Elektro-Lkw für den Zuckerrüben-Transport, um CO2-Emissionen zu senken. Ergebnisse und Herausforderungen detailliert.

Nordzucker: Elektro-Lkw für Zuckerrüben - eine stille Revolution?

In Uelzen tut sich was im Bereich der nachhaltigen Logistik! Nordzucker hat vor 14 Tagen einen Testlauf gestartet, bei dem Zuckerrüben mit einem Elektro-Lkw transportiert werden. Ziel dieses Projekts ist es, CO2-Emissionen in der Zuckerproduktion zu reduzieren. Doch wie funktioniert das Ganze und welche Herausforderungen sind zu bewältigen?

Bereits zu Beginn des Experiments zeigen sich gemischte Ergebnisse. Während die Idee eines emissionsfreien Transports hoch im Kurs steht, stellen sich einige praktische Schwierigkeiten in den Weg. Die Elektro-Lkw, die für den Transport genutzt werden, weisen eine geringere Nutzlast auf und können die herkömmlichen Diesel-Lastwagen nicht ohne Weiteres ersetzen. Ein um zwei Tonnen reduziertes Transportgewicht führt dazu, dass zusätzliche Fahrten notwendig werden, was wiederum die gesamten Logistikkosten in die Höhe treibt. Zudem stehen im ländlichen Raum oft zu wenige Ladesäulen zur Verfügung, was die Planung des Transports erschwert.

Technische Herausforderungen und Anpassungen

Um die Ladesituation zu verbessern, hat Nordzucker eigens eine Ladesäule auf dem eigenen Betriebsgelände installiert. Der Elektro-Lkw benötigt eine stolze Leistung von 600 Kilowatt und muss bei einer Ladeleistung von 40 Kilowatt ganze 12 Stunden durchgehend geladen werden. Bei einem hohen Verkehrsaufkommen von bis zu 1000 Anfahrten am Tag ergeben sich logistische Herausforderungen, die nicht nur die Fahrer betrifft, sondern auch die gesamte Planung des Unternehmens auf die Probe stellen.

Als Alternative wird ein erneuerbarer Dieselersatzstoff, der HVO (Hydriertes Pflanzenöl), zum Einsatz gebracht. Obwohl dieser ökologisch vorteilhafter ist, muss Nordzucker die Preisdifferenz zum herkömmlichen Diesel selbst übernehmen, um den Speditionen den Einsatz von HVO schmackhafter zu machen.

Vorteile und Ausblick

Trotz aller Herausforderungen gibt es auch positive Aspekte. Die geräuscharme Fahrweise der Elektro-Lkw wird nicht nur von den Fahrern als angenehm empfunden, sie trägt auch zur Stressreduktion im Arbeitsalltag bei. Darüber hinaus haben die Partner Nordzucker und der Spediteur Bernd Bothe bereits Ambitionen, ein Ladesäulen-Netz für Lkw außerhalb der Autobahnen aufzubauen, um die Reichweite und Verfügbarkeit der Elektro-Laster zu verbessern.

Für die Zukunft ist eine detaillierte Auswertung des Tests geplant, um Erkenntnisse zu gewinnen, die möglicherweise den Weg für weitere umweltfreundliche Transportlösungen ebnen.https://www.az-online.de/uelzen/stadt-uelzen/nordzucker-testet-elektro-lkw-fuer-rueben-transport-in-uelzen-94010120.html

Das Engagement von Nordzucker zeigt, dass der Weg zu einer nachhaltigeren Produktion mit zahlreichen Herausforderungen gepflastert ist, aber auch voller Chancen steckt.