A26-Ost: Gigantische Kosten und Klimastreit um Hamburgs neue Autobahn!
Die A26-Ost in Hamburg: Kosten, Umweltbedenken und rechtliche Herausforderungen stehen im Fokus der aktuellen Planung.

A26-Ost: Gigantische Kosten und Klimastreit um Hamburgs neue Autobahn!
Die Planung der A26-Ost im Süden Hamburgs wird immer komplexer. Bisher sind dafür bereits stolze 83 Millionen Euro in den Sand gesetzt worden, wie n-tv berichtet. Bei der Kostenverteilung trägt die Stadt Hamburg 39 Millionen Euro, während 44 Millionen Euro vom Bund aufgebracht werden.
Mit einem geschätzten Gesamtvolumen von etwa 2,3 Milliarden Euro soll die A26-Ost die A26-West aus Niedersachsen verlängern. Sie verbindet die A7 bei Hamburg-Moorburg mit der A1 nahe Stillhorn. Die Verkehrsachse ist von großer Bedeutung, um die Hafenwirtschaft zu stärken und gleichzeitig den Stadtteil Harburg zu entlasten.
Rechtsstreit und Umweltbedenken
Doch die Zukunft der Autobahn steht in den Sternen. Ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig hat am 9. Oktober 2025 den Planfeststellungsbeschluss für die A26-Ost teilweise als rechtswidrig erklärt. Dies geschah aufgrund einer Klage von Umweltschutzverbänden, darunter der NABU Hamburg. Diese Organisationen kritisieren die mangelhafte Berücksichtigung der Umweltauswirkungen und fordern eine strengere Prüfung im Hinblick auf die Klimaziele, wie auch ndr.de berichtet.
Inzwischen sind Anpassungen am Planfeststellungsbeschluss erforderlich. Die Wirtschaftsbehörde erklärte, dass zwar der Beschluss bestehen bleiben kann, jedoch sämtliche möglichen Trassenverläufe auf ihre Klimafolgen hin geprüft werden müssen. “Ein gutes Händchen” bei der Vermeidung von Umweltschäden ist hier gefordert. Die Kritiker, darunter auch BUND und NABU, sehen die A26-Ost nicht nur als Bedrohung für wertvolle Naturräume, sondern halten das Projekt auch für nicht mit den deutschen Klimazielen vereinbar.
Politische Auseinandersetzungen
Das Projekt ist zudem ein heißes Thema in der Politik. Die CDU kritisiert den rot-grünen Senat für eine unzureichende Priorisierung der A26-Ost, was die Planungen und deren rechtliche Basis betrifft. Umweltbehörden haben den ersten Planfeststellungsbeschluss gründlich geprüft, doch das Bundesverwaltungsgericht bemängelte, dass alternative Trassen nicht ausreichend in Betracht gezogen wurden – ein klarer Verstoß gegen das Bundes-Klimaschutzgesetz.
Das Adressieren dieser Probleme wird entscheidend für die weitere Planung sein. Die Hamburger Stadtverwaltung trägt bereits Kosten von rund 340.000 Euro für den Planfeststellungsbeschluss sowie weitere 100.000 Euro für notwendige Korrekturen. Für die Planung der verbleibenden zwei Teilstücke, die noch nicht genehmigt sind, müssen weitere 20 Millionen Euro vom Bund aufgebracht werden. Und auch für die Stadt Hamburg stehen mehrere Hunderttausend Euro an Kosten ins Haus.
Zukunft der Mobilität
Die A26-Ost steht jedoch nicht allein im Fokus. Die bundesweite Verkehrsplanung ist in der Kritik und erinnert an die Notwendigkeit, eine umweltfreundliche Mobilitätswende einzuleiten. Laut einer Veröffentlichung vom BUND sind bestehende Infrastrukturprojekte oft nicht kompatibel mit den geforderten Klimazielen. Der BUND fordert daher einen neuen, nachhaltigen Ansatz, um die Mobilität in Deutschland zukunftsfähig zu gestalten.
Es bleibt abzuwarten, wie die Stadt Hamburg auf die aktuellen Herausforderungen reagiert und ob sie die notwendigen Anpassungen vornimmt, um sowohl rechtlichen Anforderungen als auch Umweltbelangen gerecht zu werden. Sicher ist nur, dass die A26-Ost ein Projekt ist, das die Gemüter bewegt und mit dem sich auch die zukünftige Mobilität in der Region auseinandersetzen muss.