Fähre Aalbude gerettet: Neue EU-Fördermittel für Demmin in Sicht!
Neue EU-Förderprojekte in Pasewalk: Fähre Aalbude, Infrastrukturverbesserungen und innovative Initiativen für ländliche Entwicklung.

Fähre Aalbude gerettet: Neue EU-Fördermittel für Demmin in Sicht!
In der Region Demmin gibt es Grund zur Freude: Die wichtige Fähre an der Aalbude ist gerettet! Mit dieser erfreulichen Nachricht startet die Planung für das Förderjahr 2026, in dem zahlreiche spannende Projekte vorgestellt wurden. Unter anderem stehen die Überdachung der Terrasse des Demminer Hundesportvereins und die Umgestaltung eines Beachvolleyballfeldes auf der Agenda. Die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Demminer Land“ hat die eingereichten Vorschläge bereits höchst bewertet. Dies berichtet das Nordkurier.
Ein wahres Highlight unter den geplanten Projekten ist der Ersatz der alten Fähre durch eine neue Solarfähre mit Elektromotor. Die Mecklenburg-Vorpommersche Verkehrsgesellschaft (MVVG) hat hierfür einen Projektantrag eingereicht, der mit 100.000 Euro gefördert werden soll. Bei Gesamtkosten von etwa 230.000 Euro steht die MVVG bereit, die Differenz aus Eigenmitteln zu decken. Ein dringend benötigtes Projekt, denn die Fährverbindung zwischen Aalbude und Verchen spart sowohl Anwohnern als auch Touristen einen Umweg von 23 km und ist für den Fahrrad-Tourismus am Kummerower See von großer Bedeutung.
EU-Fördermittel im Fokus
Doch während sich die Region Demmin über diese positiven Entwicklungen freut, steht auch die Frage im Raum, wer letztendlich die EU-Fördermittel abstauben kann. In diesem Jahr war die Beteiligung an Projektanträgen eher mau, was möglicherweise an den hohen Kofinanzierungsanforderungen liegt. Spätestens seit dem Inkrafttreten des LEADER-Programms 1995 profitiert der Landkreis Mecklenburgische Seenplatte von diesen Mitteln zur Förderung ländlicher Projekte. LEADER, die Abkürzung für „Liaison Entre Actions de Développement de l’Économie Rurale“, stellt eine Verbindung zwischen verschiedenen Aktionen zur Entwicklung der ländlichen Wirtschaft dar und hat sich als wichtiges Instrument etabliert.
Das LEADER-Programm stellt dabei 14% der Gesamtmittel der EU für ländliche Entwicklung bereit, weit über dem erforderlichen Minimum von 5%. Angesichts der großen Herausforderungen, vor denen ländliche Regionen stehen, könnte dieser Ansatz gerade jetzt von Bedeutung sein. Laut einer neuen Studie der Europäischen Kommission zu EU-Förderungen wurden zwischen 2014 und 2021 8,6 Milliarden Euro für die Entwicklung ländlicher Räume außerhalb der Landwirtschaft ausgegeben. In der kommenden GAP-Periode sind sogar 18,3 Milliarden Euro dafür vorgesehen, um die regionalen Bedürfnisse besser zu decken, wie der EU CAP Network aufzeigt.
Vielfalt der Projekte in Sicht
Neben der Fähre und dem Hundesportverein wurden auch weitere lokale Projekte bewertet. So beantragt die Gemeinde Sarow 79.000 Euro für einen Spiel- und Begegnungsplatz, während der Hospizverein Fördermittel für die Außenanlagen am zukünftigen Hospizneubau in Demmin angefordert hat. Auch die Gemeinde Meesiger hat Pläne, Unterstützung für Duschcontainer auf dem Campingplatz in Gravelotte zu erhalten.
Besonders bemerkenswert ist der Antrag der „Stadt.Land.Bühne“ von Karola Stenschke, der im Handlungsfeld „Bildung und Kultur“ für Aufsehen sorgt. In der aktuellen Förderperiode hat sich insgesamt nur ein Antrag aus diesem Bereich durchsetzen können, was unterstreicht, wie vielfältig die Prioritäten in der Region sind.
Es bleibt abzuwarten, wie die endgültigen Förderzusagen ausfallen werden. Doch eines steht fest: Die Region Demmin hat mit ihren Projekten auf alle Fälle ein gutes Händchen bewiesen und zeigt, wie wichtig die Unterstützung aus Fördermitteln für innovative und nachhaltige Entwicklungen in ländlichen Räumen ist.