Bundeswehr begrüßt P-8A Poseidon: Neue Ära der U-Boot-Jagd in Cuxhaven!
Der erste P-8A Poseidon der Bundeswehr landete am 23.11.2025 in Cuxhaven, um U-Boote zu überwachen und Seewege zu sichern.

Bundeswehr begrüßt P-8A Poseidon: Neue Ära der U-Boot-Jagd in Cuxhaven!
Die maritime Sicherheit in Norddeutschland erhält mit der Ankunft des ersten P-8A Poseidon Aufklärungsflugzeugs der Bundeswehr einen neuen Anstrich. Am heute, dem 23. November 2025, wurde der hochmoderne Flieger in Cuxhaven begrüßt. Dieses Flugzeug, eine umgebaute Boeing 737, wird vom Marinefliegergeschwader im Fliegerhorst Nordholz stationiert und ist der größte Kampfjet, den das deutsche Militär je besessen hat. Die P-8A ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch ein wichtiger Baustein für die Sicherheitspolitik in der Region.
Mit einer Länge von 40 Metern und einer Spannweite von 38 Metern wird die P-8A Poseidon vor allem U-Boote jagen und die Seewege überwachen. Zielgebiete sind die Nordsee, der Nordatlantik und perspektivisch auch die Ostsee. Verteidigungsminister Boris Pistorius hat betont, wie wichtig es ist, in sicherheitspolitisch sensiblen Bereichen wie diesen präsent zu sein. Die Technik des neuen Flugzeugs ist state-of-the-art: Ausgestattet mit einem Mehrzweckradar, Sonarbojen sowie optischen und Infrarot-Sensoren, kann die P-8A Daten in Echtzeit an Operationszentren übermitteln.
Technische Raffinessen und Einsatzmöglichkeiten
Ein echtes Highlight sind die Einsatzmöglichkeiten der P-8A: Sie kann nicht nur Torpedos und Seezielflugkörper mitführen, sondern sich auch auf die Suche nach feindlichen U-Booten begeben. Abwerfbare Sonarbojen ermöglichen das Orten von Unterwasserzielen. Das Flugzeug hat Platz für bis zu fünf MK-54-Torpedos, die 2,7 Meter lang sind und 300 Kilogramm wiegen. Zudem kann die Poseidon vier Anti-Schiffsraketen vom Typ AGM-84 Harpoon transportieren und hat eine Reichweite von mehr als 7.000 Kilometern.
Die Bundeswehr hat insgesamt acht Maschinen für rund 3,1 Milliarden Euro bestellt. Bis 2028 sollen alle P-8A Poseidon in Deutschland bereitstehen. Dies geschieht nur vier Jahre nach der Bestellung, was eine rasche Teilhabe an diesem zukunftsorientierten Projekt unterstreicht. Deutschland ersetzt mit dieser Neubeschaffung die veraltete P-3C Orion, die über 40 Jahre im Dienst war.
Kollaboration mit Großbritannien
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die verstärkte Zusammenarbeit mit Großbritannien. Wie auf Tagesschau berichtet, planen die beiden Länder gemeinsame Patrouillenflüge im Nordatlantik. Diese sollen von der schottischen Militärbasis Lossiemouth aus gestartet werden und gezielt die Aktivitäten russischer U-Boote überwachen. Es wird erwartet, dass diese Kooperation im Rahmen des erst kürzlich unterzeichneten Trinity-House-Vereinbarungen, die die Kooperation in Sicherheitsfragen vertiefen soll, eine bedeutende Rolle spielt.
Diese neuen Möglichkeiten in der maritimen Aufklärung und gemeinsamem Patrouillendienst sind von wachsender Bedeutung – insbesondere nach den Angriffen auf die Nord-Stream-Pipelines im Jahr 2022, die Europa in Alarmbereitschaft versetzten. In Zeiten, in denen Europa als mangelhaft geschützt gilt, gewinnt diese Partnerschaft erheblich an Gewicht.
Die Region Bremen und der gesamte Nordwesten können sich auf regelmäßige Einsätze der P-8A Poseidon einstellen, was nicht nur die maritime Sicherheit erhöht, sondern auch für die lokale Wirtschaft neue Impulse geben könnte. Mit einem „guten Händchen“ in der modernen Kriegsführung liefert die Bundeswehr einen entscheidenden Beitrag zum Schutz kritischer Infrastruktur, während gleichzeitig der geopolitische Fokus auf den Nordatlantik gelegt wird.