Weihnachtsmarkt in Gefahr? Sicherheitskosten sorgen für Aufregung!

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Sicherheitsbedenken und Kosten belasten Weihnachtsmärkte in Norddeutschland. Aktuelle Situation und mögliche Absagen im Überblick.

Sicherheitsbedenken und Kosten belasten Weihnachtsmärkte in Norddeutschland. Aktuelle Situation und mögliche Absagen im Überblick.
Sicherheitsbedenken und Kosten belasten Weihnachtsmärkte in Norddeutschland. Aktuelle Situation und mögliche Absagen im Überblick.

Weihnachtsmarkt in Gefahr? Sicherheitskosten sorgen für Aufregung!

In der Vorfreude auf die festliche Jahreszeit ist die Sorge um die Weihnachtsmärkte in Deutschland größer denn je. Gerüchte über mögliche Absagen, insbesondere aufgrund gestiegener Sicherheitskosten, machen die Runde. Doch wie die Merkur berichtet, gibt es bis dato keine flächendeckenden Absagen in diesem Jahr. Von den rund 7000 Weihnachtsmärkten in Deutschland haben lediglich zwei Märkte, der eintägige „Christmas-Party“ in Sehnde und ein klassischer Weihnachtsmarkt in Overath, ihre Pforten schließen müssen. Der Grund: exorbitante Sicherheitskosten.

Diese Sicherheitskosten treiben die Veranstalter in den Wahnsinn, wie die Tagesschau feststellt. Besonders kleinere Märkte sind von den finanziellen Belastungen stark betroffen. So wurden in Essen vier Terrorsperren samt durchgehendem Sicherheitspersonal eingerichtet, was den Kostenaufwand auf rund 100.000 Euro erhöht. Die Stadt Essen hat sich zwar bereit erklärt, einen Großteil dieser Kosten zu übernehmen, aber nicht alle Kommunen sind dazu in der Lage. In Overath, mit seinen 26.000 Einwohnern, ist die Kommune nicht bereit, sich an den Sicherheitskosten zu beteiligen, was zur Absage des Weihnachtsmarktes führte.

Die Herausforderungen für Veranstalter

Die größte Hürde bei der Planung der Weihnachtsmärkte sind nicht etwa das Bühnenprogramm oder die künstlerischen Darbietungen, sondern die Sicherheitsanforderungen. Diese sind nicht nur anstrengend, sondern auch kostspielig. Kommunal hebt hervor, dass es sich bei den Sicherheitsanforderungen um baulichen Schutz gegen mögliche Fahrzeugangriffe sowie um gut geplante Flucht- und Rettungswege handelt. Auch der erhöhte Ordnungsdienst trägt zur Kostenexplosion bei. Diese speziellen Anforderungen resultieren aus dem Polizei- und Ordnungsrecht.

Der Bundesverband Veranstaltungssicherheit meldet, dass die steigenden Anforderungen vor allem kleinere Märkte in die Bredouille bringen. Es wird immer schwieriger, ein Sicherheitskonzept zu stemmen, das alle Risiken abdeckt, ohne die Kosten explodieren zu lassen. Insbesondere Sonntagszuschläge im Sicherheitsgewerbe tragen zur finanziellen Last der Veranstalter bei. Dennis Eichenbrenner, der Verbandsvorsitzende, kritisiert zudem den Fokus auf Zufahrtsschutz. Er fordert, dass andere Sicherheitsrisiken, wie etwa Messergewalt, mehr in den Blick genommen werden sollten.

Politische Dimensionen und notwendige Lösungen

Den politischen Akteuren, vor allem von der AfD, dient das Thema als Plattform, um ohne nachgewiesene Fakten von angeblichen Absagen zu propagieren. Kritiker der aktuellen Situation befürchten, dass eine strukturelle Unterfinanzierung in vielen Kommunen nicht nur das Weihnachtsmärkte-Fest gefährdet, sondern vielmehr ein generelles Sicherheitsproblem darstellt.

Ein Umdenken scheint dringend notwendig. Der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert die Länder in die Pflicht, die Kosten für Sicherheitsmaßnahmen effizienter zu verteilen. Die Nutzung von interkommunalen Kooperationen zur Kostenbelastung kann den Druck auf kleinere Kommunen verringern und letztendlich dazu beitragen, dass die beliebten Märkte nicht nur in der Öffentlichkeit präsent sind, sondern auch in der Realität stattfinden können.