17 Unfälle am Wochenende: Wildwechsel und Alkohol sorgen für Chaos!
Am Wochenende ereigneten sich in der Uckermark 17 Verkehrsunfälle, unter denen mehrere Verletzte und Wildwechsel verantwortlich waren.

17 Unfälle am Wochenende: Wildwechsel und Alkohol sorgen für Chaos!
In der Uckermark ging es am vergangenen Wochenende rund: Die Polizei musste insgesamt 17 Verkehrsunfälle registrieren. Dies zeigt einmal mehr, wie wichtig ein wachsames Auge im Straßenverkehr ist.
Unter diesen Unfällen sind sieben, die durch Wildwechsel verursacht wurden. Wildtiere scheinen sich gerade in dieser Jahreszeit auf Wanderschaft zu begeben und stellen eine nicht zu unterschätzende Gefahr für Autofahrer dar.
Schwere Unfälle und Verletzte
Besonders besorgniserregend ist die Bilanz eines schweren Verkehrsunfalls in Schwedt am Samstag. Dort kollidierten ein Auto und ein Motorrad auf der Lindenallee, als der PKW plötzlich nach links abbog und den vorfahrtsberechtigten Motorradfahrer übersah. Der 60-jährige Motorradfahrer stürzte und erlitt schwere Verletzungen, sodass er mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht wurde. Sein 19-jähriger Beifahrer im PKW blieb glücklicherweise nur leicht verletzt zurück. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 20.000 Euro. Auf der Lindenallee war man gezwungen, während der Unfallaufnahme die Straße zeitweise halbseitig zu sperren.
Ein weiterer Vorfall ereignete sich auf dem Blumberger Damm in Wartin, wo ein 70-jähriger Radfahrer nach einer Gefahrenbremsung stürzte. Der Grund für die Bremsung war ein überholendes Auto, das plötzlich auf ein Grundstück abbog. Der Radfahrer erlitt glücklicherweise nur leichte Verletzungen und konnte ebenfalls in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden lag hier bei rund 100 Euro.
Alkoholisierte Fahrer im Visier
Die Polizeiinspektion Uckermark führte im Rahmen der Verkehrskontrollen auch Tests auf Alkohol- und Drogenkonsum durch. Die Ergebnisse sind alarmierend: Drei Fahrzeugführer wurden als alkoholisierte oder berauschte Fahrer identifiziert. Am 29. August wurde ein 35-jähriger Autofahrer in Templin positiv auf Betäubungsmittel getestet. Am folgenden Tag stellte eine Kontrolle bei einer 68-jährigen Autofahrerin in Templin eine Ordnungswidrigkeit bezüglich Alkohol fest. Am 31. August schließlich wurde ein 41-jähriger Radfahrer in Schwedt mit einem Atemalkoholwert von 2,01 Promille angehalten, was als gravierender Verstoß zu werten ist. Gegen alle drei Fahrer wurden entsprechende Verfahren eingeleitet.
Alkohol und Drogen im Straßenverkehr sind ein großes Thema. Wie alkohol.dvr.de aufzeigt, erhöht sich das Unfallrisiko bereits bei geringem Alkoholeinfluss erheblich. Ab einem Wert von 0,3 Promille verdoppelt sich das Risiko für Unfälle, während es bei 1,1 Promille um das zehnfache erhöht ist. Fahranfänger und jüngere Fahrer unterschätzen häufig die Gefahren, die durch Alkohol oder Drogen am Steuer entstehen können, was ein besorgniserregendes Phänomen darstellt.
Konsumverhalten unter Kontrolle
Besonders im Hinblick auf den bevorstehenden Inkrafttreten des Konsumcannabisgesetzes am 01. April 2024 will man sicherstellen, dass die Menschen auch über die Folgen des Konsums von Cannabis aufgeklärt sind. THC, der Wirkstoff in Cannabis, beeinflusst das zentrale Nervensystem und kann die Fähigkeit zum sicheren Fahren deutlich beeinträchtigen. gib-acht-im-verkehr.de unterstreicht, dass die Regelungen zum Fahren unter Cannabiseinfluss neu gestaltet wurden, um die Verkehrssicherheit zu verbessern. Ein klarer THC-Grenzwert soll hier helfen, um Strafen zu verhängen, sollte jemand unter erheblichen Einflüssen ein Fahrzeug führen.
Der Aufruf zur Vorsicht im Straßenverkehr könnte also nicht deutlicher sein – sowohl für Autofahrer als auch für Radfahrer und Fußgänger. Bleiben Sie wachsam und achten Sie auf Ihre Sicherheit und die der anderen!