Greifswalder Viertklässler: Geschichtscomic belegt Platz beim Wettbewerb!

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Acht Grundschüler aus Greifswald gewinnen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit einem Comic über die Schwedische Besatzung.

Acht Grundschüler aus Greifswald gewinnen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit einem Comic über die Schwedische Besatzung.
Acht Grundschüler aus Greifswald gewinnen beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten mit einem Comic über die Schwedische Besatzung.

Greifswalder Viertklässler: Geschichtscomic belegt Platz beim Wettbewerb!

In Greifswald haben acht Grundschulkinder der Käthe-Kollwitz-Grundschule ein bemerkenswertes Projekt umgesetzt: Sie haben einen Geschichtscomic mit dem Titel „Ein Jedes hat (S)eine Grenze(n)“ erstellt. Die Projektleiterin, Stefanie Bercher, eine erfahrene Lehrerin, wollte den Schülern das Thema „Schwedische Besatzung Greifswalds vor 300 Jahren“ näherbringen. Im Mittelpunkt der Handlung steht der siebenjährige Augustin von Balthasar im Jahr 1708. Mit dieser kreativen Herangehensweise wird die Frage aufgeworfen, wie Grenzen das Leben damals prägten, was den kleinen Geschichtsfans eine völlig neue Perspektive auf ihre Heimatstadt bietet.

Die Kinder haben keine Mühen gescheut und umfassende Recherchen betrieben, die von Interviews über Ausflüge bis hin zu Archiv- und Museumsbesuchen reichten. Unter den besuchten Orten war auch ein ehemaliges Wohngebäude des General Superintendenten, das einmal für seinen Luxus bekannt war. Dieses Engagement trug dazu bei, Geschichte für die Grundschulkinder greifbar zu machen. Die Käthe-Kollwitz-Grundschule hat in der Vergangenheit bereits ähnliche Projekte durchgeführt und wurde dafür mehrfach ausgezeichnet. Für ihren Comic gewannen die Schüler einen Preis im diesjährigen Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten, an dem über 2.200 Geschichtsprojekte aus Deutschland teilnahmen, von denen 50 ausgezeichnet wurden. Greifswalds Schüler erhielten ihre Urkunde per Post, während die fünf besten Projekte in Berlin eingeladen wurden, wo die Hauptpreise übergeben werden.

Erfolgreiche Mitstreiter

Die Greifswalder Gruppe war nicht alleine in diesem Wettbewerb. Auch Schüler des Dömitzer Schulzentrums „Fritz Reuter“ erarbeiteten ein eindrucksvolles Projekt zur Geschichte der Dömitzer Eisenbahnbrücke. Mit Unterstützung ihrer Lehrerin Heike Grüter-Hommerich erkundeten sie die Verbindung zwischen der Brücke und der politischen Entwicklung in Deutschland und schufen eine Ausstellung mit historischen Fotos und Texten. Diese Brücke, die 72 Jahre lang das östliche und westliche Elbufer verband, wurde 1945 zerstört und später teilweise als touristischer „Skywalk“ genutzt. Ihr Projekt wurde ebenfalls im Geschichtswettbewerb mit einem Landespreis ausgezeichnet.

Darüber hinaus gab es weitere bemerkenswerte Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern. Schülerinnen und Schüler aus Rostock erzielten Anerkennung für ihre Arbeiten über jüdische Zeitzeugen und die Petrikirche. Dies zeigt, wie kreativ und engagiert die jungen Leute im Land sind, wenn es darum geht, Geschichte lebendig zu machen.

Ein Blick in die Vergangenheit und die Zukunft

Insgesamt haben 39 Bewerbungen von 141 Teilnehmern zum Thema „Bis hierhin und nicht weiter!? Grenzen in der Geschichte“ am Wettbewerb teilgenommen. Fünf Landes- und fünf Förderpreise wurden vergeben, und die aufregendsten Projekte wurden bei einer Ehrung am 2. Juli im Schweriner Landtag ausgezeichnet. Der Gruppenpreis ging an eine 13. Klasse der Evangelischen Fachschule für Sozialpädagogik in Schwerin für einen Film über die Entwicklung der Pädagogik in der DDR.

Dieser Wettbewerb bietet unseren jungen Bürgern nicht nur die Möglichkeit, sich mit ihrer Geschichte auseinanderzusetzen, sondern auch die Chance, die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart bewusst zu erfahren. Ob in Greifswald oder in Dömitz – die besten Projekte aus Mecklenburg-Vorpommern könnten auf Bundesebene gefeiert werden. Wer weiß, vielleicht sehen wir bald die kreativen Köpfe hinter diesen prämierten Arbeiten bei der Preisverleihung im Schloss Bellevue in Berlin wieder – ein ermutigender Gedanke, dass junge Talente auf diese Weise gefördert werden!