Mietpreisbremse erreicht Küstenorte: Mieten stabilisieren bis 2028!
Mietpreisbremse wird auf Heringsdorf und weitere Küstenorte ausgeweitet. Verordnung tritt voraussichtlich 2026 in Kraft.

Mietpreisbremse erreicht Küstenorte: Mieten stabilisieren bis 2028!
In Mecklenburg-Vorpommern gibt es spannende Neuigkeiten für alle, die sich für den Wohnungsmarkt an der Ostsee interessieren. Die Mietpreisbremse in den Städten Rostock und Greifswald wurde um drei Jahre, bis zum 30. September 2028, verlängert. Doch das ist noch lange nicht alles: Die Landesregierung plant auch, diese Regelung auf acht beliebte Küstenorte auszuweiten. Zu diesen Orten zählen Binz, Graal-Müritz, Heringsdorf, Kühlungsborn, Rerik, Sellin, Zingst und Zinnowitz. Dies könnte für viele Einheimische und Besucher von großer Bedeutung sein, denn die Mietpreisbremse erlaubt es, dass die Miete bei neuen Verträgen höchstens zehn Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegt.
Das Anliegen der Regierung, die Regelung auf die Küstenorte auszuweiten, wird voraussichtlich im Frühjahr 2026 in Kraft treten. Ein Gutachten des sozialwissenschaftlichen Forschungsinstituts Empirica hat bereits gezeigt, dass in 17 Gemeinden mit angespanntem Wohnungsmarkt Handlungsbedarf besteht. Der Verband norddeutscher Wohnungsunternehmen (VNW) äußert sich allerdings kritisch zur Mietpreisbremse und schlägt stattdessen eine Nebenkostenbremse vor.
Strategien zur Stabilisierung des Wohnungsmarktes
Die Landesregierung von Mecklenburg-Vorpommern verfolgt drei zentrale Strategien, um den Wohnungsmarkt zu stabilisieren: die bereits erwähnte Mietpreisbremse, die Förderung des sozialen Wohnungsbaus und die Beschleunigung von Bauverfahren. In den letzten Jahren hat das Land beachtliche Fortschritte gemacht: So wurden seit 2017 in Rostock 808 und in Greifswald 356 Wohnungen mithilfe von Landes- und Bundesmitteln gefördert. Die Fördermittel für den sozialen Wohnungsbau sind von 32 auf satte 127 Millionen Euro jährlich vervierfacht worden und sollen bis 2026/2027 auf diesem Niveau bleiben.
Die hohe Nachfrage nach Wohnraum an der Küste lässt die Probleme des angespannten Marktes jedoch nicht verschwinden. Die Vorfreude auf die neue Verordnung ist stark, besonders da viele hoffen, dass die Mietpreisbremse einen positiven Effekt auf die Mietpreise in den betroffenen Orten haben wird. Davon könnten zahlreiche Familien, aber auch Touristen profitieren, die die prachtvollen Strände und die Natur der Ostsee genießen möchten.
Ein Blick in die Zukunft
Mit dieser geplanten Ausweitung wird die Landesregierung versuchen, dem anhaltenden Preisdruck auf dem Wohnungsmarkt entgegenzuwirken und die Lebensqualität in den Küstenorten zu stützen. Es bleibt abzuwarten, wie das Ganze bei den zukünftigen Mietverträgen ausschauen wird und ob die Vorschläge der kritischen Stimmen, wie den VNW, Gehör finden. Eines ist jedoch sicher: Bis zur endgültigen Umsetzung wird das Thema sicherlich weiterhin für jede Menge Gesprächsstoff in der Region sorgen.
Für alle, die an Informationen zu Wohnungsfragen in diesen Gemeinden interessiert sind, ist der nächste Frühling also eine spannende Zeit. Es bleibt nur zu hoffen, dass die Maßnahmen der Regierung fruchten und die Ostsee weiter ein attraktives Ziel für alle bleibt.
Für detaillierte Informationen über die Mietpreisbremse in Mecklenburg-Vorpommern, besuchen Sie bitte n-tv. Weitere rechtliche Fragen rund um Streitigkeiten können Sie über Yahoo klären.