Online-Marktplätze in der Pflicht: So schützt die DSGVO Ihre Daten!

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Das EuGH-Urteil vom 2.12.2025 verpflichtet Online-Marktplätze zur Prüfung personenbezogener Daten in Anzeigen gemäß der DSGVO.

Das EuGH-Urteil vom 2.12.2025 verpflichtet Online-Marktplätze zur Prüfung personenbezogener Daten in Anzeigen gemäß der DSGVO.
Das EuGH-Urteil vom 2.12.2025 verpflichtet Online-Marktplätze zur Prüfung personenbezogener Daten in Anzeigen gemäß der DSGVO.

Online-Marktplätze in der Pflicht: So schützt die DSGVO Ihre Daten!

Online-Marktplätze wie Ebay und Etsy stehen nun mehr denn je in der Verantwortung, wenn es um den Schutz von personenbezogenen Daten geht. Ein Urteil des Gerichtshofs der Europäischen Union (EuGH) schreibt Plattformbetreibern vor, dass sie Inserate mit sensiblen Daten vor der Veröffentlichung gründlich identifizieren und prüfen müssen. Diese Entscheidung hat weitreichende Folgen für den Umgang mit Anzeigen, insbesondere wenn es um die Einhaltung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) geht. So müssen Betreiber bei Verstößen gegen diese Verordnung die Veröffentlichung solcher Anzeigen verweigern, um die betroffenen Personen zu schützen. Laut dem Nordkurier betrifft dies auch Fälle, in denen Anzeigen ohne Zustimmung der abgebildeten Person online gestellt werden.

Ein konkreter Fall, der vor kurzem Schlagzeilen machte, betrifft eine rumänische Webseite, auf der eine Frau ohne ihr Einverständnis für sexuelle Dienstleistungen angeboten wurde. Diese Anzeige brachte die Betreiber in die Bredouille: obwohl sie die Anzeige erst nach einer Beschwerde der Betroffenen entfernten, waren ihre Daten bereits auf anderen Plattformen verbreitet worden. Die Frau klagte und ein Gericht in Rumänien wandte sich an den EuGH, um Klarheit über die Haftung der Plattformbetreiber zu erhalten. Das Gericht entschied, dass Betreiber technische und organisatorische Maßnahmen ergreifen müssen, um sensible Daten zu identifizieren und zu verhindern, dass solche Verletzungen der Privatsphäre geschehen.

Die Datenschutz-Grundverordnung und ihre Folgen

Was genau regelt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO)? Sie ist seit dem 25. Mai 2018 in allen EU-Mitgliedstaaten gültig und schützt die physischen Personen durch klare Richtlinien in Bezug auf die Verarbeitung personenbezogener Daten. Die Verordnung umfasst insgesamt 11 Kapitel und 99 Artikel, die für Verbraucher und Unternehmen gleichermaßen von Bedeutung sind. Es ist wichtig zu wissen, dass die DSGVO auch für Unternehmen außerhalb der EU gilt, wenn sie Daten von EU-Bürger:innen verarbeiten. Der Datenschutz-Portal liefert umfassende Informationen über die Rechte von Bürger:innen sowie die Pflichten von Unternehmen.

Die DSGVO gibt den Bürger:innen Rechte auf Auskunft, Löschung und Widerspruch. Betreiber von Online-Marktplätzen müssen klar darlegen, welche Daten sie erheben, zu welchem Zweck und wie lange diese gespeichert werden. Wenn beispiielsweise sensible Daten über das Sexualleben oder politische Einstellungen in einer Anzeige enthalten sind, dürfen diese nur veröffentlicht werden, wenn die betroffene Person ausdrücklich zugestimmt hat. Die neuen Vorgaben erhöhen den Druck auf die Plattformbetreiber, sorgfältig zu handeln und ihre Prozesse anzupassen. Wie das Heise Online berichtet, muss auch die unrechtmäßige Verbreitung sensibler Daten auf anderen Websites verhindert werden.

Fazit

Die Rechtsprechung des EuGH bezüglich der Haftung von Online-Marktplätzen verdeutlicht, wie ernst es die EU mit dem Schutz personenbezogener Daten meint. Betreiber sind gefordert, geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Anforderungen der DSGVO gerecht zu werden. Auf diese Weise sollen nicht nur die Rechte der Betroffenen gewahrt bleiben, sondern auch das Vertrauen in Online-Marktplätze nachhaltig gesichert werden. In einer Zeit, in der Datenschutz immer mehr in den Fokus rückt, zeigt der aktuelle Fall eindrucksvoll, wie wichtig es ist, sensibel mit den Daten anderer umzugehen.