Bahnhof Altona: Gericht stoppt umstrittene Autoreisezug-Anlage in Eidelstedt!

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Gericht stoppt Neubau der Autoreisezug-Anlage in Hamburg-Eidelstedt. Erfolg für die Initiative "Prellbock Altona" im Umweltrecht.

Gericht stoppt Neubau der Autoreisezug-Anlage in Hamburg-Eidelstedt. Erfolg für die Initiative "Prellbock Altona" im Umweltrecht.
Gericht stoppt Neubau der Autoreisezug-Anlage in Hamburg-Eidelstedt. Erfolg für die Initiative "Prellbock Altona" im Umweltrecht.

Bahnhof Altona: Gericht stoppt umstrittene Autoreisezug-Anlage in Eidelstedt!

Was für ein Tag in Hamburg! Die Pläne für die neue Autoreisezug-Anlage in Eidelstedt müssen umgeworfen werden. Wie die Tagesschau berichtet, hat die Initiative „Prellbock Altona“ vor Gericht einen Teilerfolg erzielt. Man muss sich das so vorstellen: Nürnberg 2025, die Deutsche Bahn will auf dem bestehenden Betriebsgelände eine Verlade-Anlage für Autos mit vier Gleisen und zwei Bahnsteigen errichten, doch da gibt es schließlich ein Problem.

Das Hamburgische Oberverwaltungsgericht hat den Bau vorerst gestoppt. Es stellt sich heraus, dass das Eidelstedter Bahngelände seit 2019 in einem Wasserschutzgebiet liegt. Die Pläne müssen also dringend überarbeitet werden, denn die Gerichtsurteile verlangen eine erneute Prüfung der Risiken einer Grundwasserverschmutzung. In der Zwischenzeit werden die Autoreisezüge weiterhin am Bahnhof Altona abgefertigt, was den Verkehr dort erhält. Der Planfeststellungsbeschluss für den neuen Bahnhof bleibt zwar bestehen, allerdings wird für die Anlage in Eidelstedt eine Nachbesserung erforderlich.

Umweltbelange stark gewichtet

Das Gericht entschied auch über andere Einwände, beispielsweise zur Lärmminderung oder zum Verkehrsaufkommen, die jedoch zurückgewiesen wurden. Im Zuge der Gerichtsverhandlung stellte sich heraus, dass eine Umweltorganisation in wichtigen Punkten recht bekommen hat. Kritisch wird von der Initiative angemerkt, dass die Genehmigung für die Versickerung von Regenwasser fehlerhaft ist, weil nicht ausreichend geprüft wurde, ob das Grundwasser durch Schadstoffe gefährdet ist. Hier sieht der Umweltverband „Prellbock Altona“ seine Erfolgschancen und fordert eine Neubewertung des Diebsteich-Projekts.

Michael Jung, ein Sprecher des Verbandes, betont, dass ein neuer Fernbahnhof am Diebsteich nicht notwendig und sinnvoll sei, da er bereits vorhandene Kapazitäten im Hamburger Bahnnetz blockiere und zusätzliche Engpässe verursache. Stattdessen spricht er sich für eine Renovierung und Modernisierung des Bahnhofs Altona am aktuellen Standort aus.

Rechtslage und Ausblick

Eine Revision des Urteils ist nicht zugelassen, dennoch ist eine Beschwerde beim Bundesverwaltungsgericht möglich. Auch wenn die schriftliche Urteilsbegründung noch aussteht, zeigt es sich, dass die Herausforderungen für die Deutsche Bahn noch lange nicht überwunden sind. Bis die Pläne für die Anlage in Eidelstedt überarbeitet sind, wird man auch künftig einen Blick auf die Entwicklungen im Bahnbereich werfen müssen.

Der Rückenwind für Umweltschützer könnte größer nicht sein. Diese Neuigkeiten bringen frischen Wind in die Diskussionen rund um das Verkehrsprojekt und lassen die Hoffnung aufkommen, dass auch die Stimmen derjenigen, die sich für Umwelt- und Klimaschutz stark machen, mehr Gehör finden.