Elternvertreterin fordert: Bildung muss endlich Priorität haben!

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Der Landeselternbeirat M-V fordert stärkere Elternbeteiligung zur Verbesserung der Bildungschancen am 29.11.2025.

Der Landeselternbeirat M-V fordert stärkere Elternbeteiligung zur Verbesserung der Bildungschancen am 29.11.2025.
Der Landeselternbeirat M-V fordert stärkere Elternbeteiligung zur Verbesserung der Bildungschancen am 29.11.2025.

Elternvertreterin fordert: Bildung muss endlich Priorität haben!

Bildung ist ein zentrales Thema in der Gesellschaft, und der Landeselternbeirat Mecklenburg-Vorpommern (LER) bringt frischen Wind in die Diskussion. Bei der Herbstplenartagung in Plau am See wurde Diana Zander zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie stammt aus Stralsund und hat sich zum Ziel gesetzt, die Elternbeteiligung an Schulen zu stärken. Zander betont, dass nur durch die aktive Mitwirkung der Eltern echte Akzeptanz und Transparenz im Bildungssystem erreicht werden können. Sie steht fest zu der Idee, dass Bildung auf der politischen Agenda hoch im Kurs stehen muss, um notwendige Reformen voranzutreiben, die unter anderem den Unterrichtsausfall und den Lehrkräftemangel anpacken.

Mit Sebastian Ewald und Marcel Thiele hat Zander starke Stellvertreter an ihrer Seite, die beide aus dem Landkreis Rostock kommen. Der ehemalige Vorsitzende Tobias Lankow trat aus persönlichen Gründen nicht erneut zur Wahl an. Zander nennt die Herausforderungen im Bildungssystem beim Namen: sinkende Schulabschlüsse, unzureichende Schulsozialarbeit sowie ein Mangel an Nachmittagsbetreuung. Diese Punkte verlangt sie entschieden anzugehen, wobei sie auch auf die Notwendigkeit von finanzieller Unterstützung hinweist.

Elternbeteiligung als Schlüssel zur Chancengleichheit

Die Bedeutung der Elternbeteiligung wird von zahlreichen Studien unterstrichen. Wie die Bundeszentrale für politische Bildung feststellt, beeinflusst der familiäre Hintergrund die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen erheblich. Vor allem sozial benachteiligte Kinder und solche mit Migrationshintergrund haben oft schlechtere schulische Leistungen. Der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungserfolg ist in Deutschland stärker ausgeprägt als im OECD-Durchschnitt, was zeigt, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Die Forschung zeigt auch, dass der Einfluss der Eltern auf den schulischen Erfolg ihrer Kinder über die gesamte Schulzeit hinweg hoch bleibt. Eltern, die aktiv am Schulleben teilnehmen, können die Motivation und Leistung ihrer Kinder steigern. Besonders wichtig ist es, dass Schulen sozial benachteiligte Familien gezielt ansprechen und einbeziehen. Maßnahmen zur Förderung der Elternbeteiligung sollten an lokale Gegebenheiten angepasst werden, um allen Kindern gerechte Chancen zu bieten.

Wege zur Verbesserung der Bildungslandschaft

Ein wichtiger Aspekt ist die Kommunikation zwischen Lehrkräften und Eltern, die oft anlassbezogen verläuft. Der schulische Erfolg hängt nicht nur von der schulischen Leistung ab, sondern auch von einer positiven Hausaufgabenbetreuung durch die Eltern. Studien zeigen, dass insbesondere Eltern mit höherem sozialen Status aktiver involviert sind. Hier gilt es, Barrieren abzubauen und Angebote zu schaffen, die alle Eltern erreichen, egal aus welchem sozialen Milieu sie stammen.

Die Corona-Krise hat die bestehenden Blüten der Bildungsungleichheit nur verstärkt, weshalb es umso wichtiger ist, dass Eltern nicht nur als Unterstützer, sondern als gleichwertige Partner im Bildungsprozess wahrgenommen werden. Die von Zander geforderten Reformen müssen in die Tat umgesetzt werden, um eine inklusive Bildung für alle Kinder zu ermöglichen und deren Lebensweg entscheidend zu beeinflussen.

Insgesamt stehen die Zeichen unter dem neuen Vorsitz von Diana Zander auf Veränderung und mehr Elternbeteiligung, um die Bildungschancen von Kindern nachhaltig zu verbessern und eine gerechtere Bildungslandschaft zu schaffen. Für eine starke Gesellschaft ist Bildung der Schlüssel, und das beginnt im eigenen Zuhause.

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie unter Nordkurier und bpb.de.